Emmerling sagt illegalem Vape-Verkauf an Kinder den Kampf an: Marktamt kontrolliert ab sofort 365 Tage im Jahr

Wiens Vizebürgermeisterin Bettina Emmerling stellt das Vorgehen gegen den illegalen Verkauf von Vapes, Nikotinbeuteln und anderen Nikotinprodukten an Minderjährige um. Statt einzelner Schwerpunktaktionen wird das Marktamt ab sofort durchgehend kontrollieren, ohne Ankündigung und das ganze Jahr über. Parallel dazu intensiviert die Stadt die Zusammenarbeit mit dem Tabakbüro der AGES, um auch Lieferwege konsequent zu verfolgen.

_“Hier wird auf dem Rücken der Kindergesundheit Geschäft gemacht und gezielt Sucht aufgebaut. Wer Kinder zur Zielgruppe macht, hat in Wien ein Problem mit mir“_, betont Vizebürgermeisterin und Jugendstadträtin Bettina Emmerling und ergänzt:_ „Wer mit offenen Augen durch die Stadt geht, sieht das Problem vor Schulen und in Parks. Jugendliche, kaum im Teenageralter, ziehen an bunten Einweggeräten und pusten Dampfwolken.“_

Die Produkte sind erkennbar auf Kinder und Jugendliche zugeschnitten. Bunte Plastikgeräte mit Affenmotiven, Aromen von Mango bis Minze, beim Ziehen leuchten manche wie ein Discostroboskop. Der Nikotingehalt ist hoch und kann an jenen klassischer Zigaretten heranreichen.

Eine seit Februar laufende Schwerpunktaktion des Marktamts hat in Handelsbetrieben bei 366 Überprüfungen 170 Anzeigen nach sich gezogen. Dabei wurden unter anderem Verstöße gegen das Tabak- und Nikotinverkaufsverbot an Minderjährige festgestellt, ebenso gegen das Werbeverbot für Tabak- und Nikotinprodukte und das Verkaufsverbot von Alkohol an Jugendliche. Im Visier waren und bleiben vor allem Handyshops, Callshops und Paketshops, in denen Vapes nicht offen im Sortiment liegen, sondern auf Codewort unter dem Tresen hervorgeholt werden. In einem Fall observierten Ermittler in Zivil drei Wochen lang ein Geschäft, ehe Marktamt, Polizei und Zoll gemeinsam einrückten.

KLARE RECHTSLAGE, EMPFINDLICHE STRAFEN

Eine Grauzone gibt es nicht. Der Verkauf von Tabak- und Nikotinprodukten an Personen unter 18 Jahren ist verboten. Verstöße gegen das Tabakgesetz können mit bis zu 14.600 Euro geahndet werden, Übertretungen des Wiener Jugendschutzgesetzes mit bis zu 15.000 Euro. Ab 1. Juli 2026 dürfen Vapes und Nikotinprodukte bundesweit ausschließlich in Tabaktrafiken verkauft werden.

Emmerling: _“Illegale Verkäufer müssen wissen, in Wien wird ab sofort 365 Tage im Jahr kontrolliert. Jedem Hinweis an das Marktamt wird nachgegangen.“_

Hinweise nimmt das Marktamt (MA 59) unter 01/4000-8090 entgegen, auf Wunsch auch anonym.

Marko Knöbl
Mediensprecher Vizebürgermeisterin Bettina Emmerling
Telefon +43 1 4000 83203
E-Mail: marko.knoebl@wien.gv.at

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