BM Holzleitner: Frauenbericht 2028 wird neue Faktenbasis für wirksame Gleichstellungspolitik
Erster Frauenbericht seit 2010 – Frauenministerin lädt (Jung-)Forscher:innen ein mitzuwirken. Einreichfrist: 31. Juli 2026
„Wer Gleichstellung wirksam vorantreiben will, braucht belastbare Zahlen statt Bauchgefühl“, so Frauenministerin Eva-Maria Holzleitner. Genau diese Grundlage schafft der von der Ministerin in Auftrag gegebene Frauenbericht 2028. Damit wird der bislang jüngste Frauenbericht, erschienen im Jahr 2010, aktualisiert und modernisiert. Für vier Schwerpunktkapitel des Berichts sind ab sofort (Jung-)Forscher:innen eingeladen, im Rahmen eines Call for Proposals bis 31. Juli 2026 ihre Beiträge einzureichen. Der Bericht macht sichtbar, in welchen Lebensbereichen Frauen und Männer nach wie vor mit ungleichen Voraussetzungen konfrontiert sind und liefert eine evidenzbasierte Entscheidungsgrundlage für alle künftigen frauenpolitischen Maßnahmen.
„Gute Frauenpolitik beginnt mit ehrlichen Zahlen. Wir können nur dort wirksam handeln, wo wir genau wissen, wo Frauen heute stehen – beim Einkommen, bei der unbezahlten Arbeit, bei der Gesundheit oder beim Schutz vor Gewalt“, betont Holzleitner. „Der Frauenbericht 2028 zeigt, wo wir Fortschritte erzielt haben und wo der politische Handlungsbedarf weiterhin groß ist. Das ist die Voraussetzung dafür, dass Gleichstellung nicht Absichtserklärung bleibt, sondern messbar wird.“
Der erste Teil des Berichts umfasst acht Statistikkapitel, die den gesamten weiblichen Lebensverlauf abbilden: von Demografie und Bildung über Arbeitsmarkt, unbezahlte Arbeit und sozioökonomische Lage bis hin zu Gesundheit, gesellschaftlicher Teilhabe und dem Schutz vor geschlechtsspezifischer Gewalt. Sie machen erstmals seit über 15 Jahren die Entwicklung über alle Lebensbereiche hinweg vergleichbar.
Der zweite Teil widmet sich in vier Schwerpunktkapiteln jenen Themen, die für die Gleichstellung der kommenden Jahre entscheidend sind:
* Gleichstellung im Wandel – Antifeminismus und Backlash
* Geschlechtergleichstellung am Arbeitsmarkt
* Frauengesundheit und Forschung
* Digitalisierung, Künstliche Intelligenz (KI) und Geschlechterverhältnisse
„Wir erleben einen organisierten Backlash gegen Frauenrechte – online wie offline. Diesem Rückschritt setzen wir Wissen und Fakten entgegen“, so Holzleitner. „Und wir nehmen die Zukunftsfragen ernst: Künstliche Intelligenz darf bestehende Ungleichheiten nicht zementieren, sondern muss zum Hebel für mehr Gleichstellung werden.“
Organisiert wird der Call for Proposals von der Statistik Austria, die das Bundesministerium für Frauen, Wissenschaft und Forschung (BMFWF) mit der Umsetzung des Frauenberichts 2028 beauftragt hat. Damit verbindet der Bericht zwei Anliegen der Ministerin: eine fundierte Datenbasis für die Gleichstellungspolitik und die gezielte Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses.
Weiterführende Informationen zum Call for Proposals und zu den Einreichbedingungen sind bei Statistik Austria abrufbar: https://www.statistik.at/statistiken/bevoelkerung-und-soziales/gender-statistiken/frauenbericht-2028
Bundesministerium für Frauen, Wissenschaft und Forschung
Theresa Schobesberger, BA
Telefon: +4366488455349
E-Mail: theresa.schobesberger@bmfwf.gv.at
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