Suspendierungsquote an Wiener Schulen bleibt konstant

Im Schuljahr 2025/26 wurden an den Wiener Schulen insgesamt 831 Suspendierungen ausgesprochen. Diese betrafen 718 Schülerinnen und Schüler, Mehrfachsuspendierungen werden gesondert erfasst. Bezogen auf rund 257.300 Schülerinnen und Schüler entspricht dies einem Anteil von 0,28 % und liegt damit nahezu auf dem Niveau des vergangenen Schuljahres. Die Quote der Mehrfachsuspendierungen deutet darauf hin, dass die gesetzten Maßnahmen wirken: mit 87,5 % wurde der Großteil aller suspendierten Schülerinnen und Schüler einmalig suspendiert, nur 12,5 % waren von Mehrfachsuspendierungen betroffen.

Am häufigsten wurden körperliche Übergriffe, gefährliche Drohungen sowie verbale Übergriffe von den Schulleitungen als Gründe für Suspendierungen angegeben. In 232 Fällen wurde zusätzlich Anzeige erstattet. Das entspricht rund 28 % aller Suspendierungen. Gemessen an der jeweiligen Schüler/innenanzahl war der Anteil an Suspendierungen an Sonderschulen (2,0 %) sowie Mittelschulen (1,3 %) am höchsten. 83 % der suspendierten Schülerinnen und Schüler waren männlich.

Bildungsdirektorin Elisabeth Fuchs unterstreicht: „Jede Suspendierung ist eine zu viel. Die aktuellen Zahlen zeigen jedoch auch, dass Suspendierungen trotz steigender Schüler/innenzahl weiterhin nur einen kleinen Teil aller Schülerinnen und Schüler betreffen. Wir setzen auf die Unterstützung Wiener Schulen durch präventive sowie akute Maßnahmen. Ist eine Suspendierung notwendig, stellen wir den Betroffenen Unterstützungsangebote zur Verfügung, um eine erfolgreiche Rückkehr in den Schulalltag zu ermöglichen.“

SUSPENDIERUNGSBEGLEITUNG UNTERSTÜTZT SCHÜLERINNEN UND SCHÜLER

Seit Oktober 2025 begleitet die Bildungsdirektion für Wien Schülerinnen und Schüler während einer Suspendierung mit einem eigenen Unterstützungskonzept. Im Herbst 2026 wird dieses Angebot österreichweit verpflichtend, in Wien begleiten Beratungslehrpersonen die Schülerinnen und Schüler persönlich an sieben Standorten.

Ergänzend dazu wird ein freiwilliger Onlineunterricht angeboten, damit im Anlassfall auch während einer Suspendierung der Anschluss an den Unterricht sichergestellt wird. Bisherige Erfahrungen zeigen, dass die Angebote gut angenommen werden und einen wesentlichen Beitrag zur Prävention und Wiedereingliederung leisten.

Mag.a Leonie Duty-Knez
Pressesprecherin Bildungsdirektion für Wien
E-Mail: presse@bildung-wien.gv.at
Telefon: 01 52525 77014
bildung-wien.gv.at

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