Das 17. Popfest Wien präsentiert sein Programm
23. BIS 26. JULI: DAS DIESJÄHRIGE POPFEST FEIERT DIE ANFÄNGE – DEN HISTORISCHEN BEGINN DES HEIMISCHEN POP MIT MARIANNE MENDT UND ZUGLEICH DIE VIELEN NEUEN ANFÄNGE JUNGER HEIMISCHER KÜNSTLER:INNEN HIER UND JETZT, IN IHRER GANZEN STILISTISCHEN VIELFALT UND SELBSTBESTIMMTHEIT. ZUR SEEBÜHNENERÖFFNUNG STEIGT EIN HOCHKARÄTIGES FEST DER GENERATIONEN UND KULTUREN MIT MARIANNE MENDT, ANNA BUCHEGGER, LUSTERBODEN & TAMARA FLORES.
_„Das Popfest ist mehr als nur ein weiteres Musikfestival im Bereich des Pop: Es steht für musikalische Entdeckungen, für neue Rhythmen und Klänge sowie für Vielfalt. Auch in diesem Jahr wird am Karlsplatz sichtbar, wie die Stadt Wien Kunst und Kultur fördert und gleichzeitig Räume öffnet, in denen musikbegeisterte Menschen friedlich zusammenfinden. Mit dem Popfest sendet die Stadt Wien wieder eine klare Botschaft: für leistbaren Zugang zu einer Kunst- und Kulturlandschaft auf höchstem Niveau.“ (Veronica Kaup-Hasler, Stadträtin für Kultur und Wissenschaft)_
Die diesjährigen Programmmacher:innen, die Pop-Künstlerin Sofie Royer und der Musiker und Produzent Wolfgang Lehmann präsentieren ein Popfest-Programm, das es so bisher noch nicht gab. Sie haben sich die ambitionierte Vorgabe gestellt, Wiederholungen aus den Line-Ups der letzten 16 Jahre zu meiden: “Es wäre ein Leichtes gewesen, das Line-up vorzugsweise mit Musik aus Popfest-erprobten Acts zu besetzen und dabei Bewährtes zu wiederholen. Aber wir hatten wohl am selben Tag dieselbe Idee, genau dies nicht zu tun. Das sollte neu sein: Keines der heuer präsentierten Musikprojekte war in dieser Form bisher schon einmal am Popfest.” Wie souverän ihnen das gelungen ist, belegt die enorm hohe Qualitätsdichte der zeitgenössischen österreichischen Pop-Szene.
POPFEST LINE-UP 2026: 50 ACTS AN VIER TAGEN UND NÄCHTEN AM GANZEN KARLSPLATZ – IM ZENTRUM DIE SEEBÜHNE
Schon der Eröffnungsabend spannt einen für dieses Festival typisch gewagten Bogen von der Zeit der „Dialektwelle“ noch vor Erfindung des Wortes „Austropop“ (Marianne Mendt) bis zum austromexikanisch polyglotten, brandaktuellen Popbegriff einer Tamara Flores. Dazwischen glänzt die alternativ-alpenländische Ästhetik der kraftvollen Anna Buchegger, gefolgt vom Wienerlied beseelten Gitarrenpop der Band Lusterboden. Tags darauf findet der Freitagabend einen Weg von klassischem Soul (Sladek) über avancierten Indie (Purple, Rahel) hin zu zwei angesagten jungen Rappern: der stylish-hochbegabte Joshua Pepe trifft auf den schieren Meme-Wahnsinn von EN60. Nicht weniger bunt der Samstag mit seinen Stilsprüngen zwischen dem exzentrischen Alpha Romeo, der Afropop-Queen Rose May Alaba, den verschiedenen alt-Rock-Begriffen von Gardens und Cordoba78 sowie der virtuosen Wucht der international erfolgreichen Jazz-Stars Shake Stew. Das diesjährige Popfest bringt spannend programmierte musikalische Kontraste, die man anderswo so nicht erleben würde.
WIEN MUSEUM
Im dritten Stock des Wien Museums mit seinen prächtigen Terrassen über dem Karlsplatz hat sich mittlerweile die Club-Bühne des Popfests etabliert. Hier spielen am Donnerstag mit der erst 17-jährigen Luisa Schweig und Sanna Frankie zwei der aufregendsten jungen Songwriterinnen des Landes. Freitag wähnt man sich im Camden Town der 90er mit den Bands Ischia und Nok Nok und Samstag vielleicht im Berlin der Nullerjahre mit Kid on Air und Julia Effekt. Im Foyer des Wien Museums wiederum ereignen sich an drei aufeinanderfolgenden Abenden so unterschiedliche Erlebniswelten wie die queere Song-Poesie von Dexpleen, die Sound-Experimente des Duos drank und die Kurt-Tucholsky-Neuvertonungen von Robert Stadlober.
