44. Symposion des NÖ Instituts für Landeskunde im Stift Melk
Ab 6. Juli zum Thema „Gelebter Glaube“
Das vom NÖ Institut für Landeskunde in Kooperation mit dem Stift Melk und dem Projekt SALVEMED organisierte 44. Symposion des NÖ Instituts für Landeskunde widmet sich von Montag, 6., bis Mittwoch, 8. Juli, im Stift Melk dem Thema „Gelebter Glaube – Praktiken, Objekte, Akteurinnen und Akteure vormoderner Frömmigkeit (15. – 18. Jahrhundert)“.
Im Zentrum des öffentlichen Symposions steht damit die Frage, wie sich Frömmigkeit zwischen dem 15. und 18. Jahrhundert mit Blick auf Materialität, Akteurinnen und Akteure sowie Praktiken in Niederösterreich und vergleichbaren Regionen darstellt. Frömmigkeit soll dabei als ein vielschichtiges, wandelbares Phänomen beleuchtet werden, das sich in konkreten Objekten, religiösen Netzwerken sowie in sozialen, rituellen und performativen Praktiken niederschlug. Die unterschiedlichen Perspektiven – lokal, regional und überregional – werden durch ein Rahmenprogramm mit Führungen durch das Stift Melk sowie eine Exkursion zum Wallfahrtsort Maria Taferl ergänzt.
Mit dem Bereich Sakrallandschaft beschäftigen sich dabei Mag. Andrea Serles („Wallfahrtswege – Materialität des religiösen Unterwegsseins“), Dr. Herbert Karner („Kirchen als Konstituenten der Sakrallandschaft“) sowie Zsófia Kádár und Dr. Thomas Kühtreiber („Topographie der (Com-)Passio: Inszenierung von Kalvarienbergen als Richtstätten in der vormodernen Kulturlandschaft“), mit der (Inter-)Regionalität Mag. Jacqueline Schindler („Zwischen Seelgerät und Stadtgedächtnis – Kleinstädtische Memoria im Spiegel spätmittelalterlicher Testamente“) und Dr. Stefan Seitschek („Der Wiener Hof am Land: Frömmigkeitspraktiken abseits der Residenz und deren Darstellung“).
Mit den Akteurinnen und Akteuren setzen sich Dr. Maria Magdalena Rückert („Geistliche Frauen in Niederösterreich und Südwestdeutschland als Akteurinnen spätmittelalterlicher Frömmigkeit – Ansätze zu einem Vergleich“) und Dr. Irene König („Die Rundschreiben (Anmahnungsbriefe) der Lilienfelder Erzbruderschaft des Heilgen Joseph“), mit der Verrechtlichung Dr. Sabine Miesgang („Wallfahrt zwischen Autorität und Autonomie. Kirchlich reglementierte und selbstorganisierte Andachten im Spiegel der Quellen“), Dr. Martin Haltrich und Dr. Fabian Friedrich („Von der Psychose zum Heilsversprechen. Religiöse Regulierungsmodelle zwischen Glaube und Wahnsinn im Kontext frühneuzeitlicher Wallfahrtspraxis“) sowie Dr. Jörg Voigt („Transregionale Verflechtungen: Frömmigkeit in Niederösterreich im Spiegel päpstlicher Quellen“) auseinander.
Die Medien stehen im Zentrum der Ausführungen von Luisa Richter („Zwischen Hand und Herz: Gebetbücher des 18. Jahrhunderts als Ausdruck der persönlichen Frömmigkeitspraxis“ und Dr. Veronika Decker („… auf ihr Verlangen zu küssen und ihre bilder und rosenkränz anzurühren… Gnadenbilder und Praktiken der Frömmigkeit im frühneuzeitlichen Niederösterreich“), die Ausprägungen des Wunderglaubens im Mittelpunkt der Betrachtungen von Dr. Thomas Aigner („Vom Wunder zur Kirche: Wie das Wallfahrtswesen das Obere Triestingtal prägte“), Mag. Heidemarie Bachhofer („Welt der Wunder: Das Mirakelbuch von Schönbach“) und Dr. Leonhard Jungwirth („Persistenzen vormoderner Frömmigkeit? Erweckliche Praktiken in Oberösterreich im 19. Jahrhundert“).
Nähere Informationen, das detaillierte Programm und Anmeldungen beim NÖ Institut für Landeskunde / NÖ Landesarchiv unter 02742/9005-16255, e-mail post.k2veranstaltungen@noel.gv.at und www.noe.gv.at/symposion2026.
Amt der Niederösterreichischen Landesregierung
Landesamtsdirektion/Öffentlichkeitsarbeit
Mag. Rainer Hirschkorn
Telefon: 02742/9005-12175
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