Die „Nuda veritas“ von Gustav Klimt zu Gast in Italien
Kostbare Leihgabe aus dem Theatermuseum steht im Zentrum einer Ausstellung in der Villa Manin bei Udine
Heute eröffnet in der Villa Manin in Passariano bei Udine die Ausstellung _UN CAPOLAVORO A VILLA MANIN: NUDA VERITAS. KLIMT_ / _EIN MEISTERWERK IN DER VILLA MANIN. NUDA VERITAS. KLIMT_, in der sich alles um Gustav Klimts ikonisches Gemälde „Nuda Veritas“ aus dem Wiener Theatermuseum dreht. Die kleine und feine Schau ist in Zusammenarbeit des KHM-Museumsverbands mit der Ente Regionale per il Patrimonio Culturale del Friuli Venezia Giulia (ERPAC FVG) sowie MondoMostre entstanden. Kuratiert wurde die Präsentation von Cäcilia Bischoff, Kuratorin für Internationale Projekte im Kunsthistorischen Museum.
Der KHM-Museumsverband setzt 2026 mit Sonderausstellungen und Ausstellungskooperationen in Rom, Triest und jetzt in Udine einen Italien-Schwerpunkt. Mit dieser kostbaren Leihgabe, die nur selten außerhalb ihres gewohnten Kontextes zu erleben ist, unterstreicht das Theatermuseum, seit 2001 Teil des KHM-Museumsverbands, die enge internationale Zusammenarbeit mit italienischen Kulturinstitutionen.
EIN MANIFEST FÜR KÜNSTLERISCHE UNABHÄNGIGKEIT
Als Klimt das Werk 1899 präsentierte, galt es als Absage an akademische Konventionen und moralische Erwartungen seiner Zeit. Die nackte, frontal blickende Frauenfigur wurde zu einem programmatischen Bild der Wiener Secession und zu einem Manifest künstlerischer Freiheit. Es kam über den Nachlass von Gustav Klimts langjährigen Freund, Kunstkritiker und Dramatiker Hermann Bahr in den Bestand des Theatermuseums.
„Gustav Klimts „Nuda Veritas“ verkörpert eine künstlerische Haltung, die Wahrheit nicht als Komfortzone, sondern als intellektuelle Herausforderung versteht. Die Präsentation dieses ikonischen Meisterwerks aus dem Wiener Theatermuseum in der Villa Manin ist daher auch eine kraftvolle europäische Geste: Die kulturellen Verbindungen zwischen Wien und Italien, zwischen der Wiener Moderne und der mediterranen Welt, sind seit langem Teil einer gemeinsamen europäischen Ideengeschichte und eines künstlerischen Austauschs. Gerade in einer Zeit strategischer Lügen und erneuter sozialer Spannungen erinnert uns Klimts Werk daran, dass Europa immer auch ein Projekt der Offenheit, des Dialogs über die Wahrheit und der künstlerischen Freiheit war.“ – Jonathan Fine, Generaldirektor des KHM-Museumsverbands
SPANNUNGSREICHER AUSTAUSCH IN DER VILLA MANIN
Über mehrere Räume werden Besucher und Besucherinnen an Klimts Werk, seine Entstehungszeit und die Wiener Secession herangeführt. Ein Schwerpunkt der Ausstellung widmet sich den vielfältigen Lesarten der „Nuda Veritas“.
Besondere Aufmerksamkeit gilt auch dem Dialog zwischen Klimts Werk und einem vom französischen Maler Louis Dorigny Anfang des 18. Jahrhunderts für die Sala di Flora in der Villa Manin geschaffenen Freskos.
Die Präsentation knüpft ebenso an Klimts enge Beziehung zu Italien an, wo seine Werke früh auf großes Interesse stießen und zuletzt in großen Ausstellungen unter anderem in Rom und Piacenza zu sehen waren.
EIN MEISTERWERK IN DER VILLA MANIN
KHM-Museumsverband
Theatermuseum
Dr. Mag. Wolfgang Lamprecht (ext. Leitung)
Mag. Sarah Aistleitner
Tanja Stigler
T + 43 1 525 24 – 4019
presse@theatermuseum.at
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