TECHNISCHE UNIVERSITÄT
Der Prechtlsaal der TU Wien wird auch heuer wieder die gefühlt heftigste Location des Festivals sein: Beginnend mit der gesellschaftskritischen Tiroler Rapperin Spilif samt dynamischer Live-Band, dem Allstar-Projekt Bon Jour und der elektronischen Exzentrik von Gunship Collider, folgen am Freitag die Shoegaze-Intensität von Alles Exhausted, die gepflegte Versponnenheit von Pyrite, die _anderen _Wiener:innenlieder von Vereter sowie der Szeneheld der prekären Bohéme Gran Bankrott. Samstag werden die Dinge nach der expressiven Show von Cave Club und einer raren Aufführung der neuen Rockoper von Anna Grob mit Plow und vor allem Bull Nakano noch einmal richtiggehend brachial.
CLUB U UND PINGPONG FLOOR IM RESSELPARK
Der Club U im Otto Wagner Pavillon mutiert von Donnerstag bis Samstag wieder zur nächtlichen Popfest-Club-Location, gehostet von unterschiedlichen DJ-Kollektiven inklusive Live-Acts, von Edition Hawara, Wiener Planquadrat bis hin zum Harakiri-Hedonisten Kevin und einem ganzen Haufen seiner Freunde.
Im Resselpark beim Resseldenkmal vor der TU wird täglich der im Vorjahr etablierte, beliebte Community Space aufgezogen: Am Ping-Pong-Floor von Umdi gibt es Parktischtennis inklusive Soundprogramm und Konzerte (u.a. Mme Psychosis, House of Skin).
KARLSKIRCHE
Seinen feierlichen Abschluss findet das Popfest 26 traditionsgemäß im barocken Überschwang der Karlskirche, mit einer Art Klangkunstfestival im Popfestival: von Teresa Rotschopfs Tropfsteinhöhlenliedern über Martin Kleins neuerdings entfesseltem Mut zur soundtüftlerischen Eigenbrötelei bis zur abschließenden und äußerst prominent besetzten Sound-Assemblage von Exit Void.
RAHMENPROGRAMME – TALKS, TOURS, CINEASTISCHES POPFEST WARM-UP UND EIN NEUES PODCAST-FORMAT
Wie jedes Jahr wird am Popfest nicht nur Musik gespielt, sondern auch der Diskurs darüber gepflegt. Zwei prominent besetzte Talks finden, gehostet von mica-Music Austria, im Wien Museum statt. Am Freitag erfährt man einiges „Von der Glock’n bis zum Hofa“ – im Gespräch über die Ursprungszeit des österreichischen Pop mit zweien, die selbst daran maßgeblich beteiligt waren (Marianne Mendt, Joesi Prokopetz). Am Samstag startet eine aktuelle Diskussion zur heimischen Musik mit dem Titel „Austrian Dream on Air & on Stream“. Kommt die Streaming-Abgabe, und wem kommt sie zugute? Was wurde eigentlich aus der seit Ewigkeiten geforderten Ö-Quote im Radio?
Das Popfest bringt heuer auch gleich drei Tour-Formate (mit Anmeldung):
Music Nerd Geri Hollerer beginnt seine „Popkultour“ auf dem Stephansplatz und zieht bis zur Staatsoper („Wiener Popkultour von 1945 bis heute“). Die zweite Tour führt Medienkünstler Oliver Hangl Samstag um Mitternacht mit der Alternative-Rock-Legende Oliver Welter (Naked Lunch) als Walking Concert mit Funkkopfhörern durch das nächtliche Popfest-Gelände. Eine dritte Insider-Tour gibt es schließlich am Sonntag durch die 50 Jahre Arena-Ausstellung im Wien Museum, in Kooperation mit der Arena Wien.
Das cineastische Popfest-Warm Up wird es nach den Vorjahreserfolgen im Stadtkino und beim Volxkino auch heuer wieder geben, erstmals gleich an beiden Orten: Am Wochenende vor dem Popfest zeigt das Karlskino Open Air an zwei Abenden von den Kurator:innen ausgewählte Filme in Anwesenheit der Filmemacher und feiert u.a. ein 30 Jahre Get-Together zum heimischen Kultfilm Tempo in Anwesenheit von Oscar-Preisträger Stefan Ruzowitzky u.v.a.m.
Montag und Dienstag, zu Beginn der Popfest-Woche, gibt es dann im Stadtkino noch zwei besonders rare Filmdokus zu sehen (Downtown ’81, Gimme Danger).
Ein ganz neues Format darf beim diesjährigen, geschichtsbewussten Popfest natürlich auch nicht fehlen: Erstmals wird kurz vor dem Grande Finale in der Karlskirche am Orgelbalkon Rückschau gehalten – die Kurator:innen Sofie Royer und Wolfgang Lehmann sprechen und diskutieren mit Philip Dulle in seinem Podcast „Was soll das alles?“ live vor Publikum über das gerade erlebte Popfest 2026 (mit Anmeldung).
Popfest Wien – Presse
Max Mair-Zeller
Telefon: 0650 9213158
E-Mail: presse@popfest.at
Website: https://www.popfest.at
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS. www.ots.at
© Copyright APA-OTS Originaltext-Service GmbH und der jeweilige Aussender
Kommentare sind geschlossen, aber trackbacks und Pingbacks sind offen.