FPÖ – Schmiedlechner: „Minister Totschnig lässt heimische Sikawildhalter im Stich, ÖVP liefert Blattschuss für bäuerlichen Wildtierhalter“
Scharfe Kritik übte FPÖ-Agrarsprecher NAbg. Peter Schmiedlechner an der Beantwortung seiner parlamentarischen Anfrage durch ÖVP-Landwirtschaftsminister Totschnig zum bevorstehenden Haltungsverbot von Sikawild. Die Antwort des Ministers offenbare vor allem eines: Die Bundesregierung hat keine Strategie, um die Interessen der betroffenen österreichischen Wildhaltungsbetriebe zu schützen.
„Der ÖVP-Minister versteckt sich hinter Brüsseler Vorgaben und liefert den betroffenen heimischen Betrieben keine einzige konkrete Lösung. Anstatt die Interessen unserer Bauern und Wildtierhalter zu vertreten und Versorgungssicherheit sicher zu stellen, wird lediglich verwaltet und auf EU-Verordnungen verwiesen“, kritisierte Schmiedlechner.
Besonders enttäuschend sei, dass Totschnig keine Initiativen erkennen lasse, um die wirtschaftlichen Folgen für die betroffenen Betriebe abzufedern. Zahlreiche Farmwildhalter hätten in den vergangenen Jahren erhebliche Investitionen in ihre Zuchtbestände und Anlagen getätigt. Nun drohen massive Wertverluste, ohne dass die Bundesregierung Unterstützung oder Entschädigungen in Aussicht stelle. „Der Minister spricht ständig davon, Anwalt der Landwirtschaft zu sein. Wenn es aber darauf ankommt, österreichische Betriebe gegen praxisferne Entscheidungen aus Brüssel zu verteidigen, bleibt er jede Antwort schuldig und leistet mit seiner Untätigkeit aktive Sterbehilfe. Das ist ein schweres Versagen gegenüber den Betroffenen“, betonte Schmiedlechner.
Der freiheitliche Agrarsprecher kritisierte zudem, dass der Minister keinerlei Transparenz über die tatsächlichen Auswirkungen des Verbots auf die österreichischen Betriebe und Konsumenten geschaffen habe. Weder die Zahl der konkret betroffenen Betriebe noch die zu erwartenden wirtschaftlichen Schäden und die fehlende Versorgungssicherheit würden ausreichend dargestellt. „Wer Verantwortung trägt, muss Lösungen präsentieren. Stattdessen bekommen die Betriebe Ausflüchte, Unklarheiten und neue Unsicherheiten. Das ist keine Interessenvertretung für die Landwirtschaft, sondern Kapitulation vor der EU-Bürokratie“, betonte Schmiedlechner, der den Landwirtschaftsminister aufforderte, sich aktiv für Ausnahmeregelungen und praktikable Übergangsfristen einzusetzen, die wirtschaftlichen Auswirkungen auf die betroffenen Betriebe offenzulegen, Entschädigungsmöglichkeiten zu prüfen und den österreichischen Wildhaltern endlich Rechtssicherheit zu geben.
„Unsere Bauern und Wildtierhalter haben sich an die geltenden Regeln gehalten und ihre Betriebe redlich aufgebaut. Sie verdienen Unterstützung und Rückhalt und nicht Gleichgültigkeit sowie leere Floskeln. Minister Totschnig muss endlich handeln, bevor weitere Betriebe auf der Strecke bleiben“, so Schmiedlechner.
Freiheitlicher Parlamentsklub
Telefon: 01/40110-7012
E-Mail: presse-klub@fpk.at
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS. www.ots.at
© Copyright APA-OTS Originaltext-Service GmbH und der jeweilige Aussender
Kommentare sind geschlossen, aber trackbacks und Pingbacks sind offen.