ARBÖ: Preismasten bei E-Ladestation für bessere Kostentransparenz

Wie bei den Tankstellen mit Diesel und Benzin sollte es auch bei E-Ladestationen Preismasten geben, auf welchen klar ersichtlich ist, wie viel das Laden mit Strom kostet.

Vorbild für eine solche Regelung könnte die neue E-Ladestation der Burgenland Energie in Mattersburg sein, die vor wenigen Wochen eröffnet wurde. An dieser Elektrotankstelle ist ein Preismast angebracht, der die aktuellen Kosten pro Kilowatt zeigt. Eine verpflichtende Preisauszeichnung wie diese fordert der ARBÖ bei allen E-Ladepunkten. „Autofahrer sind diese Transparenz von den klassischen Tankstellen mit Benzin und Diesel gewohnt. Es sollte auch bei E-Ladestationen diese Preisauszeichnung geben, damit Kosten besser vergleichbar sind und sich günstige Ladepunkte ansteuern lassen“, führt Dr. Peter Rezar, Präsident des ARBÖ, aus. ARBÖ-Mitglieder, die elektrisch fahren, berichten häufig von der unklaren Preisgestaltung an E-Ladestationen. Daher plädiert der ARBÖ für eine neue Regelung, nach der Betreiber von E-Ladestationen den aktuellen Preis inklusive Konditionen und Gebühren pro Kilowattstunde angeben müssen. Der Tarifdschungel beim Aufladen von Elektro- und Plug-in-Hybrid-Fahrzeugen soll so übersichtlicher werden.

In Dänemark gibt es diese Art der Preisauszeichnung an zahlreichen E-Tankstellen, und auch in Bayern haben einige Stromanbieter dieses System schon umgesetzt. Dort können Autofahrer – wie bei der E-Tankstelle in Mattersburg – schon aus größerer Distanz die exakten Kosten für die Kilowattstunde am Preismast ablesen. Bei E-Ladepunkten in Österreich wissen die Konsumenten oftmals nicht, welchen Strompreis sie am Ende bezahlen müssen. Die Kosten finden sich meist nur in Apps am Smartphone beziehungsweise unmittelbar am Bildschirm der Stromzapfsäule. Wie viel tatsächlich für die Kilowattstunde berappt werden muss und welche Gebühren zusätzlich angefallen sind, ist vielfach erst auf der Endabrechnung ersichtlich. Das führt verständlicherweise häufig zu Beschwerden und berechtigtem Unmut.

„Gerade jetzt, wo der Markt für Elektro- und Plug-in-Hybrid-Autos in Österreich Fahrt aufnimmt, weil Diesel und Benzin sehr teuer sind und auch Privatkäufer vermehrt auf Stromer und alternative Antriebe umsteigen, wäre es aus Sicht des ARBÖ notwendig, eine klare Preistransparenz herzustellen. Preismasten an den Ladestationen wären dafür die beste Lösung, damit die Konsumenten wissen, wie teuer das Laden des Akkus ist“, schließt Rezar ab.

ARBÖ-Bundesorganisation, Presseabteilung
Sebastian Obrecht, MA
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