WKÖ-Danninger: Einseitiger Rechtsanspruch auf Stundenaufstockung ist der absolut falsche Weg

Anreize für Mehrarbeit schaffen, Kinderbetreuung ausbauen, Betrieben die nötige Flexibilität erhalten

Die Wirtschaft steuert aufgrund der demografischen Entwicklung auf eine immer größere Fachkräftelücke zu. „Deshalb gilt es auf Anreize zu setzen, die Vollzeitarbeit attraktiver machen und Mehrarbeit finanziell belohnen. Zwangsmaßnahmen für Unternehmen wie etwa ein einseitiger Rechtsanspruch auf Stundenaufstockung sind hier ganz klar der falsche Weg“, betont WKÖ-Generalsekretär Jochen Danninger zu den aktuellen Aussagen von Sozialministerin Korinna Schumann. „Gerade in wirtschaftlich herausfordernden und extrem volatilen Zeiten brauchen die Betriebe größtmögliche Flexibilität, um konjunkturelle Schwankungen ausgleichen und wirtschaftlich handlungsfähig bleiben zu können“, so Danninger weiter. Das sei letztlich auch im Interesse der Arbeitsplatzsicherheit für die Mitarbeiter.

KINDERBETREUUNG WEITER AUSBAUEN

Weitgehende Einigkeit bestehe hingegen beim weiteren Ausbau der Kinderbetreuung, der auch eine langjährige Forderung der Wirtschaft sei. „Für viele Eltern wird Vollzeitarbeit erst durch ausreichende Kinderbetreuungsangebote möglich. Hier braucht es weitere konsequente Schritte, um den Eltern echte Wahlfreiheit zu ermöglichen“, so Danninger, der abschließend klarstellt: „Die moderne Arbeitswelt und das insgesamt sehr volatile Konjunkturumfeld erfordern mehr denn je Flexibilität. Die Normalarbeitszeit wird aus gutem Grund gemeinsam vereinbart. Niemand sollte daher der jeweils anderen Seite dauerhaft einseitig das Ausmaß der Arbeitszeit aufzwingen können.“

Andreas Jilly
Sprecher der Wirtschaftskammer Österreich
Telefon: 0590900 4462
E-Mail: andreas.jilly@wko.at

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