Hergovich: Strompreisexplosion verhindern!
Erhöhung der EVN-Preise um 30 Prozent darf es nicht geben
„Mir war immer klar, dass die österreichischen Energieunternehmen die erstmögliche Gelegenheit nutzen werden, um wieder an der Preisschraube zu drehen. Nun ist die Katze aus dem Sack. Verbund-Chef Strugl warnte gestern in der ZIB2 vor Strompreisen, die um 30 Prozent steigen werden. Einmal mehr wird von Strommanagern so getan, als würde es sich um ein Naturgesetz handeln, gegen das man leider überhaupt nichts tun kann, während der Verbund in Wirklichkeit Eigentümer zahlreicher vor Jahrzehnten mit Steuergeld errichteter Donaukraftwerke ist, die mit dem Konflikt an der Straße von Hormus so viel zu tun haben, wie das Marchfelder Sonnenblumenöl mit dem Benzinpreis. Aber das die Energiekonzernmanager großes Talent im Erfinden von Ausreden für Preiserhöhungen haben, dürfte nach den letzten Jahren niemand mehr überraschen. Umso wichtiger ist es, jetzt rasch zu handeln“, sagt SPÖ NÖ-Vorsitzender, Kontroll-Landesrat Sven Hergovich und führt fort:
„Im April senkt die EVN die Preise nach Vorbild des Verbund. Mir ist jetzt schon angst und bange, wenn man sich dort Strugl zum Vorbild nimmt, um die Preise auch wieder um 30 Prozent zu erhöhen. Das darf nicht passieren. Ich fordere deshalb:
* Die EVN hat in den letzten Jahren Rekordgewinne geschrieben. In der Krise braucht Österreich Planungssicherheit. Die aktuellen Preise müssen deshalb mindestens bis 2028 garantiert werden.
* Die Abschaffung der Merit-Order würde es sofort ermöglichen, dass Donaukraftwerke mit ihren sehr geringen Herstellungskosten statt mit dem Gaspreis kalkulieren können. Hier sind endlich Maßnahmen der Bundesregierung notwendig.
* Ich schlage bei Unternehmen wie dem Verbund oder der EVN vor, künftig in die Managerverträge zu schreiben, dass Preiserhöhungen immer im doppelten Ausmaß das Gehalt der Manager reduzieren. Bei 30 Prozent Preissteigerung verdient Strugl dann 60 Prozent weniger. Ich bin mir sicher, das trägt zu innovativer und sparsamer Unternehmensführung im Interesse der Bevölkerung bei.“
SPÖ Niederösterreich
Daniel Steinlechner
Telefon: +43 650 4919830
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