Steigende Biberpopulation: Rosenkranz fordert entschlossenes Handeln
Naturschutz im Einklang mit Sicherheit und Nutzung
„Der Schutz des Bibers war richtig und notwendig. Aber die Menschen dürfen mit den massiven Folgen dieser extrem wachsenden Population nicht länger allein gelassen werden“, stellt Naturschutz-Landesrätin Susanne Rosenkranz klar.
Während sich der Biberbestand in den letzten Jahrzehnten stark vermehrt hat, steigen gleichzeitig die Schäden und Gefahren in vielen Regionen dramatisch an. „Die Realität hat die derzeitige Rechtslage längst überholt. Was einst als Schutzmaßnahme gedacht war, entwickelt sich zunehmend zu einem ernsthaften Problem für Gemeinden, Landwirte und Anrainer“, so Rosenkranz.
Immer häufiger werden landwirtschaftliche Flächen überflutet, Drainagen zerstört, Wege untergraben und Hochwasserschutzanlagen massiv beschädigt. Besonders gefährlich seien Verklausungen bei Starkregen, die ganze Ortschaften bedrohen können. „Wer die Augen vor diesen Entwicklungen verschließt, handelt verantwortungslos“, warnt die Landesrätin.
Für Rosenkranz ist klar: Gemeinden, Behörden und Betroffene brauchen endlich rasche und praktikable Regelungen statt Bürokratie. Dabei gelte weiterhin: Prävention vor Eingriff. Doch wenn Problemtiere zur Gefahr für Menschen, Eigentum und Existenzen werden, müsse man über Maßnahmen wie erleichterte Entnahmen nachdenken.
„Der heutige Schutzstatus stammt aus einer Zeit, in der der Biber tatsächlich bedroht war. Diese Situation existiert längst nicht mehr“, betont Rosenkranz. „Es kann nicht sein, dass ideologische Forderungen wichtiger sind als der Schutz unserer Bevölkerung, unserer Infrastruktur und der bäuerlichen Betriebe.“
Eine grundlegende Änderung des Schutzstatus könne zwar nur auf europäischer Ebene erfolgen, doch genau diese Diskussion müsse jetzt mit Nachdruck geführt werden. „Wir werden bei der Landesnaturschutzreferentenkonferenz einen entsprechenden Antrag einbringen und weiterhin Druck machen. Der Schutz von Eigentum, Sicherheit und wirtschaftlicher Existenz ist genauso legitim wie der Schutz einer Tierart“, so Rosenkranz abschließend.
Christoph Bathelt
Pressereferent
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