Marterbauer on the rocks: Bald mehr Steuern im Cocktail als Alkohol

Die geplante Erhöhung der Spirituosensteuer heizt die Inflation an, schwächt Arbeitgeberbetriebe und ist in der Krise das falsche Signal. ÖHV-Veit will stattdessen Entlastungen.

„Natürlich bietet sich Schnapsidee als Wording an. Aber das würde eine konstruktive Debatten im Keim ertränken“, lautet die knappe Einschätzung und leise Hoffnung von Walter Veit, dem Präsidenten der Österreichischen Hotelvereinigung, dass der Finanzminister Marterbauer die angekündigte Erhöhung der Alkoholsteuer um 30% wieder unter den Tisch fallen lässt: „Weil sie Gift wäre für Standort und Stimmung. Dass die Regierung bei den aktuellen Wirtschafts- und Umfragedaten so etwas überhaupt plant, ist ein Risiko für beide.“

30%IGE ERHÖHUNG KANN NIEMAND SCHLUCKEN

Marterbauer habe sich den Tourismus „vorgenommen“, ist sich die Branche einig. Razzien und Pauschalverdächtigungen gipfelten in die Ankündigung, die Preise im Tourismus zu untersuchen. „Um herauszufinden, warum sie steigen. Jetzt gibt er sich die Antwort selbst: Weil bei uns zusätzlich zu den Kosten für Energie, Löhne, Lebensmittel auch das Trinkgeldpauschale und die Ortstaxen steigen. Die Erhöhung der Alkoholsteuer um gleich 30% schlägt dem Fass den Boden aus. Das werden alle spüren“, so Veit.

VEIT: „ENTLASTEN STATT BELASTEN!“

Immer nur Steuern erhöhen sei so einfach wie falsch: „Dafür bräuchte das Finanzministerium nicht so viele Beschäftigte“, hinterfragt Veit: „Kommen da wieder nur 10 Mio. herein – wie bei der letzten Alkoholsteuererhöhung, bei der man sich komplett verkalkuliert hat – zahlt sich das einfach nicht aus. Jede Entbürokratisierungsmaßnahme brächte mehr Geld und dazu noch Applaus statt Kritik aus Bevölkerung und Wirtschaft“, plädiert er für Entlastung statt Belastung.

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Österreichische Hotelvereinigung
Martin Stanits
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