FPÖ – Haider: „Count-EmissionsEU bringt sinnlose Bürokratie für Verkehrsunternehmen“

Statt versprochener Entbürokratisierung wird Bürokratie auf die Spitze getrieben

„Mit der neuen CountEmissionsEU-Verordnung bringt die EU schon wieder das nächste sinnlose Bürokratiemonster auf Schiene“, kritisiert der freiheitliche Europaparlamentarier Mag. Roman Haider die neue Verordnung – am Dienstag war CountEmissionsEU Abstimmungsgegenstand im Plenum des Europaparlaments.

In Zukunft müssten Verkehrsunternehmen, die ihre Emissionen bekanntgeben, dies nach einer vordefinierten Methode machen. Es müssten sämtliche Teilschritte einer Transportkette einzeln betrachtet und gewichtet werden wie Beladung, Fahrt, Entladung, Leerfahrten, Auslastungsgrad, Fahrzeugtyp, Kraftstoffart und sogar Temperaturanforderungen (beispielsweise bei Kühltransporten).

„Wenn man allein die Wiener Linien als großes städtische Transportunternehmen betrachtet, bekommt man eine Vorstellung vom damit verbundenen Aufwand“, erklärt Haider. Die Wiener Linien müssten nicht nur den Strom und Treibstoffverbrauch berechnen, sondern zusätzlich den Strommix Österreichs beziehungsweise den genauen Emissionsfaktor des verwendeten Diesels oder Biomethans berücksichtigen, die Emissionen aus der Stromerzeugung und -verteilung einrechnen, den durchschnittlichen Belegungsgrad der Züge oder Busse gewichten und Leer- bzw. Rückfahrten anteilig zuordnen. All das werde dann in Gramm CO2-Äquivalent pro Personenkilometer umgerechnet. Damit sei es aber nicht getan, denn die Wiener Linien müssten noch viele weitere Faktoren berücksichtigen wie Leer- und Depotfahrten, Stromverluste im Netz müssten jedem einzelnen Passagier zugeteilt werden, Bremsenergierückspeisung nach Belegungsgrad sollten zugeteilt werden und weiter die unterschiedlichen Belegungsgrade zu verschiedenen Tageszeiten sowie die Herkunft des Stroms für die Fahrt, inklusive des genauen Herkunftsnachweises, dargestellt werden.

„So viel zur Entbürokratisierung, die uns von der Leyen versprochen hat. Wie in der letzten Periode lehnen wir Freiheitliche den Vorschlag ab. Die EVP hat ihn damals auch abgelehnt, sind aber jetzt plötzlich unter dem Banner der „Entbürokratisierung“ dafür. Jeder weitere Kommentar erübrigt sich“, schließt Haider.

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