BIO AUSTRIA zum Tag der nachhaltigen Gastronomie: 13.500 Mahlzeiten zeigen, wie Bio in der Außer-Haus-Verpflegung funktioniert
Obfrau Barbara Riegler: „Was in Schulen und Kantinen längst gelingt, fehlt in der Gastronomie noch immer: verbindliche Bio-Standards und Herkunftskennzeichnung.“
Die meisten Menschen wissen nicht, woher das Essen kommt, das sie in Kantinen, Restaurants oder Mensen auf den Tisch bekommen. Kein Herkunftshinweis, keine Angabe zum Bio-Anteil, keine Auskunft über Tierhaltung oder Pestizideinsatz. Dabei wird in Österreich täglich rund 2 bis 2,5 Millionen Mal außer Haus gegessen. BIO AUSTRIA macht am Tag der nachhaltigen Gastronomie auf diese blinden Flecken aufmerksam und zeigt, dass es auch anders geht.
GEMEINSCHAFTSVERPFLEGUNG ALS BEWEIS: ES GEHT.
Seit zwei Jahren zeigt das Programm „Küche der Zukunft Challenge“ von BIO AUSTRIA und dem Verein Zukunft:Essen, was möglich ist, wenn Küchen professionell begleitet werden. Rund 13.500 tägliche Mahlzeiten wurden in dieser Zeit durch das Programm beeinflusst, mit messbaren Ergebnissen: mehr Bio-Zutaten auf den Tellern, transparentere Herkunft der Lebensmittel, weniger Lebensmittelabfall und ein bewussterer Einkauf in den teilnehmenden Großküchen.
Das zeigt: Wer Küchen begleitet, unterstützt und klare Ziele vorgibt, der verändert, was auf den Tisch kommt. Die Gemeinschaftsverpflegung ist damit kein Sonderfall. Sie ist ein Modell.
„Die Gemeinschaftsverpflegung zeigt: Wenn es politische Vorgaben gibt, passiert auch etwas. Unser Programm hat bewiesen, dass selbst unter schwierigen Rahmenbedingungen mehr Bio auf den Teller kommt. Wenn der Wille da ist. Jetzt brauchen wir diesen Willen auch für die Gastronomie. Verbindliche Bio-Standards, Herkunftskennzeichnung und unabhängige Zertifizierung dürfen keine Wünsche bleiben. Sie müssen gesetzlich verankert werden“, so BIO AUSTRIA Obfrau Barbara Riegler.
WAS GUTES ESSEN BEDEUTET: UND WARUM ES ZÄHLT
Bio ist kein Marketing-Begriff. Bio ist ein gesetzlich geregelter Standard. Der strengste, den es in der Lebensmittelproduktion gibt. Was das in der Praxis bedeutet:
* Ohne synthetische Pestizide: Bio-Bäuerinnen und Bio-Bauern verzichten vollständig auf chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel.
* Ohne Gentechnik: Bio ist und bleibt gentechnikfrei, rechtlich verankert und unabhängig zertifiziert.
* Mit hohen Tierwohl-Standards: mehr Platz, Auslauf und artgerechtere Haltung sind im Bio-Standard verpflichtend.
* Mit bekannter Herkunft: Bio-Betriebe sind rückverfolgbar, kontrolliert und zertifiziert.
* Mit Rücksicht auf Böden und Wasser: Bio-Landwirtschaft schützt natürliche Ressourcen langfristig.
In der Außer-Haus-Verpflegung ist davon oft wenig zu spüren. Wer im Gasthaus isst, weiß selten, ob das Schnitzel aus österreichischer Bio-Haltung stammt oder aus einem System, das Tierwohl und Umweltstandards auf ein Minimum reduziert. Diese Intransparenz ist kein Zufall: sie ist das Ergebnis fehlender rechtlicher Vorgaben.
„Die Gemeinschaftsverpflegung ist ein wichtiges Vorbild für die Gastronomie, weil sie einerseits zeigt, dass die Leistbarkeit und Verfügbarkeit von Bio auch in großen Mengen umsetzbar ist. Gleichzeitig wirkt die Gemeinschaftsverpflegung prägend und bereitet den Boden auf für die Stärkung der Zielgruppe bewusster Konsumenten, die für Gastronomen immer relevanter wird“, betont Andrea Vaz-König vom Verein Zukunft:Essen.
DIE FORDERUNGEN VON BIO AUSTRIA
BIO AUSTRIA fordert von der Politik klare Schritte für mehr Qualität und Transparenz in der Außer-Haus-Verpflegung:
* Verpflichtende Herkunftskennzeichnung für alle Fleisch-, Milch- und Eiprodukte in der Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung
* Verbindliche Bio-Mindestanteile bei der öffentlichen Beschaffung: analog zum Aktionsplan Nachhaltige Beschaffung mit dem Ziel von 55 % Bio bis 2030
* Unabhängige Bio-Zertifizierung als Voraussetzung für die Nutzung des Begriffs „Bio“ in der Außer-Haus-Verpflegung
* Förderung und Skalierung von Beratungsprogrammen wie „Küche der Zukunft Challenge“
Weitere Informationen:
Bio in der Außer-Haus-Verpflegung
„Küche der Zukunft Challenge“
Aktionsplan „nachhaltige Beschaffung“
ÜBER BIO AUSTRIA
BIO AUSTRIA ist das Netzwerk der österreichischen Biobäuerinnen und Biobauern. Als größter Bio-Verband in Europa repräsentiert BIO AUSTRIA die österreichische Bio-Landwirtschaft und vertritt die Interessen der Biobäuerinnen und Biobauern. Zudem hat der Verband knapp 500 Partnerunternehmen in der Wirtschaft. Nähere Informationen unter www.bio-austria.at
BIO AUSTRIA
Mag. Birgit Ebermann
Telefon: 0676 / 842 214 214
E-Mail: birgit.ebermann@bio-austria.at
Website: https://www.bio-austria.at
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS. www.ots.at
© Copyright APA-OTS Originaltext-Service GmbH und der jeweilige Aussender
Kommentare sind geschlossen, aber trackbacks und Pingbacks sind offen.