Ganz Wien: Grätzl-Ladezonen jetzt in Neubau und weiteren Bezirken
Nach der erfolgreichen Einführung der neuen Art der Ladezone für Privatpersonen und Gewerbetreibende in der Josefstadt folgen nun Grätzl-Ladezonen in fünf weiteren Bezirken.
Wien, 27.7.26 – Die Grätzl-Ladezone hat sich bewährt und wird deshalb in immer mehr Wiener Bezirken errichtet. Neubau hat nun in der Schottenfeldgasse 35 und 42-44 seine ersten Standorte, die im Vergleich zu klassischen Ladezonen zwei Vorteile bieten: Einerseits dürfen Grätzl-Ladezonen auch von Privatpersonen genutzt werden, andererseits werden sie nicht von einzelnen Unternehmen beantragt, sondern gezielt von Stadtplanern dort errichtet, wo der Bedarf am größten ist.
„Wir Zusteller freuen uns, dass das Konzept der Grätzl-Ladezonen angekommen ist und sie in immer mehr Bezirken errichtet werden,“ sagt Gurdial Singh Bajwa, Obmann der Wiener Kleintransporteure. „Denn wir – und damit unsere Kunden – profitieren besonders von Grätzl-Ladezonen“.
Bisher musste jede Ladezone einzeln von einem Betrieb beantragt werden. „Das hat gerade in Gegenden, wo es keine oder wenig Betriebe gibt, dazu geführt, dass Lieferanten keine legale Haltemöglichkeit vorgefunden haben. Sie mussten länger nach einer Ladezone suchen und dann weite Wege zu Fuß zurücklegen, was Zeit und Geld kostet. Durch die gezielte Errichtung von Grätzl-Ladezonen werden Lieferanten entlastet und der Straßenverkehr reduziert.“
LADEZONEN-RECHNER
Denn der optimale Standort einer Grätzl-Ladezone wird vom Ladezonen-Rechner, der von der Wirtschaftskammer Wien und der TU Wien entwickelt wurde, ausgearbeitet. Die Software berechnet anhand der jeweiligen Umgebung, wo und in welcher Länge eine Ladezone benötigt wird.
„Die Mobilität in unseren Grätzln verändert sich – und damit auch die Anforderungen an den öffentlichen Raum. Es geht längst nicht mehr nur um fixe Parkplätze und Ladezonen für Warenanlieferungen: Auch Handwerksbetriebe, Pflegedienste, Bewohner*innen mit einem größeren Einkauf, Menschen mit Sharing- oder Mietautos oder Familien vor einer Urlaubsreise sind darauf angewiesen, in Wohnortnähe kurz halten sowie ein- und ausladen zu können. Als Bezirk ist es unsere Aufgabe, dafür praktikable Lösungen zu schaffen. Deshalb freue ich mich besonders über die Initiative der Wirtschaftskammer Wien und die Unterstützung durch die Verkehrsbehörde (MA 46)“, so Bezirksvorsteher Markus Reiter. „Die Grätzl-Ladezonen erleichtern es, dort Halte- und Lademöglichkeiten einzurichten, wo sie tatsächlich gebraucht werden. Das ist eine sinnvolle Ergänzung zu den bestehenden Haltezonen im Bezirk und ein wichtiger Beitrag zu einer fairen und zeitgemäßen Nutzung des öffentlichen Raums.“
WEITERE STANDORTE UND FUNKTIONSWEISE
In der Josefstadt wurde vor knapp mehr als einem Jahr die erste Grätzl-Ladezone errichtet; mittlerweile gibt es 15 davon im Bezirk. Aber nicht nur der Neubau hat jetzt als erster neuer Bezirk zwei eigene Grätzl-Ladezonen und plant bereits die nächsten. Auch in Mariahilf steht eine solche Zone in der Gumpendorfer Straße und weitere sollen kommen. Die Ausweitung der Grätzl-Ladezonen soll sich in Zukunft auf das gesamte Stadtgebiet erstrecken. Bereits in Planung befinden sich Standorte in der Leopoldstadt, in Wieden und in Meidling.
Privatpersonen dürfen in Grätzl-Ladezonen zu Lieferzwecken oder für andere kurze Besorgungen für maximal 10 Minuten bzw. für die Dauer des Ladevorgangs halten. Dafür ist ein kostenloser Kurzparkschein erforderlich. Grätzl-Ladezonen dürfen von Montag bis Freitag (werktags) von 07.00 bis 19.00 Uhr und Samstag (werktags) von 07.00 bis 13.00 Uhr verwendet werden. Außerhalb dieser Zeiten kann die Zone unter Berücksichtigung der Kurzparkzonenregelung zum Parken genutzt werden.
RÜCKFRAGEN:
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