PVÖ an FPÖ: „Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen“
Pensionistenverband weist FPÖ-Attacken zurück: „Große Pensionskürzungen kamen unter FPÖ-Regierungsbeteiligung“.
„Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen – ausgerechnet jene FPÖ, die in mehreren Regierungen selbst massive Eingriffe zu Lasten der älteren Generation beschlossen hat, inszeniert sich jetzt als oberste Hüterin der Pensionen und attackiert den Pensionistenverband“, reagiert der Pensionistenverband Österreichs (PVÖ) auf die Aussendung der FPÖ-Seniorensprecherin Andrea Michaela Schartel. Das von der FPÖ betriebene „Pensionisten-Volksbegehren“ ist in Wahrheit ein Zwischenwahlkampf-Instrument und soll von der eigenen Verantwortung für Pensionskürzungen und Beitragserhöhungen ablenken.
FPÖ ALS VERURSACHERIN GROSSER PENSIONSVERSCHLECHTERUNGEN
Der PVÖ erinnert daran, dass unter schwarz-blauen Regierungen mit FPÖ-Sozialministern die Pensionsberechnung auf die gesamte Erwerbsdauer umgestellt, Abschläge bei frühem Pensionsantritt eingeführt, der Zugang zu vorzeitigen Pensionen erschwert und Pensionen bei steigender Inflation nur unzureichend angepasst wurden. Auch in der türkis-blauen Ära hat die FPÖ eine Kassenreform mitgetragen, die statt der versprochenen „Patientenmilliarde“ zu Milliardenlöchern, unbesetzten Kassenarztstellen, längeren Wartezeiten und Leistungseinschränkungen geführt hat – gerade für viele ältere, chronisch kranke Menschen.
GEFÄHRLICHE SPRACHE STATT LÖSUNGEN
Besonders kritisch sieht der PVÖ die Art der Bewerbung des FPÖ-Volksbegehrens, bei der das „eigene Volk“ gegen „Fremde, Häftlinge oder Geflüchtete“ ausgespielt und suggeriert wird, andere würden besser versorgt als Menschen nach Jahrzehnte langer Arbeit. Das ist sachlich falsch und klassisch ausländerfeindliche Stimmungsmache; über die Höhe der Pensionen entscheiden Regierung, Parlament und Sozialpartner – nicht Geflüchtete oder Migrant*innen. Der PVÖ betont: „Wir kämpfen für faire Pensionsanpassungen, aber nicht auf dem Rücken von Fremden oder Minderheiten.“
KONKRETE VERBESSERUNGEN FÜR PENSIONIST*INNEN
Die Behauptung, der Pensionistenverband führe „rote Schein-Petitionen“ durch, weist der PVÖ zurück und unterstreicht seine Unabhängigkeit als Interessenvertretung der älteren Generation. In den vergangenen Jahren hat der Verband gemeinsam mit dem Seniorenrat unter anderem eine gesetzliche Inflationsanpassung für den Großteil der Pensionen 2026, die Aussetzung der alten Aliquotierungsregelung, eine Wertgarantie am Pensionskonto, Verbesserungen beim Zuverdienst sowie kostenlose Impfungen gegen Gürtelrose und Pneumokokken für Ältere durchgesetzt.
WARUM DER PVÖ DAS FPÖ-VOLKSBEGEHREN NICHT UNTERSTÜTZT
„Wir unterstützen keine Initiative, deren Zugpferd eine Partei ist, die Pensionskonten einfrieren, Sozialleistungen nicht mehr valorisieren und Krankenversicherungsbeiträge für Pensionist*innen erhöhen wollten und gleichzeitig mit ausländerfeindlichen Ressentiments arbeitet“, erklärt der Verband. Das widerspreche den Grundwerten des PVÖ von Solidarität, Gerechtigkeit und Menschlichkeit. Die berechtigte Wut vieler Senior*innen über Teuerung und Belastungen richtet der PVÖ auf jene, die tatsächlich über Budgets und Gesetze entscheiden – nicht auf „Fremde“. (Schluss)
Unabhängiger Pensionistenverband Österreichs
Generalsekretär Christian Rösner, MSc
E-Mail: christian.roesner@pvoe.at
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