Jüdisches Museum Wien eröffnet „A Muslim, a Christian and a Jew” von Eran Shakine

Das Jüdische Museum Wien, ein Museum der Wien Holding, eröffnete gestern Abend die Ausstellung „A Muslim, a Christian and a Jew” des israelischen Künstlers Eran Shakine im Museum Dorotheergasse. Zahlreiche Gäste aus Politik, Kultur und Medien nahmen an der Eröffnung teil, darunter Vertreter bedeutender Kulturinstitutionen, Botschaften sowie der Stadt Wien. Eran Shakine war persönlich aus Tel Aviv angereist und bei der Eröffnung anwesend. Für die musikalische Begleitung des Abends sorgte Klezzthree (Maciej Golebiowski, Efe Turumtay, Benjy Fox-Rosen).

Im Zentrum der Ausstellung steht Shakines gleichnamige Werkserie, deren Titel zunächst wie der Beginn eines Witzes klingt, die sich jedoch humorvoll und zugleich tiefgründig mit den Gemeinsamkeiten und Unterschieden der drei monotheistischen Religionen auseinandersetzt. Ein Muslim, ein Christ und ein Jude begegnen einander in alltäglichen, poetischen und manchmal absurden Situationen – nicht als Gegensätze, sondern als Menschen mit gemeinsamen Hoffnungen, Fragen und Verletzlichkeiten.

Die Atmosphäre der Ausstellung wird maßgeblich durch Pflanzen geprägt, die die Wiener Stadtgärten eigens für die Ausstellung zur Verfügung stellen.

Barbara Staudinger, Direktorin des Jüdischen Museums Wien, betonte in ihrer Eröffnungsrede: „In einer Zeit, in der religiös motivierter Hass immer tiefere Gräben zwischen Bevölkerungsgruppen gräbt, stellt Eran Shakine in seinen Bildern einfache Fragen: Warum arbeiten wir nicht zusammen für ein größeres Ziel? Warum erwarten wir erlöst zu werden, anstatt uns gegenseitig zu retten? Seine Antworten sind vielschichtig, aber immer radikal optimistisch.”

Kurator Hannes Sulzenbacher erklärte: „Eran Shakines Werkzyklus zeigt, dass das Gemeinsame nicht in den großen Offenbarungen liegt, sondern im alltäglichen Vollzug des Menschseins. Plötzlich wird greifbar, dass es möglich sein könnte, das gemeinsame Leben. Und dennoch ist es eine der größten Herausforderungen auf unserem Planeten.”

Die Amtsführende Stadträtin für Kultur und Wissenschaft, Veronica Kaup-Hasler, hob die gesellschaftliche Relevanz der Ausstellung hervor: „Das Jüdische Museum Wien präsentiert einen vielschichtigen Dialog über Zusammenleben, gegenseitigen Respekt und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Eran Shakine verbindet in seinen pointierten Malereien und Zeichnungen religiöse Motive mit popkulturellen Anspielungen und alltäglichen Szenen und schafft damit Arbeiten, die zugleich humorvoll, zugänglich und gesellschaftlich relevant sind. Seine Werke machen sichtbar, wie wichtig Offenheit, Perspektivenvielfalt und das Verbindende für unsere Gesellschaft sind.”

Gregor H. Lersch, Direktor des Museum Casa di Goethe, erklärte: „Mit Eran Shakines Arbeiten wird eine künstlerische Position aus Israel gezeigt, die trotz aller Brüche und Konflikte weiter an die Möglichkeit eines gemeinsamen Miteinanders glaubt.”

Wien als historischer Ort der Begegnung, aber auch der Spannungen zwischen den abrahamitischen Religionen, bildet einen zentralen Resonanzraum der Ausstellung. Mit Humor, Präzision und großer Menschlichkeit eröffnet Eran Shakine neue Perspektiven auf das Zusammenleben in einer zunehmend polarisierten Gegenwart.
Eran Shakine wurde 1962 in Israel als Sohn eines französischen Vaters und einer ungarischen Schoa-Überlebenden geboren. Er lebt und arbeitet in Tel Aviv. Seine Arbeiten wurden international ausgestellt und sind in zahlreichen Sammlungen vertreten.

Mag.a Natascha Golan
Presseabteilung Jüdisches Museum Wien
Telefon: 0699 15 20 55 54
E-Mail: natascha.golan@jmw.at
Website: https://www.jmw.at

Alexander Hirschmann
Wien Holding – Corporate Communications
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E-Mail: a.hirschmann@wienholding.at
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