Bildungsministerium kündigt die Veröffentlichung standortbezogener Schuldaten an
Bildungsminister Christoph Wiederkehr: „Transparenz schafft Vertrauen und damit bessere Bildungschancen. Die geplante Veröffentlichung standortbezogener Schuldaten mit Herbst 2026 wird für einen riesigen Kultur- und Systemwandel in unserem Schulsystem sorgen. Mehr Transparenz tut dem ganzen System gut: Schulen können sich entwickeln und voneinander lernen, es sorgt für eine auf Daten basierende Debatte über das Schulsystem und unterstützt Eltern in ihrer Entscheidungsfindung.“
Das Bildungsministerium wird ab dem Schuljahr 2026/27 beginnen, standortbezogene Schuldaten zu veröffentlichen, beginnend mit der Volksschule. Seit vielen Jahren ist bereits die Nutzung von Ergebnisdaten aus Kompetenzmessungen auf die Schul- und Unterrichtsentwicklung der jeweiligen Schulstandorte ausgerichtet. Je besser die verfügbare Datenbasis, umso besser lässt sich Schulentwicklung für die jeweiligen Schulstandorte gestalten.
Der Weg hin zu mehr Transparenz im Schulsystem wurde bereits vor einigen Wochen verstärkt: So wurde der erste Systembericht der iKMPLUS präsentiert, welcher darstellt, wie gut Schüler/innen in Österreich die Bildungsstandards lesen, schreiben und rechnen erreichen.
Internationale Erfahrungen zeigen, wie erfolgreich Schulsysteme sich weiterentwickeln, wenn konsequent auf Basis von Daten gearbeitet wird. Schulen können sich entwickeln und voneinander lernen. Gleichzeitig gilt es, alle Risiken, die damit einhergehen, genau abzuwägen, mitzubedenken und sorgsam damit umzugehen. Ganz konkret sollen Schulrankings vermieden werden, Daten, die veröffentlicht werden, müssen immer in den Kontext gestellt werden.
Unterstützung zur Veröffentlichung von standortbezogenen Schuldaten erhielt das Ministerium zudem durch das Informationsfreiheitsgesetz, wodurch ein erhöhter Anspruch an Transparenz im österreichischen Schulsystem einhergeht.
Die Veröffentlichung standortbezogener Schuldaten stellt einen Kultur- und Systemwandel für unser Schulsystem dar. Daher wird ein Prozess aufgesetzt, um alle Schulen vorzeitig zu informieren und zu begleiten.
Die Veröffentlichung standortbezogener Leistungsdaten wie zB der iKM Plus Daten in Deutsch und Mathematik in der Volksschule, erfolgt ausschließlich im fairen Vergleich.
Fairer Vergleich bedeutet, dass immer nur Schulen mit einer ähnlichen Ausgangslage (also der jeweiligen SÖL-Kategorie) verglichen werden.
Zur Erinnerung: Die SÖL-Kategorie bemisst die soziökonomische Ausgangslage. Sie beschreibt die Rahmenbedingungen einer Schule, die die Schule nicht direkt beeinflussen kann: Bildungsstand, ökonomischer & sozialer Hintergrund, Migration & Sprache.
Die Berechnung der SÖL-Kategorie ist objektivier sie basiert auf einer unabhängigen Datenbasis der Statistik Austria und alle eingesetzten Methoden sind transparent nachvollziehbar.
Weitere Indikatoren werden quantitative Daten der Schule umfassen (Anzahl der Schüler, Anzahl der Klassen, durchschnittliche Klassengröße).
Zusätzlich zu den Schuldaten werden auch noch qualitative Schwerpunkte der Schulen mitveröffentlicht – bestimmte Gütesiegel, konkrete Schwerpunkte der Schulstandorte, um Bildungsinteressierten ein möglichst vollständiges Bild der Schulen vermitteln zu können.
BMB
Susanne Leiter
Pressesprecherin
Telefon: +43 1 53120-5006
E-Mail: susanne.leiter@bmb.gv.at
Website: https://www.bmb.gv.at
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS. www.ots.at
© Copyright APA-OTS Originaltext-Service GmbH und der jeweilige Aussender
Kommentare sind geschlossen, aber trackbacks und Pingbacks sind offen.