Weltnichtrauchertag 2026: Neue Broschüre zeigt praxisnahen Weg zum Rauchstopp
Nikotin Institut Wien informiert österreichweit Allgemein- und Zahnmediziner:innen über realistische Strategien zur Rauchentwöhnung und Schadensminimierung
Rauchen zählt weiterhin zu den größten vermeidbaren Gesundheitsrisiken. Anlässlich des Weltnichtrauchertages am 31. Mai veröffentlicht das Nikotin Institut Wien die neue Informationsbroschüre „Fokus: Nie mehr rauchen“. Die Broschüre richtet sich an Raucherinnen und Raucher sowie an Allgemeinmedizinerinnen und Allgemeinmediziner bzw. Zahnmedizinerinnen und Zahnmediziner, die ihre Patientinnen und Patienten beim Rauchstopp unterstützen möchten.
„Viele Menschen wollen mit dem Rauchen aufhören, scheitern aber an der Nikotinabhängigkeit oder an langjährigen Gewohnheiten. Wichtig ist daher ein realistischer und praxisnaher Zugang statt unrealistischer Erwartungen“, erklärt Univ.-Doz. Dr. med. Ernest Groman, wissenschaftlicher Leiter des Nikotin Instituts Wien.
Die Broschüre beschreibt einen strukturierten Rauchstopp in fünf Schritten:
* Analyse des eigenen Rauchverhaltens
* schrittweise Reduktion des Konsums
* Festlegung eines konkreten Rauchstopp-Termins
* Stabilisierung neuer Routinen
* Motivation zum Weitermachen auch nach Rückfällen
Univ.-Doz. Dr. med. Ernest Groman verweist darauf, dass bereits wenige Wochen nach einem Rauchstopp deutliche gesundheitliche Verbesserungen eintreten können. Neben positiven Effekten auf Kreislauf und Lungenfunktion würden aktuelle Erkenntnisse auch Vorteile für die Mund- und Zahngesundheit zeigen, wie etwa bessere Wundheilung und eine längere Haltbarkeit von Implantaten.
Ein weiterer Schwerpunkt der Broschüre ist das Konzept der Harm Reduction. Dabei geht es darum, gesundheitliche Schäden durch die Verbrennung von Tabak möglichst zu reduzieren.
„Nicht jeder Raucher schafft den sofortigen vollständigen Ausstieg. Gerade stark abhängige Menschen benötigen oft individuelle und pragmatische Lösungen“, so Univ.-Doz. Dr. med. Ernest Groman. „Neben klassischen Nikotinersatzprodukten können auch alternative nikotinhaltige Produkte wie E-Zigaretten, Tabakerhitzer oder tabakfreie Nikotinbeutel für manche Betroffene eine Unterstützung auf dem Weg weg von der Tabakzigarette sein.“ Der Experte betont aber auch, dass alternative Nikotinprodukte nicht zum Einstieg, sondern ausschließlich zum Ausstieg genützt werden sollten. „Denn dort, wo ein Verbot nicht den gewünschten Erfolg hat, übernehmen alternative nikotinhaltige Produkte eine wichtige Rolle auf dem Weg zum Rauchstopp, indem sie das Schadensrisiko unmittelbar und deutlich reduzieren.“
Die Broschüre wird aktuell an Allgemeinmedizinerinnen und Allgemeinmediziner sowie Zahnärztinnen und Zahnärzte in ganz Österreich ausgesendet. Ziel ist es, Rauchstopp und Schadensminimierung niederschwellig im Praxisalltag anzusprechen.
„Oft genügt bereits ein kurzes Gespräch oder die Weitergabe verständlicher Informationen, um einen ersten wichtigen Schritt auszulösen“, betont Groman.
UNIV.-DOZ. DR. MED. ERNEST GROMAN ist Arzt und Experte für Programme zur Rauchentwöhnung. Als wissenschaftlicher Leiter des Nikotin Institutes Wien organisiert und führt er unter anderem seit mehr als 20 Jahren Rauchentwöhnungsprogramme durch.
Das NIKOTIN INSTITUT WIEN wurde 1998 gegründet und bietet Hilfestellungen für Rauchende, die die Abstinenz vom Zigarettenkonsum erreichen bzw. ihren Konsum langfristig reduzieren wollen. Im Zentrum steht dabei die Reduktion von tabakassoziierten Erkrankungen. Im Rahmen dieser Zielsetzung kommen dem Institut Aufgaben wie Diagnose, Therapie und Information der Öffentlichkeit und des Gesundheitssystems zu. Weltweit gibt es nur wenige vergleichbare Institutionen.
E.W.S.COM
Mag. Elisabeth Wolfbauer-Schinnerl
Telefon: 0676/6357399
E-Mail: wolfbauer-schinnerl@ewscom.at
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS. www.ots.at
© Copyright APA-OTS Originaltext-Service GmbH und der jeweilige Aussender
Kommentare sind geschlossen, aber trackbacks und Pingbacks sind offen.