Hitze in den Klassenzimmern führt Diskussion um Verkürzung der Sommerferien ad absurdum.
FSG: Kinder haben einen Anspruch auf eine sichere Lernumgebung trotz Hitzeperioden.
Die derzeitigen Temperaturen in vielen Schulen machen Lernen nahezu unmöglich. Darauf macht die FSG-Pflichtschulvertretung angesichts alarmierender Rückmeldungen aus den Schulen aufmerksam.
„Gestern stiegen die Raumtemperaturen an den Wiener Pflichtschulen auf 30 bis 35 Grad in der Mittagszeit“, berichtet Melanie Rössler, Personalvertreterin der FSG-Pflichtschulvertretung. Grundlage dieser Einschätzung ist eine Schnellumfrage unter mehr als 150 Wiener Pflichtschulen, die besorgniserregende Temperaturwerte meldeten. „Da keine klimatisierten Räume vorhanden sind und sich zu viele Kinder in den Klassen befinden, leiden Konzentration, Verhalten und Wohlbefinden erheblich“, so Rössler, die selbst als Lehrerin im Unterricht steht.
„Kinder haben einen Anspruch auf eine sichere Lernumgebung – auch während der Hitzeperioden“, halten die FSG-Gewerkschaftsspitzen Thomas Bulant und Karin Medits-Steiner fest. Solange notwendige Investitionen in Hitzeschutzmaßnahmen und geeignete Raumkühlung ausbleiben, sei jede Diskussion über eine Verkürzung der Sommerferien in Österreich fehl am Platz.
„Im Gegenteil: Solange unsere Klassenzimmer nicht klimafit sind, braucht es schulzeitgesetzliche Novellierungen, die den Schulen mehr Handlungsspielraum geben. Oder verlässt sich die Politik wieder einmal darauf, dass kreative Schulleitungen ihr die sprichwörtlich heißen Eisen aus dem Ofen holen?“, so Rössler abschließend.
FSG-Pflichtschulvertretung Wien
Melanie Rössler, BEd
Telefon: +43 676 6949500
E-Mail: melanie.roessler@fsg-pv.wien
Website: https://www.pflichtschule.wien
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