FPÖ – Berger/Maier: Weniger Polizisten, mehr Gewalt – Wien steuert auf Sicherheitsnotstand zu
Wien hatte im Vorjahr 390 Polizisten weniger zur Verfügung – SPÖ-Ludwig und ÖVP-Karner bleiben völlig untätig
Nach einer Serie aktueller Gewaltverbrechen – darunter zuletzt der schockierende Fall eines sechsjährigen Mädchens, das von einem Syrer in eine Wohnung gelockt und vergewaltigt wurde – warnt die FPÖ vor einer dramatischen Sicherheitssituation in Wien. „Die aktuellen Fälle sind ein erschütterndes Symptom einer völlig außer Kontrolle geratenen Sicherheitslage“, stellte der Wiener FPÖ-Sicherheitssprecher Stadtrat Stefan Berger heute bei einer Pressekonferenz gemeinsam mit dem AUF-Polizei-Vorsitzenden NAbg. Reinhold Maier klar.
„Wenn wir solche Taten in unserer Stadt erleben, dann kann niemand mehr ernsthaft behaupten, Wien sei noch die sichere Stadt, als die sie jahrelang verkauft wurde“, so Berger. Neben diesem besonders erschütternden Fall verwies er auf eine Vielzahl weiterer aktueller Straftaten – von sexuellen Übergriffen im öffentlichen Verkehr über brutale Raubüberfälle bis hin zu Jugendbanden, die ganze Garagenanlagen verwüsten. „Das ergibt ein klares Gesamtbild: Wien rutscht in einen Sicherheitsnotstand.“
Besonders alarmierend sei die Entwicklung bei der Jugendkriminalität, die sich seit 2021 mehr als verdoppelt habe. Gleichzeitig gebe es massive Zuwächse bei bestimmten Tätergruppen, etwa einen Anstieg von rund 25 Prozent bei syrischen Tatverdächtigen innerhalb eines Jahres. Auch die Gewalt eskaliere zunehmend: „Rund 1.000 Messerattacken pro Jahr bedeuten zwei bis drei Angriffe täglich – also etwa alle acht Stunden“, warnte Berger.
Die Folgen seien in vielen Wiener Grätzeln längst sichtbar. Ob Yppenplatz, Keplerplatz oder rund um das Suchtzentrum Jedmayer – offener Drogenhandel, Gewalt und Verwahrlosung würden zunehmend das Stadtbild prägen. „Während die Menschen diese Entwicklung tagtäglich erleben, reagiert die Politik mit Ankündigungen und Inszenierungen statt mit echten Maßnahmen“, kritisierte Berger scharf die Untätigkeit von SPÖ-Bürgermeister Ludwig und ÖVP-Innenminister Karner.
Den entscheidenden Hintergrund für diese Entwicklung lieferte NAbg. Reinhold Maier mit aktuellen Zahlen aus einer parlamentarischen Anfrage, die ein dramatisches Bild der Personalsituation bei der Wiener Polizei zeichnen. „Unsere Polizisten leisten hervorragende Arbeit, aber sie werden vom ÖVP-Innenminister im Stich gelassen“, betonte Maier.
So zeigen die offiziellen Daten des Innenministeriums, dass Wien im Jahr 2025 tatsächlich über 390 Polizisten weniger zur Verfügung hatte. Gleichzeitig kam es zu massiven personellen Abflüssen: 412 Beamte verließen freiwillig den Dienst, 44 wurden in andere Bundesländer versetzt und zahlreiche weitere ins Innenministerium abgezogen oder dienstzugeteilt. „Diese Kräfte fehlen tagtäglich auf Wiens Straßen“, so Maier.
Besonders scharf kritisierte Maier die Darstellung von ÖVP-Innenminister Karner: „Von einem Personalzuwachs zu sprechen, ist ein bewusstes Täuschungsmanöver. Es werden nur Neuaufnahmen den Pensionierungen gegenübergestellt, während Kündigungen, Versetzungen und interne Abzüge einfach ausgeblendet werden.“
Gleichzeitig werde bei der Polizei massiv gespart. Statt der geplanten 2.500 Neuaufnahmen bundesweit wurden 2025 nur 1.422 tatsächlich umgesetzt, in Wien lediglich 775. Zudem wurden Streifen reduziert, Inspektionen eingeschränkt geöffnet und Krankenstände nicht nachbesetzt. „Das ist ein sicherheitspolitischer Blindflug auf Kosten der Bevölkerung und der Polizisten“, warnte Maier.
Berger und Maier sehen darin eine brandgefährliche Entwicklung: „Weniger Polizisten treffen auf mehr Kriminalität – das ist die Realität in Wien“, so Berger.
Die FPÖ fordert daher ein ehrliches Bekenntnis zur Polizei, eine echte und nachhaltige Personaloffensive, ein Ende der geschönten Zahlen sowie eine Stärkung der Polizeipräsenz auf Wiens Straßen. Auch das geplante neue Dienstzeitmodell müsse gestoppt werden, da es die Situation weiter verschärfen würde.
„Sicherheit ist kein PR-Thema, sondern ein Grundrecht der Wiener Bevölkerung. Wien braucht endlich wieder echte Sicherheitspolitik statt Schönfärberei“, bekräftigten Berger und Maier.
Klub der Wiener Freiheitlichen
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