Tierschutzprotest bei Mutterkonzern von Tommy Hilfiger und Calvin Klein

Animal Equality zieht mit weltweiter Kampagne gegen die Käfighaltung in der US-Lieferkette des internationalen Unternehmens Kroger das PVH-Aufsichtsratsmitglied Amanda Sourry zur Verantwortung.

_Die international tätige Tierschutzorganisation Animal Equality protestierte heute in Düsseldorf bei PVH, der Muttergesellschaft der weltweit bekannten Marken Tommy Hilfiger und Calvin Klein. Es geht um die Doppelrolle von Amanda Sourry. Sourry sitzt im Aufsichtsrat des US-amerikanischen Bekleidungskonzerns PVH sowie des Lebensmittelgiganten Kroger. Sie ist dafür mitverantwortlich, dass noch immer Millionen Legehennen in Käfigen gehalten werden._

Bereits 2016 hatte Kroger versprochen, bis Ende 2025 vollständig auf Eier aus Käfighaltung zu verzichten. Dieses Versprechen hat der Lebensmittelgigant gebrochen. Statt 100 Prozent käfigfreier Haltung bis 2025 strebt Kroger nun lediglich 70 Prozent bis 2030 an – ohne einen Plan, die Käfighaltung jemals vollständig zu beenden. Bis zu 40 Millionen Hühner pro Jahr werden in den US-Lieferketten des Unternehmens in Käfigen gehalten. Jedes Tier hat weniger Platz als ein DIN-A4-Blatt. Die Tiere können ihre Flügel nicht ausbreiten, nicht laufen und kein natürliches Verhalten ausleben.

Mit Amanda Sourry, die bei Kroger ebenso wie bei PVH eine Rolle im Aufsichtsrat bekleidet, steht der Modekonzern direkt in Verbindung mit den tierquälerischen Haltungspraktiken des Lebensmittelgiganten. PVH – Mutterkonzern von Tommy Hilfiger und Calvin Klein – verpflichtet sich auf seiner Unternehmenswebsite zu „fundamentalen Prinzipien und Rechten“ in seiner Lieferkette und wirbt mit Nachhaltigkeitszielen. Doch die Tierschützer*innen stellen diese Selbstdarstellung infrage, solange das Unternehmen ein Aufsichtsratsmitglied akzeptiert, das bei Kroger mitverantwortet, dass Millionen fühlende Lebewesen in Käfigen eingesperrt bleiben.

„Wir erwarten, dass Amanda Sourry sich öffentlich für ein Ende dieser Praktiken einsetzt – und von PVH, dass das Unternehmen sich klar von der Tierquälerei bei Kroger distanziert“, sagt Vanessa Raith, Direktorin von Animal Equality Deutschland. Mit der heutigen Protestaktion haben die Aktivist*innen das deutlich gemacht. Laute Rufe wie „Käfige gehören abgeschafft“ waren vor dem PVH-Standort in Düsseldorf zu hören.

INTERNATIONALE KAMPAGNE ZIEHT FÜHRUNGSKRÄFTE ZUR VERANTWORTUNG

Die Aktion ist Teil einer globalen Kampagne gegen die Käfighaltung bei Kroger. Die Organisation zieht dabei sowohl dessen Vorstand und Aufsichtsrat zur Verantwortung als auch Unternehmen wie PVH, die Aufsichtsratsmitglieder beschäftigen, die für die Käfighaltung bei Kroger mitverantwortlich sind. Weitere Proteste gegen PVH fanden diesen Monat vor Unternehmensstandorten in Mailand, Amsterdam und São Paulo statt. Bereits vor zwei Wochen wurde zudem parallel in München, Mailand, Barcelona und London bei dem deutschen Luxusmodehändler Mytheresa und dessen Aufsichtsratsmitglied Nora Aufreiter protestiert. Animal Equality macht deutlich: Unternehmen, die behaupten, verantwortungsvoll zu agieren, müssen Tierquälerei ernst nehmen und entsprechend handeln.

Während in Deutschland die Käfighaltung von Hühnern in der Eierindustrie aus Tierschutzgründen bereits verboten ist, setzt Kroger in den USA weiterhin auf diese umstrittene Haltungsform. In zehn US-Bundesstaaten wurde die Käfighaltung mittlerweile als illegal erklärt. Auch direkte Mitbewerber von Kroger haben sich verpflichtet, Käfighaltung zu beenden. Doch Kroger ignoriert diese Entwicklung und hinkt bei den Tierschutzstandards hinterher – und Amanda Sourry trägt dafür Mitverantwortung.

_Wir stehen Ihnen jederzeit für weitere Informationen und Gespräche zur Verfügung. Wenden Sie sich gerne an unseren Pressekontakt Till Hartmann via E-Mail an presse@animalequality.de oder melden Sie sich telefonisch unter +49 (0)176 3004 0892._

Fotos und weitere Informationen:

* Pressekit
* Kampagne: Versprechen gebrochen: US-Lebensmittelgigant Kroger lässt Legehennen weiterhin leiden
* Artikel: Internationale Protestwelle erreicht München: Mytheresa im Fokus von Tierschutzorganisation

_Bildnachweis: Animal Equality / Abbildungen beispielhaft. Es handelt sich um Symbolbilder, die typische Zustände in der Käfighaltung von Hühnern darstellen._

_Nur für redaktionelle Berichterstattung im Zusammenhang mit der Kampagne und den Protestaktionen gegen Kroger von Animal Equality._

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ÜBER ANIMAL EQUALITY

Animal Equality wurde 2006 von Sharon Núñez, Javier Moreno und Jose Valle in Spanien gegründet und ist heute eine der weltweit effektivsten Tierschutzorganisationen. Gemeinsam mit Gesellschaft, Politik und Unternehmen arbeiten wir in acht Ländern auf vier Kontinenten für eine Welt, in der alle Tiere respektiert und vor Ausbeutung geschützt werden. Zudem unterstützt Animal Equality mit der Plattform Love Veg zahlreiche Menschen bei ihrer Ernährungsumstellung und bietet unter anderem kostenfreie pflanzliche Kochbücher an. Animal Equality setzt sich durch Aufklärungsarbeit, Unternehmenskampagnen und die Veröffentlichung von Undercover-Recherchen dafür ein, die Grausamkeit gegenüber landwirtschaftlich genutzten Tieren zu beenden. Ebenso strebt Animal Equality Fortschritte für Tiere auf rechtlicher Ebene an.

Pressekontakt Animal Equality
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