„Kinder brauchen Schutz vor digitalen Suchtmechanismen“: Handelsverband begrüßt Social-Media-Verbot für unter 14-Jährige

Plattformen müssen Verantwortung übernehmen. 78% der Österreicher:innen befürworten Einschränkungen für TikTok, um Jugendliche zu schützen.

Der Handelsverband begrüßt die heutige Einigung der Bundesregierung im Sommerministerrat auf ein SOCIAL-MEDIA-VERBOT FÜR KINDER UNTER 14 JAHREN. Betroffen sind Plattformen mit suchtfördernden Mechanismen wie TikTok, Instagram, Facebook, Snapchat und X (vormals Twitter). Nicht Eltern oder Schulen, sondern die PLATTFORMBETREIBER selbst sind für eine datenschutzkonforme Alterskontrolle verantwortlich, damit Jugendliche wirksam geschützt werden.

Dass Österreich die ALTERSGRENZE BEI 14 JAHREN ansetzt, entspricht der heimischen Mündigkeitsgrenze und schafft damit eine sachlich nachvollziehbare und rechtssystematisch konsistente Regelung. Der Gesetzesentwurf wird noch heute in Begutachtung und an die EU-Kommission zur Notifizierung geschickt.

_„Die heimischen KINDERZIMMER dürfen kein rechtsfreier Raum für globale PLATTFORMKONZERNE sein. Endlos-Feeds, gefährliche Inhalte, manipulative Algorithmen und Cybermobbing sind eine TOXISCHE MISCHUNG“, _sagt RAINER WILL, Geschäftsführer des freien, überparteilichen Handelsverbands. _„Wer Milliarden mit der AUFMERKSAMKEIT junger Menschen verdient, muss auch Verantwortung für deren SCHUTZ übernehmen. Das Social-Media-Verbot für unter 14-Jährige ist daher ein WICHTIGER UND ÜBERFÄLLIGER SCHRITT.“_

HV CONSUMER CHECK: 80% DER BEVÖLKERUNG AUF SOCIAL MEDIA AKTIV

Wie groß der EINFLUSS SOZIALER NETZWERKE auf Konsumentscheidungen ist, zeigt ein HV Consumer Check aus dem Vorjahr: 80% der österreichischen Bevölkerung sind auf Social Media aktiv, JEDE:R DRITTE hat dort bereits DIREKT EINGEKAUFT. Die durchschnittlichen Ausgaben belaufen sich auf 259 EURO PRO JAHR.

Die BELIEBTESTEN SOCIAL MEDIA-PLATTFORMEN sind hierzulande Facebook (64%) und Instagram (50%), gefolgt von Pinterest (22%), TikTok (21%), Linkedin (17%) und SnapChat (16%). Bei INFLUENCERN ist Instagram führend: 28% folgen dort Persönlichkeiten, die Werbung für Waren oder Dienstleistungen machen, gefolgt von Facebook (19%) und TikTok 12%.

78% DER ÖSTERREICHER:INNEN BEFÜRWORTEN EINSCHRÄNKUNGEN FÜR TIKTOK

Große Skepsis gibt es in Österreich insbesondere gegenüber der chinesischen Social-Media-Plattform TikTok und dem am 15. Juni 2026 gelaunchten TIKTOK SHOP. 78% der Österreicher:innen haben sich für EINSCHRÄNKUNGEN VON TIKTOK ausgesprochen, insbesondere zum Schutz Jugendlicher. 58% befürworten eine STRENGE ALTERSBESCHRÄNKUNG, ein Fünftel der Bevölkerung würde sogar ein komplettes VERBOT UNTERSTÜTZEN.

_„SOCIAL COMMERCE IST TEIL DER MODERNEN HANDELSWELT. Vertrauen ist hier die Basis. Wer junge Menschen schützt, stärkt langfristig auch den fairen Wettbewerb und die Akzeptanz neuer Handelsformen. Gerade deshalb braucht es klare LEITPLANKEN, wirksame ALTERSKONTROLLEN und konsequente Regeln gegen manipulative Geschäftspraktiken“_, so Handelssprecher RAINER WILL.

Der Handelsverband verweist darauf, dass Plattformen bereits nach dem DIGITAL SERVICES ACT (DSA) verpflichtet sind, Risiken für Minderjährige zu reduzieren. Alterskontrollen und Jugendschutz müssen nun konsequent umgesetzt werden. Mittelfristig plädiert der HV für eine HARMONISIERTE EUROPÄISCHE LÖSUNG, unterstützt angesichts des dringenden Handlungsbedarfs aber den RASCHEN ÖSTERREICHISCHEN VORSTOSS.

Handelsverband
Mag. Gerald Kühberger, MA
Pressesprecher
Telefon: +43 (1) 406 22 36 77
E-Mail: gerald.kuehberger@handelsverband.at

Mag. Manuel Friedl
Senior Communications Manager
Telefon: +43 (1) 406 22 36 80
E-Mail: manuel.friedl@handelsverband.at

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