Einzigartig in Europa: Österreich entwickelt Zivilschutz-App ZIVA

Erste Zivilschutz-App Europas, die Gefahrenanalyse, personalisierte Vorsorge und Live-Warnungen vereint

* ERSTE ZIVILSCHUTZ-APP EUROPAS, DIE GEFAHRENANALYSE, PERSONALISIERTE VORSORGE UND LIVE-WARNUNGEN VEREINT
* ÜBER 120 ORGANISATIONEN AUS GANZ ÖSTERREICH AN DER ENTWICKLUNG BETEILIGT
* START DES TESTBETRIEBS AB HEUTE
* OFFIZIELLER LAUNCH FÜR ANFANG SEPTEMBER 2026 GEPLANT
* DIGITALER BEVÖLKERUNGSSCHUTZ NEU GEDACHT – INDIVIDUELL, BARRIEREFREI UND ALLTAGSNAH

Mehr als 120 Organisationen, über zwei Jahre Entwicklungsarbeit, drei User-Testphasen und ein europaweiter Ausschreibungsprozess: Mit ZIVA startet heute die neue Zivilschutz-App des Österreichischen Zivilschutzverbandes (ÖZSV) in den Testbetrieb. Die App ist in Europa einzigartig, da sie erstmals Gefahrenanalyse, personalisierte Vorsorgeempfehlungen und Echtzeit-Warnungen auf einer Plattform vereint. Heute wurde sie von Bundesminister für Inneres Gerhard Karner und ÖZSV-Präsident Andreas Hanger im Rahmen des offiziellen Starts der Beta-Phase vorgestellt.

BEVÖLKERUNGSSCHUTZ IN ECHTZEIT

Die Idee zu ZIVA entstand bereits Ende 2022 mit dem Ziel, klassische, gedruckte Zivilschutzinformationen in einer digitaler Anwendung zu zusammenzuführen. Im Mittelpunkt stand von Beginn an eine zentrale Frage: Welche Informationen brauchen Menschen im Ernstfall tatsächlich – und in welcher Form?

Mit dem Inkrafttreten des Rettungs- und Zivilschutzorganisationen-Unterstützungsgesetzes im Jänner 2024 erhielt das Projekt die notwendigen finanziellen Mittel für die Umsetzung.

„Eine starke Initiative des Zivilschutzverbandes“, sagte Innenminister Gerhard Karner zu den Vorteilen der neuen Zivilschutz-App. „Dank der neuen Zivilschutz-App sind alle wichtigen Informationen, Gefahrenhinweise und Warnungen zentral und in Echtzeit abrufbar.“.

120+ ORGANISATIONEN MIT EINEM GEMEINSAMEN ZIEL

Die Entwicklung von ZIVA ist in ihrer Breite außergewöhnlich: Mehr als 120 Organisationen aus ganz Österreich waren in den Entstehungsprozess eingebunden. Beteiligt waren Bundesbehörden, darunter mehrere Ministerien, Fachabteilungen sowie GeoSphere Austria, ebenso wie Landesbehörden, also Katastrophenschutzabteilungen und Fachabteilungen aller Bundesländer. Aus dem Bereich der Einsatzorganisationen wirkten der Bundesfeuerwehrverband, das Rote Kreuz, der Samariterbund, die Johanniter, die Malteser und die Wasserrettung mit. Auch Wissenschaft und Forschung waren vertreten – unter anderem das DCNA, die BOKU Wien und die TU Wien. Darüber hinaus brachten Infrastruktur- und Versorgungspartner wie Wasser- und Abwasserverbände, Entsorgungsbetriebe, Verkehrsverbünde, APG und ASFINAG ihr Fachwissen ein. Behindertenorganisationen sorgten gemeinsam mit dem Entwicklungsteam für eine inklusive und barrierefreie Umsetzung.

In vier großen Workshops wurden Krisenszenarien gemeinsam durchgespielt und evaluiert. Das Ergebnis ist eine zentrale Empfehlungsdatenbank, die das inhaltliche Herzstück der App bildet.

