Strasser: Zukunftsprozess stärkt Tiergesundheit
„Österreich ist Vorreiter beim sparsamen Umgang mit Tierarzneimitteln“
Staatssekretärin Ulrike Königsberger-Ludwig und Bundesminister Mag. Norbert Totschnig haben heute den Zukunftsprozess Tiergesundheitsdienst 2035 gestartet. Im Mittelpunkt stehen die geplanten Novellen der Tiergesundheitsdienstverordnung sowie der Veterinär-Antibiotika-Mengenströme-Verordnung und der Veterinär-Arzneispezialitäten-Anwendungs-Verordnung. Sie bilden die Grundlage für die Weiterentwicklung des Systems der Tiergesundheitsdienste in Österreich. BAUERNBUND-PRÄSIDENT UND ÖVP-AGRARSPRECHER ABG.Z.NR DI GEORG STRASSER wies auf die Vorreiterrolle hin, die Österreich beim sparsamen Einsatz von Tierarzneimitteln einnimmt.
„Unsere Bäuerinnen und Bauern setzen auf einen verantwortungsvollen Umgang mit Antibiotika zur Sicherung des Tierwohls. Der Einsatz von antimikrobiell wirksamen Substanzen konnte seit 2010 nahezu halbiert werden. Zudem liegt der heimische Antibiotika-Einsatz nur bei etwa der Hälfte des europäischen Durchschnitts. Das ist keine Selbstverständlichkeit, sondern das Ergebnis großer Bemühungen unserer Bauernfamilien, die den Antibiotika-Einsatz in der Tierhaltung so gering wie möglich halten“, betont STRASSER.
Antibiotika zur Behandlung erkrankter Tiere unverzichtbar
Die geplanten Verordnungs-Novellen sind ein wichtiger Schritt zu einem zukunftsfitten System für Österreich. Entscheidend ist dabei: Es braucht Regeln, die fachlich fundiert, verständlich und in der Praxis umsetzbar sind. „Gesunde Tiere sind die Grundlage für eine gesicherte Lebensmittelversorgung und für Wertschöpfung auf den Höfen. Deshalb unterstützen wir Weiterentwicklung, wenn sie Tiergesundheit stärkt, Bürokratie vermeidet und den Betrieben Sicherheit gibt. Aber eines ist für uns klar: Für die Behandlung erkrankter Nutztiere sind Antibiotika unverzichtbar. Dabei geht es nicht nur um wirtschaftliche Aspekte, sondern auch um das Tierwohl. Jedes kranke Tier muss die notwendige Behandlung erhalten“, erklärt STRASSER.
Mit dem eingeschlagenen Weg entspricht die Landwirtschaft auch dem Wunsch der Gesellschaft nach einem möglichst geringen Einsatz von Antibiotika. „Das Ziel lautet: So wenig wie möglich, so viel wie nötig. Wer zu tierischen Lebensmitteln aus Österreich greift, bekommt hohe Qualität, gelebtes Tierwohl und die Gewissheit, dass Antibiotika nur dann zum Einsatz kommen, wenn es wirklich notwendig ist. Diesen erfolgreichen Kurs müssen wir gemeinsam weiterführen, mit praxistauglichen Lösungen und Rechtssicherheit für Tierhalter wie Tierärzte“, bekräftigt STRASSER abschließend.
Bauernbund Österreich
Florian Huemer, BSc.
Direktionsreferent
Telefon: +43 664 8850 9560
E-Mail: f.huemer@bauernbund.at
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