FPÖ – Kaniak: „Ärztemangel trotz hunderter arbeitsloser Jungmediziner – ungeachtet freiheitlicher Warnungen!“
Als ein „verheerendes Zeugnis für die Systemparteien und der zuständigen SPÖ-Gesundheitsministerin Schumann“ kritisierte heute der freiheitliche Gesundheitssprecher und Vorsitzende des parlamentarischen Gesundheitsausschusses NAbg. Mag. Gerhard Kaniak die untragbaren Zustände in der Ärzteausbildung. Während die schwarz-rot-pinke Regierung den Ärztemangel beklage, müssen hunderte heimische Medizin-Absolventen monatelang auf einen Ausbildungsplatz für die Basisausbildung warten und werden dadurch ins Ausland getrieben.
„Es ist an Absurdität nicht zu überbieten: Wir investieren Hunderttausende Euro an Steuergeld in die Ausbildung eines jeden einzelnen Medizinstudenten, nur um ihm nach dem Abschluss die Tür vor der Nase zuzuschlagen. Anstatt unsere hochqualifizierten jungen Ärzte mit offenen Armen zu empfangen, zwingen wir sie durch fehlende Ausbildungsplätze in die Arbeitslosigkeit oder treiben sie direkt in die Arme von Deutschland und der Schweiz. Das ist kein Zufall, das ist organisiertes Versagen!“, so Kaniak.
„Die schwarz-rot-pinke Verlierer-Koalition beklagt medienwirksam den Ärztemangel und die bevorstehende Pensionierungswelle, unternimmt aber exakt nichts, um die selbst produzierte Ausbildungskrise zu lösen. Während unsere Absolventen Taxi fahren, um über die Runden zu kommen oder ins Ausland gehen, bleiben Ordinationen auf dem Land unbesetzt und die Versorgungssicherheit der Österreicher bröckelt – hier wird wieder auf dem Rücken der Bevölkerung gespart“, erklärte Kaniak.
Es könne nicht sein, dass junge Menschen den extrem selektiven Aufnahmetest für das Studium bestehen, sechs Jahre in ihr Studium investieren und dann vom System im Stich gelassen werden. Die Verantwortung liege hier klar bei SPÖ-Gesundheitsministerin Schumann, die es verabsäume, eine österreichweite, koordinierte Lösung zu schaffen.
„Wir fordern einen sofortigen Ausbildungsgipfel von Gesundheitsministerium, Ländern, Ärztekammer und Universitäten.“ Bereits zu Beginn des Jahres stellte Kaniak einen Antrag im Nationalrat, der das Problem einfach und effektiv hätte lösen können. Dieser wurde jedoch, wie immer, von ÖVP, SPÖ und NEOS auf Nimmerwiedersehen vertagt: „Einerseits benötigen wir eine Ausbildungsgarantie mit der Einrichtung eines bundesweiten ‚Ausbildungspools‘ zur Schaffung zusätzlicher Plätze und andererseits ein einheitliches Stipendiensystem, das Medizinstudenten im Gegenzug für eine befristete Tätigkeit im öffentlichen Gesundheitssystem finanziell unterstützt. Das würde nicht nur Studenten und Absolventen aus Österreich betreffen, sondern all jene, die an unserer medizinischen Universität studieren, ob aus dem In- oder Ausland stammend.“
„Warum sich ÖVP, SPÖ, NEOS und SPÖ-Ministerin Schumann diesen einfachen Schritten verschließen, bleibt mir ein Rätsel. Anscheinend hat diese Regierung gar kein Interesse daran, die medizinische Versorgung in Österreich sicherzustellen. Der Zeitpunkt eines Systemwechsels, auch in unserer Gesundheitspolitik, rückt immer näher – zum Wohle unseres Landes und seiner Bevölkerung“, stellte Kaniak abschließend fest.
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