Umfrage: Die Top-Wissenslücken beim Heizungstausch in Österreich (GRAFIK) (FOTO)
Linz (ots)
* INTERNATIONALE ENERGIEAGENTUR EMPFIEHLT ÖSTERREICH BESCHLEUNIGTEN HEIZUNGSTAUSCH
* VERBRAUCHERUMFRAGE ZEIGT HÄUFIGE INFORMATIONSLÜCKEN
DIE INTERNATIONALE ENERGIEAGENTUR (IEA) EMPFIEHLT ÖSTERREICH, DEN AUSSTIEG AUS FOSSILEN HEIZSYSTEMEN IM GEBÄUDEBEREICH ZU BESCHLEUNIGEN. LAUT „ENERGIE-TRENDMONITOR“ WOLLEN 63 PROZENT DER VERBRAUCHERINNEN UND VERBRAUCHER HEUTE GRUNDSÄTZLICH AUF CO2-ARME WÄRMEPUMPEN-TECHNOLOGIE SETZEN. ALLERDINGS GIBT ES RUND UM DIE MODERNISIERUNG IM HEIZKELLER NOCH EINIGE WICHTIGE WISSENSLÜCKEN. FÜR DIE UMFRAGE „ENERGIE-TRENDMONITOR ÖSTERREICH 2026“ WURDEN 1.000 ÖSTERREICHERINNEN UND ÖSTERREICHER BEVÖLKERUNGSREPRÄSENTATIV VON EINEM MARKTFORSCHUNGSINSTITUT IM AUFTRAG VON STIEBEL ELTRON BEFRAGT.
„Der Heizungstausch verläuft nach aktuellem Prüfbericht der IEA ‚Österreich 2026‘ derzeit zu langsam, um die gesteckten Klimaziele zu erreichen“, sagt Thomas Mader, Geschäftsführer von Stiebel Eltron Österreich. „Jährlich müssten etwa 80.000 fossile Gasheizungen durch CO2-arme Anlagen ersetzt werden. Derzeit liegt die erwartete Austauschrate mit rund 30.000 deutlich darunter. Wie unsere jüngste Verbraucherumfrage zeigt, ist es neben den politischen Weichenstellungen bei der Förderpolitik wichtig, die bestehenden Wissenslücken der Verbraucherinnen und Verbraucher beim Heizungstausch zu schließen.“
WISSENSLÜCKE 1: WÄRMEPUMPEN-EINSATZ IM MEHRFAMILIENHAUS
Wärmepumpenheizungen sind auch im Mehrfamilienhaus oder in Gewerbeimmobilien einsetzbar. Mehrere verbundene Geräte werden dafür „in Reihe geschaltet“ und bilden dann eine große Anlage (eine sogenannte Kaskade). Einer Mehrheit von 62 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher ist diese Nutzungsmöglichkeit bisher noch unbekannt. Mit der „Kaskaden-Lösung“ sind bereits ganze Wohnsiedlungen auf klimafreundliches Heizen mit Wärmepumpenanlagen umgestellt worden.
WISSENSLÜCKE 2: SPAREN BEI DEN BETRIEBSKOSTEN
Dass die Wärmepumpenheizung im Betrieb in den kommenden Jahren kostengünstiger sein wird als fossile Heizungen, ist 55 Prozent der Bürgerinnen und Bürger nicht bekannt: „Die ansteigenden CO2-Preise für fossile Brennstoffe machen den Betrieb klassischer Öl- und Gasbrenner teurer – entfallen aber beim Heizen mit der strombetriebenen Wärmepumpe. Das ist ein wichtiger Kostenvorteil“, sagt Thomas Mader. Denn ab 2028 soll ein EU-weit einheitlich festgesetzter CO2-Preis zusätzliche Anreize schaffen, alte Öl- und Gaskessel auszutauschen. „Hinzu kommt: Wer auf erneuerbare Technik umsteigt, macht sich von Preisschwankungen bei importierten Brennstoffen unabhängig.“
WISSENSLÜCKE 3: SPEZIELLER STROMTARIF
Die klimafreundliche Wärmepumpe braucht Strom für den Antrieb. Viele Energieversorger bieten dafür vergünstigte Tarife an. Laut Umfrage kennt gut jeder Zweite (55 Prozent) diesen Kostenvorteil noch nicht.
WISSENSLÜCKE 4: KEINE FUSSBODENHEIZUNG NÖTIG
Beim Umstieg auf erneuerbare Technik können die traditionellen Heizkörper weiter genutzt werden – Wärmepumpenheizungen brauchen keine Fußbodenheizung für die Umrüstung. Dies ist laut „Energie-Trendmonitor Österreich 2026“ 45 Prozent der Befragten nicht bekannt.
WISSENSLÜCKE 5: NUTZUNG IM ALTBAU
Ein weiterer Kenntnismangel bezieht sich auf die Nutzung von Wärmepumpen in Bestandsgebäuden: Knapp 40 Prozent der Befragten fehlt die Information, dass die Wärmepumpe auch im Altbau funktioniert: „Wie unsere Praxiserfahrung zeigt, ist der Einsatz von Wärmepumpen in so gut wie jedem Gebäude möglich“, sagt Thomas Mader von Stiebel Eltron. „Das Kostenrisiko der fossil betriebenen Heizungen lässt sich also sowohl im Altbau als auch im Neubau ausschalten. Es rechnet sich, diesen Faktor bei der Modernisierungsplanung zu berücksichtigen.“
Über STIEBEL ELTRON
Als innovationsgetriebenes Familienunternehmen steht Stiebel Eltron für innovative Lösungen im Bereich Warmwasser, Wärme, Lüftung und Klima. Dabei verfolgt der Haus- und Systemtechnikanbieter eine klare Linie – für eine umweltschonende, effiziente und komfortable Haustechnik. Mit rund 5.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern weltweit setzt der Konzern mit Hauptsitz in Holzminden/DE von der Produktentwicklung bis zur Fertigung konsequent auf eigenes Know-how. Die österreichische Niederlassung Stiebel Eltron Gesellschaft mbH in Hörsching bei Linz, ist die älteste Tochtergesellschaft der Gruppe – sie wurde bereits 1972 gegründet und gehört zu den führenden Vertreibern von Wärmepumpen und Lüftungssystemen im Land.
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