FPÖ – Deimek: „Starke Bundesländer brauchen starke Flughäfen und internationale Anbindungen“
Freiheitliche fordern Standort- und Anbindungsgarantie für den Flughafen Linz sowie klare Verantwortung staatlich gestützter Airlines
„Es ist positiv, dass die Regierungsparteien anerkennen, dass unsere Bundesländer und Regionalflughäfen eine strategische Bedeutung für Wirtschaft, Tourismus und internationale Erreichbarkeit haben. Auch die Überarbeitung der Luftfahrtstrategie 2040+ sowie die Anerkennung der Flughäfen als wirtschaftliche Infrastruktur sind grundsätzlich richtige Schritte“, erklärte heute der oberösterreichische FPÖ-Nationalratsabgeordnete Gerhard Deimek zu Beginn seines Debattenbeitrags zur Sicherung des Flughafenstandorts Linz und der internationalen Anbindung Oberösterreichs.
„Leider bleibt der Regierungsantrag jedoch bei allgemeinen Formulierungen stehen. Österreich ist ein Wirtschafts-, Industrie- und Exportland, und Oberösterreich ist der stärkste Motor dieses Landes. Gerade deshalb braucht Oberösterreich echte internationale Anbindungen. Der Flughafen Linz ist nicht irgendein regionaler Flugplatz, sondern ein zentraler Bestandteil eines exportorientierten Industriestandorts. Zahlreiche Unternehmen sind auf verlässliche internationale Drehkreuzanbindungen angewiesen. Genau diese Verbindungen wurden jedoch Schritt für Schritt zurückgenommen“, erklärte Deimek.
Kritisch äußerte sich der freiheitliche Abgeordnete dabei insbesondere zur Rolle der Austrian Airlines beziehungsweise des Lufthansa-Konzerns. „Während die AUA in der Corona-Krise massiv mit Steuergeld gestützt wurde, müsste man eigentlich erwarten können, dass österreichische Regionen nicht einfach vom internationalen Flugnetz abgekoppelt werden“, so Deimek.
„Genau aus diesem Grund fordern wir eine klare Standortgarantie für den Flughafen Linz, eine verbindliche Anbindungsgarantie sowie die Verpflichtung staatlich gestützter Airlines, ihrer Verantwortung gegenüber den österreichischen Regionen gerecht zu werden“, betonte Deimek.
Kritik übte Deimek auch an der immer wieder geäußerten Ansicht, eine Bahnfahrt zum Flughafen Wien könne regionale Flugverbindungen ersetzen. „Natürlich kann man mit dem Zug von Linz nach Wien fahren. Aber wer nach rund zwei Stunden Zugfahrt am Flughafen Wien ankommt, ist noch lange nicht Teil des internationalen Luftverkehrssystems. Danach folgen erst Check-in, Gepäckaufgabe und Sicherheitskontrolle. Dazu kommt das Risiko von Zugverspätungen. Wenn der Zug Verspätung hat und der Flug verpasst wird, beginnt für die Reisenden das eigentliche Problem“, erklärte Deimek.
„Ein Zubringerflug ab Linz bedeutet hingegen, bereits Teil des internationalen Luftverkehrssystems zu sein. Das Gepäck wird durchgecheckt, die Passagiere befinden sich unmittelbar im internationalen Drehkreuzverkehr und sparen wertvolle Zeit. Während Reisende aus Österreich noch im Zug nach Wien sitzen, sind Passagiere aus vergleichbaren Regionen Europas bereits eingecheckt oder auf dem Weiterflug. Genau das ist der entscheidende Unterschied“, so Deimek weiter.
„Unsere Betriebe brauchen starke Bundesländerflughäfen und das nicht aus Prestigegründen, sondern aus wirtschaftlicher Vernunft. Oberösterreich darf nicht zum Randgebiet internationaler Erreichbarkeit werden. Ein starkes Industrie- und Exportland braucht starke internationale Verbindungen“, betonte Deimek.
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