Murtalbahn wird elektrisch: Bund sichert Mitfinanzierung zu

Mobilitätsminister Hanke: „Bundesbeteiligung von 30 Prozent schafft die Basis für den Umstieg auf elektrische Züge im Bezirk Murau“

Die Murtalbahn verbindet auf 66 Kilometern den Bahnhof Unzmarkt an der Rudolfsbahn mit Murau, Predlitz-Turrach an der Grenze zu Salzburg und schließlich Tamsweg. Nun soll diese wichtige Verbindung im Bezirk Murau auf elektrischen Betrieb umgestellt werden. Mit dem Doppelbudget 2027/2028 hat die Bundesregierung das “Mittelfristige Investitionsprogramm für Privatbahnen” (MIP) deutlich aufgestockt: Ab 2027 stehen bundesseitig zusätzlich zu den regulären Mitteln für die Infrastruktur der Privatbahnen jährlich 25 Millionen Euro zur Verfügung. Das Gesamtbudget wächst damit auf rund 114 Millionen Euro.

Mit der Aufstockung können die für einen elektrischen Betrieb notwendigen Modernisierungen der Infrastruktur umgesetzt werden. Der Bund sichert dem Land Steiermark zudem eine anteilige Mitfinanzierung bei der Beschaffung der neuen, elektrisch betriebenen Fahrzeuge zu und ermöglicht damit den baldigen Start der Ausschreibung.

„Mit dieser Zusage schaffen wir die Voraussetzung für ein Projekt, das für den gesamten Bezirk Murau von großer Bedeutung ist. Die Murtalbahn ist seit Jahrzehnten eine verlässliche Verbindung für die Menschen im Murtal, jetzt geben wir ihr mit modernen, elektrischen Zügen eine Zukunft. Mit einem Bundesanteil von rund 30 Prozent an den Fahrzeugbeschaffungen schaffen wir die Voraussetzung dafür, dass die Ausschreibung bald starten kann. Investitionen in solche Bahnstrecken sind Investitionen in Lebensqualität und in eine funktionierende Infrastruktur, auf die sich die Menschen langfristig verlassen können“, betont Bundesminister Peter Hanke.

MEHR TEMPO UND MEHR QUALITÄT AUF DER STRECKE

Landeshauptmann Mario Kunasek: “Die konstruktive Gesprächsbasis zu Bundesminister Peter Hanke trägt einmal mehr Früchte. Die Elektrifizierung der Murtalbahn ist ein Meilenstein für die gesamte Region. Mein Dank gilt dem Bundesminister, denn mit dieser Zusage wird die Murtalbahn als wichtigster Bestandteil im Öffi-Netz im oberen Murtal in eine neue, zukunftsweisende Ära fahren.”

Verkehrslandesrätin Claudia Holzer: „Mit der nun erfolgten Zusage kann das Leuchtturmprojekt Dekarbonisierung der Murtalbahn weiter vorangetrieben werden. Wir werden umgehend mit den Planungen starten, in den nächsten Jahren werden dann die notwendigen Verfahren abgewickelt werden. Jetzt können wir auch mit den Betreibern der Zillertalbahn, der Pinzgauer Lokalbahn und der Murtalbahn die Ausschreibung für die neuen, elektrischen Schmalspurfahrzeuge finalisieren. Auch ich bedanke mich bei Bundesminister Hanke, der stets ein offenes Ohr für steirische Verkehrsangelegenheiten hat.“

Wolfgang Moitzi, Sprecher des Verkehrsausschusses im Nationalrat: „Als Obmann des Verkehrsausschusses freut es mich enorm, dass es uns gelungen ist, trotz der notwendigen Sparmaßnahmen im Bundesbudget nicht beim ‘Mittelfristigen Investitionsprogramm für Privatbahnen’ zu kürzen, sondern die finanziellen Mittel sogar deutlich aufzustocken. Damit wird es somit möglich, die langjährige Forderung zur Elektrifizierung der Murtalbahn aus meiner Heimatregion umzusetzen und den öffentlichen Verkehr damit weiter zu attraktivieren. Die Murtalbahn ist für die Murauerinnen und Murauer eine wesentliche öffentliche Verbindung und Lebensader, die mit diesen Investitionen endlich ins 21. Jahrhundert kommt. Ich danke Minister Hanke für seinen Einsatz, das zeigt wie wichtig uns als Sozialdemokratie der ländliche Raum und der Ausbau der öffentlichen Verkehrsmittel ist!“

RÜCKGRAT FÜR REGION UND WIRTSCHAFT

Neben Fahrzeugkauf und Elektrifizierung umfasst das Vorhaben auch eine Attraktivierung der Infrastruktur sowie eine Anpassung der Werkstätten. Ein zentraler Effekt: Die Fahrzeit zwischen Unzmarkt und Murau soll sich von derzeit 36 auf 24 Minuten verkürzen. Für Pendlerinnen und Pendler sowie Schülerinnen und Schüler, für die die Murtalbahn im Alltag unverzichtbar ist, bedeutet das spürbar kürzere Reisezeiten. Gleichzeitig bleibt die landschaftlich reizvolle Strecke auch touristisch attraktiv, in den Sommermonaten wird weiterhin ein Dampfbetrieb angeboten.

Der Bezirk Murau zählt zu jenen Regionen, in denen der Tourismus ein bedeutender Wirtschaftsfaktor ist. Eine leistungsfähige, moderne Bahnverbindung stärkt hier sowohl die tägliche Mobilität der Bevölkerung als auch die touristische Erreichbarkeit der Region. Zugleich lösen die Modernisierungen über mehrere Jahre hinweg Aufträge für die Bahnindustrie und die regionale Bauwirtschaft aus und sichern damit Beschäftigung im ländlichen Raum ebenso wie am gesamten Wirtschaftsstandort Österreich. Mit der nun gesicherten Bundesbeteiligung rückt ein Projekt näher, das für die Steiermark, das Land Salzburg und den Bund gleichermaßen ein Bekenntnis zu starker öffentlicher Infrastruktur abseits der Ballungsräume ist.

Bundesministerium für Innovation, Mobilität und Infrastruktur (BMIMI)
Carina Novy
Telefon: +43 1 711 62-65 8010
E-Mail: carina.novy@bmimi.gv.at
Website: https://bmimi.gv.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS. www.ots.at
© Copyright APA-OTS Originaltext-Service GmbH und der jeweilige Aussender

Kommentare sind geschlossen, aber trackbacks und Pingbacks sind offen.