Marchetti: „Mit Sozialromantik und Naivität löst man keine Probleme in der Schule“
ÖVP-Bildungssprecher zu Kritik von Wiederkehr und Himmer: Wer Wien als Vorbild verkaufen will, hat den Bezug zur Realität verloren
„Mit Sozialromantik und Naivität löst man keine Probleme in der Schule. Wenn SPÖ-Bildungssprecher Himmer so tut, als gäbe es in Wiener Klassenzimmern keine massiven Integrationsherausforderungen, dann verschließt er die Augen vor der Lebensrealität tausender Lehrerinnen und Lehrer, Schülerinnen und Schüler und ihrer Eltern. Gemeinsames Lernen ist kein Zauberwort, das fehlende Deutschkenntnisse, überforderte Standorte und mangelnde Ressourcen über Nacht verschwinden lässt. Dass ausgerechnet Bildungsminister Wiederkehr Niederösterreich als ‚Zentrum der Reformverweigerung‘ bezeichnet, ist angesichts der Wiener Bildungsbilanz von Wiederkehr und Himmer geradezu grotesk. Das ist jenes Wien, in dem unter seiner Verantwortung jedes dritte Kind die Volksschule ohne ausreichende Deutschkenntnisse verlässt. Mit so einer Leistungsbilanz als Wiener Bildungsstadtrat auf andere Bundesländer hinzuhauen, die funktionierende Strukturen haben, ist unglaubwürdig und entbehrlich. Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner hat in ihrem Befund recht: Die Volksschule ist nicht zu kurz, nur weil in Wien zu viele Migrantinnen und Migranten in der Volksschule sitzen. Wir als Volkspartei stehen für eine ehrliche Bildungspolitik, die Probleme benennt und löst, anstatt sie mit wolkigen Überschriften zuzudecken oder die Schuld bei jenen zu suchen, die Missstände offen ansprechen“, so ÖVP-Bildungssprecher Nico Marchetti.
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