EINZIGARTIG IN EUROPA

ZIVA ist aktuell die erste App in Europa, die Gefahrenassessment, individuellen Vorsorgeempfehlungen und Echtzeit-Warnmeldungen miteinander verbindet.

Andere vergleichbare Anwendungen decken einen oder bestenfalls zwei dieser Bereiche ab. ZIVA vereint alle drei auf einer Plattform. Vor allem die individualisierten Vorsorgemaßnahmen, die auf Wohnort und Haushaltssituation abgestimmt sind, suchen europaweit ihresgleichen.

Was Nutzer:innen in ZIVA konkret finden, ist eine Kombination aus AKUTEN WARNMELDUNGEN, KLAREN HANDLUNGSEMPFEHLUNGEN UND VORBEREITENDEN INFORMATIONEN: Die App informiert per Push-Nachricht über Gefahren wie Unwetter, Brände, Stromausfälle oder sicherheitsrelevante Ereignisse und gibt dazu unmittelbare Verhaltensanweisungen. Ergänzend können standortbezogene Risiken (z. B. Hochwassergefährdung) abgerufen sowie personalisierte Vorsorge-Checklisten und Notfallanleitungen genutzt werden – etwa für Blackouts oder Evakuierungen.

ZIVA ergänzt bestehende Systeme wie AT-Alert zudem durch zusätzliche Funktionen, etwa die Möglichkeit, gezielt mehrere Standorte zu abonnieren.

„Mit ZIVA verbinden wir erstmalig öffentliche Gefahrenpläne und -warnungen mit konkreten und individuellen Handlungsempfehlungen. Wir begleiten die Menschen bei ihrer eigenen Vorbereitung und Sorgen dafür, dass aus Information auch Sicherheit wird“, erklärt Andreas Hanger, Präsident des Österreichischen Zivilschutzverbandes.

BETA-PHASE STARTET – DIE 120 ORGANISATIONEN SIND WIEDER TEIL DES PROZESSES

Mit dem heutigen Start der Beta-Phase beginnt die finale Testphase. Dieselben Partnerorganisationen, die ZIVA inhaltlich mitgestaltet haben, werden nun als erste eingeladen, die App zu testen und ihr abschließendes Feedback einzubringen. Der finale Launch für die breite Öffentlichkeit ist für Anfang September 2026 geplant – nach Abschluss der Beta-Phase und Auswertung des Nutzerfeedbacks.

ZIVA wird für Android und iOS verfügbar sein. Im Verlauf des Sommers folgt eine Web-Version, eingebunden in die neue Website des ÖZSV. Die App ist kostenlos und werbefrei. „ZIVA ist das Ergebnis eines Prozesses, der so noch nie dagewesen ist – und genau das verpflichtet uns, ihn konsequent zu Ende zu führen. Die Beta-Phase ist kein Formalakt, sondern ein echtes Qualitätsmerkmal: Wir nehmen uns die Zeit, die es braucht, um den Menschen in Österreich ein Werkzeug zu geben, auf das sie sich im Ernstfall wirklich verlassen können“_,_ führt Josef Farda, Bundesgeschäftsführer des Österreichischen Zivilschutzverbandes und Leiter des Projekts, aus.

ÜBER DIE ENTWICKLUNGSPARTNER

Die Benutzeroberfläche und Nutzererfahrung wurden von der Tiroler Agentur Empatic UX konzipiert und in drei unabhängigen User-Testphasen geprüft, bevor auch nur eine Zeile Code geschrieben wurde. Dieser konsequente Ansatz ist im Bereich öffentlicher digitaler Infrastruktur alles andere als selbstverständlich.

Die technische Entwicklung der App wurde nach einer europaweiten Ausschreibung an die CPB Software AG aus Wien vergeben – ein Zeichen des Vertrauens in die Kompetenz heimischer IT-Unternehmen.

Österreichischer Zivilschutzverband
Mag. Vanessa Kahr, Pressesprecherin
Telefon: +43 (0) 664-88918167
E-Mail: presse@zivilschutz.at
Website: https://www.zivilschutz.at

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