Besser VORSORGEN als schlecht sehen!
1 x im Jahr zum Augenarzt!
Die Augen sind zweifellos eines unserer wichtigsten Organe. Deshalb sollte man sich auch regelmäßig um deren Gesundheit kümmern. Aufgrund der stark steigenden Zahlen bei Kurzsichtigkeit (Myopie) ruft die Österreichische Ophthalmologische Gesellschaft (ÖOG) Kinder und Jugendliche sowie Erwachsene ab dem 40. Lebensjahr zum jährlichen Augenarztbesuch auf, alle anderen Altersstufen nach Rücksprache mit Augenarzt/-ärztin.
RISIKOFAKTOR MYOPIE UND SEINE FOLGEERKRANKUNGEN
Große internationale Prävalenzstudien zeigen einen klaren Trend zur Zunahme der Myopie in Europa. Man rechnet bis 2050 damit, dass rund die Hälfte der Bevölkerung kurzsichtig sein wird. Auch in Österreich kann ein ähnlicher Trend beobachtet werden. Problematisch ist dies vor allem deshalb, weil bei höherer Myopie das Risiko für damit assoziierte Folgeerkrankungen des Auges einhergehen. So erhöht sich das Risiko bei Kurzsichtigen, an einer myopen Makulopathie zu erkranken, um 58 %, das Risiko für ein Offenwinkelglaukom um 20 % und das Risiko für eine Netzhautabhebung um 30 %!
„Diese Daten unterstreichen die medizinische Notwendigkeit von Maßnahmen zur Früherkennung und Behandlung der Myopie Progression. Die angeführten visusbedrohenden Augenerkrankungen sowie die steigende Myopie Prävalenz stellen eine zunehmend relevante Herausforderung für das Gesundheitssystem dar. Die beste (Kosten-)Effektivität ist daher eine gezielte Prävention durch regelmäßige augenärztliche Kontrollen in den „heiklen“ Altersgruppen,“ so MR Dr. Gabriela Seher, Präsidentin der ÖOG.
PRÄVENTION IN DER AUGENGESUNDHEIT MACHT SICH BEZAHLT
Im kürzlich von der ÖOG veröffentlichtem „Weißbuch der Augenheilkunde“ wird als einer der Schwerpunkte, die gemeinsam von Gesundheitspolitik, Sozialversicherung und Versorgungspartnern vorangetrieben werden sollen, die Prävention genannt, Die ÖOG empfiehlt dafür eine breit angelegte Informationskampagne zur Augengesundheit, weiters gezielte Untersuchungen bei Kindern (insbesondere Myopie-Screenings in Kindergarten und Volksschule) und eine bessere augenärztliche Betreuung älterer und hilfsbedürftiger Menschen. Eine frühe Diagnostik ist bei den meisten Augenerkrankungen entscheidend, weil ein Sehverlust häufig irreversibel verläuft.
„Die Untersuchung im Mutter-Kind-Pass ist daher ebenso wichtig wie eine jährliche Kontrolle im Kindes- und Jugendalter, um etwaige Sehstörungen, v.a. aber die Myopie frühzeitig zu entdecken und entsprechend zu behandeln und auch im Erwachsenenalter etwaige Folgeerkrankungen rechtzeitig abzufangen. Deshalb der Augengesundheit zuliebe: „Besser Vorsorgen und 1x im Jahr zum Augenarzt“, so Dr. Gabriela Seher abschließend.
INFORMATIONEN DER ÖOG ZUM THEMA MYOPIE
Alle relevanten Informationen zum Thema Myopie, finden Sie auf: https://www.augen.at/myopie/ und zu Behandlung und Studien in der Leitlinie Myopie: https://www.augen.at/downloads/dokumente/2025/OeOG_Leitline_Myopie_V2.0.pdf
Österreichische Ophthalmologische Gesellschaft (ÖOG) – die
österreichischen Augenärztinnen und Augenärzte
Ingrid Wallner, MBA
Telefon: +43 (0)660/275 79 35
E-Mail: ingrid.wallner@augen.at
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS. www.ots.at
© Copyright APA-OTS Originaltext-Service GmbH und der jeweilige Aussender
Kommentare sind geschlossen, aber trackbacks und Pingbacks sind offen.