ÖGB-Stani: „Investitionen in Aus- und Weiterbildung sichern den Wiedereinstieg und die Fachkräfte von morgen“

Gewerkschaftsbund fordert mehr Mittel für das AMS und eine bessere Unterstützung bei Qualifizierung

„Die anhaltend schwierige Wirtschaftslage und die sich häufenden Insolvenzen hinterlassen deutliche Spuren am Arbeitsmarkt: Die vielen betroffenen Menschen brauchen die Möglichkeit, sich um- oder aufzuqualifizieren“, kommentiert ÖGB-Arbeitsmarktexperte Lukas Stani die heute veröffentlichten Arbeitsmarktdaten.

„Ohne massive Investitionen in Aus- und Weiterbildung wird sich diese Fachkräftelücke nicht schließen lassen“, so Stani: „Umso wichtiger ist es daher, das Budget für aktive Arbeitsmarktpolitik zu erhöhen. Denn viele Menschen haben Jobs verloren oder finden keinen passenden Einstieg, während Betriebe gleichzeitig händeringend suchen. Diese Lücke kann nur durch gezielte Qualifizierung geschlossen werden – nicht durch Abwarten“, sagt der ÖGB-Arbeitsmarktexperte.

WEITERBILDUNG ALS FIXER BESTANDTEIL DES BERUFSLEBENS

Besonders betroffen sind Menschen, deren Qualifikationen nicht mehr den aktuellen Anforderungen entsprechen, sowie ältere Beschäftigte, die beim Wiedereinstieg häufig zusätzliche Unterstützung brauchen. Genau hier müsse der Schwerpunkt der Arbeitsmarktpolitik liegen.

„Es reicht nicht, über Fachkräftebedarf zu reden. Wir müssen dafür sorgen, dass Menschen tatsächlich die Fähigkeiten erwerben können, mit denen sie am Arbeitsmarkt bestehen können. Weiterbildung muss ein fester Teil des Berufslebens werden – und nicht eine Frage des Zufalls oder des Geldbörsels“, so Stani.

Für den ÖGB steht außer Frage: Österreich braucht ein deutlich stärkeres und dauerhaft abgesichertes Arbeitsmarktbudget. Nur wenn das AMS ausreichend Mittel für Qualifizierung, Beratung und aktive Unterstützung zur Verfügung hat, können Arbeitsuchende ihrer Qualifikation entsprechend in Beschäftigung gebracht werden.

DER ÖGB FORDERT:

* MEHR INVESTITIONEN IN AUS- UND WEITERBILDUNG: Menschen brauchen die Chance, ihre Fähigkeiten weiterzuentwickeln und jene Qualifikationen zu erwerben, die am Arbeitsmarkt gefragt sind.
* EIN STABILES UND AUSREICHEND FINANZIERTES AMS: Aktive Arbeitsmarktpolitik, Beratung und Qualifizierung dürfen nicht gekürzt werden – sie sind der Schlüssel, um Fachkräfte zu sichern und Menschen wieder in Beschäftigung zu bringen.

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