Schallmeiner/Grüne: Petition der ÖG ME/CFS und der WE&ME Stiftung unterschreiben!

„Der im Herbst vorgelegte und leider bis heute nicht umgesetzte Aktionsplan PAIS ist das Ergebnis intensiver Gespräche zwischen Betroffenenorganisationen, Expert:innen und Systempartnern. Genau deshalb ist jeder Versuch, diesen Plan auszuhöhlen oder auf ein symbolisches Minimum zusammenzustreichen, ein absolutes No-Go“, erklärt der Gesundheitssprecher der Grünen, Ralph Schallmeiner, zur laufenden Petition der Österreichischen Gesellschaft für ME/CFS gemeinsam mit der WE&ME Stiftung der Familie Ströck. Die beiden Organisationen fordern die Umsetzung des Aktionsplans sowie ein Ende des Ausschlusses von Betroffenen und Expert:innen bei den derzeit laufenden „Evaluierungen“.

Der Gesundheitssprecher der Grünen betont, dass der seit Herbst 2024 vorliegende Aktionsplan einen gemeinsam erarbeiteten Kompromiss darstelle, der unter Einbindung von Betroffenenorganisationen sowie nationalen und internationalen Expert:innen entstanden sei. „Es geht hier nicht um irgendwelche Luxusforderungen, sondern um Mindeststandards bei Versorgung, Forschung, Diagnostik und sozialer Absicherung. Wer diesen Plan verwässern oder grundsätzlich infrage stellen will – so wie das einzelne Stakeholder in der Vergangenheit bereits versucht haben – stellt sich gegen die Interessen der Betroffenen.“

Schallmeiner verweist zudem darauf, dass Menschen mit ME/CFS und anderen postakuten Infektionssyndromen in der Vergangenheit viel zu oft mit Skepsis, Unwissen oder schlichter Ignoranz konfrontiert gewesen seien: „Die Betroffenen haben lange genug darum kämpfen müssen, sichtbar zu werden und ernst genommen zu werden. Jetzt ist die Politik gefordert zu zeigen, dass sie es verstanden hat. Nicht mit schönen Worten, sondern mit konkreten Verbesserungen.“

Schallmeiner zeigt sich daher erfreut über die bisherige Unterstützung für die Petition, ruft aber gleichzeitig dazu auf, weiter Druck zu machen und die Initiative zu unterzeichnen: „Wir reden hier von zehntausenden Menschen in Österreich, die seit Jahren viel zu oft alleine gelassen werden. Viele Betroffene kämpfen nicht nur mit massiven gesundheitlichen Einschränkungen, sondern auch mit mangelnder Versorgung, fehlender Anerkennung und bürokratischen Hürden. Genau deshalb braucht es jetzt einen Aktionsplan, der diesen Namen auch verdient.“

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