FPÖ – Mahdalik: Wer zahlt, schafft an – Ludwig und Schellhorn auf Lobbying-Tour für Tojners Heumarkt-Turm
Die jüngsten Berichte über die Bemühungen von Stadt Wien und Bundesregierung, das umstrittene Heumarkt-Projekt politisch aus der UNESCO-Schusslinie zu bringen, zeigen einmal mehr, wie weit SPÖ und NEOS für die Interessen eines milliardenschweren Investors zu gehen bereit sind.
„Wer zahlt, schafft offenbar an. Wenn ein Milliardär mit den Scheinen winkt, dann hüpfen SPÖ und NEOS. Bürgermeister Ludwig und Staatssekretär Schellhorn setzen sich lieber für die Wünsche von Michael Tojner ein, als die klaren Warnungen der UNESCO und ihrer Experten ernst zu nehmen“, kritisiert der FPÖ-Planungssprecher und Zweite Landtagspräsident LAbg. Toni Mahdalik.
Besonders bedenklich ist, dass nun offenbar versucht wird, Wien trotz unverändertem Projekt von der Roten Liste gefährdeter Welterbestätten zu streichen. Damit werden die fachlichen Bewertungen des Denkmalbeirats ICOMOS umgangen und der Schutz des Weltkulturerbes politischen Interessen untergeordnet. „Hier wird versucht, der UNESCO und der Öffentlichkeit Sand in die Augen zu streuen. Statt das Projekt endlich welterbeverträglich zu gestalten, wird auf diplomatischen Kanälen Lobbying für einen Investor betrieben. Das ist kulturpolitisch verantwortungslos“, so Mahdalik.
Für besonderes Unverständnis sorgt zudem, dass Medienberichten zufolge sogar die Ukraine für einen entsprechenden Antrag bei der UNESCO gewonnen werden soll. „Es hinterlässt einen schalen Beigeschmack, wenn ein von Österreich großzügig unterstützter Staat nun offenbar für die Interessen eines einzelnen Investors eingespannt werden soll. Bürgermeister Ludwig und NEOS-Staatssekretär Schellhorn scheint mittlerweile jedes Mittel recht zu sein, um das Tojner-Projekt durchzudrücken“, prangert der Freiheitliche an.
„Wien darf nicht zum Spielball renditegetriebener Spekulationen werden. Wer vor milliardenschweren Immobilieninvestoren in die Knie geht und dafür das Weltkulturerbe aufs Spiel setzt, handelt nicht im Interesse der Wiener Bevölkerung, sondern im Interesse weniger Profiteure“, betont Mahdalik abschließend.
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