Bundesminister Peter Hanke: „Mobilität ist eine Frage der Gerechtigkeit – nicht der ideologischen Konflikte“
Hanke skizziert bei Mobilitätskonferenz 2026 seine Verkehrspolitik. Klimaticket-Aktion und gesenkter ÖBB-Ladetarif stärken Öffis und E-Mobilität.
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Zweimonatige Kennenlern-Aktion bei Klimaticket soll Menschen zum Umstieg auf Öffis einladen
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Gesenkter Tarif bei ÖBB-Ladesäulen um 25% auf 30 Cent pro Kilowattstunde stärkt E-Mobilität
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Hanke: „Niemand braucht sich dafür genieren, auf das Auto angewiesen zu sein!“
Im Rahmen der Mobilitätskonferenz 2026 in Wien hielt Mobilitätsminister Peter Hanke heute seine Grundsatzrede zur Zukunft der Mobilität in Österreich. Im Zentrum seiner Ausführungen stand ein klarer politischer Anspruch: Mobilität als Grundbedürfnis zu sichern, ideologische Gräben zu überwinden und konkrete, alltagstaugliche Lösungen umzusetzen. Politik müsse anpacken statt nur diskutieren: „Ich will nicht erklären, wie schlimm alles ist — sondern ich will anpacken, damit es besser wird.“ Im Zentrum von Hankes Vision steht ein Gesamtsystem: „Mobilität funktioniert nur dann gut, wenn wir sie verkehrsträgerübergreifend denken.“ Seine Leitformel lautet: „Kommunizieren – Koordinieren – Kooperieren.“
MOBILITÄT BRAUCHT KEINE IDEOLOGISCHEN SCHEUKLAPPEN
Mobilität sei weit mehr als Verkehr, stellte der Minister klar: „Wir sprechen über ein Grundbedürfnis. Wir sprechen über eine soziale Frage. Wir sprechen über Teilhabe am Leben.“ Funktionierende Mobilität sei „das soziale Rückgrat unserer Gesellschaft“ und entscheide unmittelbar über Lebensqualität und Chancen. Dabei erteilte Hanke ideologischen Debatten eine klare Absage: „Auto gegen Rad. Stadt gegen Land. Zug gegen Flug – das ist der falsche Weg.“
Stattdessen brauche es eine Politik, die sich an der Lebensrealität orientiert: „Die Menschen wollen Lösungen, die im Alltag funktionieren.“ Ein klares Signal setzte der Minister auch in Richtung Autofahrerinnen und Autofahrer: „Niemand braucht sich in Österreich dafür zu genieren, auf das Auto angewiesen zu sein.“
INVESTITIONEN ALS ANTWORT AUF DIE KRISE – KLIMASCHUTZ DURCH INNOVATION
Trotz budgetärer Herausforderungen setzt die Bundesregierung auf gezielte Investitionen. „Wir investieren uns aus der Krise“, so Hanke. Infrastruktur sei „die Lebensader unseres Standorts“ und Grundlage für Wachstum und Beschäftigung. Investitionen in Bahn, Straße, öffentlichen Verkehr, E-Ladeinfrastruktur, Digitalisierung und Verkehrssicherheit sollen die Qualität der Mobilität spürbar verbessern. „Die Menschen haben ein Recht darauf, dass ihre Mobilität konstant weiterentwickelt wird.“ Bereits in der Industriestrategie 2035 wurden Mobilitätstechnologien als Stärkefeld Österreichs definiert. Das Bundesministerium für Innovation, Mobilität und Infrastruktur ist seit Jahrzehnten der größte Investor in diese wichtigen Zukunftstechnologien, die für nachhaltige Mobilität eine elementare Rolle spielen. So trägt beispielsweise das Austrian Institute of Technology (AIT) zur Testung und Entwicklung von E-Bussen bei.
Ein klares Bekenntnis legte Hanke zur Klimaneutralität ab – mit einem pragmatischen Zugang: „_Eine echte Mobilitätswende entsteht nicht durch den erhobenen Zeigefinger, sondern durch bessere Angebote_.“ Klimaschutz sei „_kein Verzichtsprogramm, sondern ein Innovationsprogramm_“. Der Umstieg auf E-Mobilität, der Ausbau des öffentlichen Verkehrs, nachhaltige Kraftstoffe im Straßen- und Luftverkehr sowie intelligente Verkehrssteuerungssysteme stehen im Fokus.
ZWEIMONATIGE KLIMATICKET-KENNENLERN-AKTION LÄDT MENSCHEN ZUM UMSTIEG EIN
Mit einer befristeten Kennenlern-Aktion erleichtert Mobilitätsminister Peter Hanke den Umstieg auf den öffentlichen Verkehr als Reaktion auf die Entwicklung bei den Kraftstoffpreisen. Wer ein Ticket kauft, das in dem Zeitraum zwischen dem 1. Mai bis 30. Juni gültig wird, kann das KlimaTicket Österreich zwei Monate lang testen und anschließend kostenlos beenden. „Wir schaffen damit die Möglichkeit, das Angebot von Bus und Bahn auszuprobieren, ohne sich gleich langfristig zu binden“, so Hanke. Ziel ist es, bestehende Hürden abzubauen: „Wir leisten einen Beitrag, die Hürden für den öffentlichen Verkehr zu verringern und schaffen eine niederschwellige Möglichkeit, die Vorzüge des Jahresabos im Alltag zu testen. Der öffentliche Verkehr ist eine attraktive und leistbare Alternative.“
E-MOBILITÄT: ÖBB SENKEN AB 1.5. FÜR SECHS MONATE HAUSEIGENEN LADETARIF
Auch bei der Verknüpfung von Individualverkehr und Bahn setzt Mobilitätsminister Peter Hanke gemeinsam mit den ÖBB konkrete Maßnahmen. „Die Zukunft der Mobilität entscheidet sich oft schon vor der eigentlichen Fahrt – nämlich bei der Frage, wie man zum Bahnhof kommt.“ Deshalb wird die Ladeinfrastruktur an Park-&-Ride-Anlagen deutlich ausgebaut: Bereits bis 2027 entstehen 100 zusätzliche Ladepunkte, bis 2030 insgesamt 400.
Gleichzeitig wird das Laden für Besitzer von ÖBB-Ladekarten ab dem 1. Mai spürbar günstiger: Für sechs Monate senken die ÖBB den Tarif bei ihren Ladesäulen um 11 Cent pro Kilowattstunde auf rund 30 Cent. „Laden muss sich anfühlen wie zu Hause – einfach, verständlich und fair“, so Hanke. Die Maßnahme stärkt insbesondere die E-Mobilität und ist Teil eines gesamthaften Ansatzes: „Wir verbinden Verkehrsträger, statt sie gegeneinander auszuspielen – und schaffen konkrete Verbesserungen im Alltag der Menschen.“
Bundesministerium für Innovation, Mobilität und Infrastruktur (BMIMI)
Robert Uitz-Dallinger
Telefon: +436648576959
E-Mail: robert.uitz-dallinger@bmimi.gv.at
Website: https://bmimi.gv.at
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