Hitze trifft nicht alle gleich: Wiener Hilfswerk bietet vier Coole Zonen in Wien – ein Standort im August auch sonntags
DIE SOMMER WERDEN HEISSER, UND HITZEWELLEN VERSCHÄRFEN SOZIALE UNGLEICHHEITEN – EINE ENTWICKLUNG, VOR DER AUCH UNO UND WHO WARNEN. IN DEN NACHBARSCHAFTSZENTREN UND IM CLUB 21 DES WIENER HILFSWERKS STEHEN DIE HEISSEN SOMMERMONATE DESHALB AUCH IM ZEICHEN DES NIEDERSCHWELLIGEN UND KOSTENLOSEN ZUGANGS ZU KÜHLEN ORTEN – IN KOOPERATION MIT DER STADT WIEN.
Um allen Menschen an heißen Sommertagen unkompliziert Entlastung zu bieten, beteiligt sich das Wiener Hilfswerk an der Initiative „Coole Zonen“ der Stadt Wien. Die kostenfrei zugänglichen, angenehm temperierten Innenräume stehen während der Sommermonate allen Menschen offen und bieten kühle Aufenthaltsbereiche, Sitzgelegenheiten und Trinkwasser. Zu den Standorten des Wiener Hilfswerks zählen das Nachbarschaftszentrum 2 (Vorgartenstraße 145–157, Stiege 1, Erdgeschoß), das Nachbarschaftszentrum 7 (Schottenfeldgasse 29/2), das Nachbarschaftszentrum 15 (Sechshauser Straße 76) sowie der Club 21 (Stadtbahnbogen 132).
„Die Atmosphäre ist sehr angenehm – nette Menschen, ein kurzer Weg, man kennt sich, man fühlt sich wohl“, so eine Besucherin über die Coole Zone im Nachbarschaftszentrum 7.
HITZE ALS SOZIALE FRAGE
Menschen mit geringem Einkommen sind von den Folgen extremer Hitze besonders stark betroffen, weil sie häufig in schlecht gedämmten Wohnungen ohne ausreichende Beschattung leben und sich Maßnahmen zur Kühlung oft nicht leisten können. Studien zeigen, dass armutsbetroffene Familien ihre Wohnungen im Sommer als „unerträglich“ erleben, Kinder unter Schlafproblemen leiden und Klimaanlagen oder andere Kühlmöglichkeiten aus finanziellen Gründen meist keine Option sind. Auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) weist darauf hin, dass Menschen mit niedrigem Einkommen aufgrund schlechterer Wohnverhältnisse, geringerer Anpassungsmöglichkeiten und einer höheren gesundheitlichen Vorbelastung einem deutlich höheren Risiko durch Hitze ausgesetzt sind.[1]
Laut UNO gibt es einen engen Zusammenhang zwischen Klimakrise und sozialer Ungleichheit.[2] Die Vereinten Nationen betonen, dass die Folgen des Klimawandels jene Menschen am stärksten treffen, die bereits in vulnerablen Lebenslagen sind – unter anderem aufgrund von Armut. Extreme Hitze verschärft bestehende Ungleichheiten und stellt eine wachsende Herausforderung für Gesundheit, Wohnen und soziale Teilhabe dar.
„Hitze trifft nicht alle Menschen gleichermaßen. Wer in einer kleinen, schlecht gekühlten Wohnung lebt oder sich keine Möglichkeiten zur Abkühlung leisten kann, ist besonders belastet. Unsere Nachbarschaftszentren und der Club 21 sind Orte der Begegnung und des solidarischen Miteinanders. Mit den Coolen Zonen schaffen wir an vier Standorten ein kostenloses Angebot, das allen Menschen offensteht und zeigt: Hitzeschutz ist auch eine Frage der sozialen Gerechtigkeit“, ergänzt Michael Eibensteiner, Leiter der Wiener Hilfswerk Nachbarschaftszentren.
COOLE ZONEN: ÖFFNUNGSZEITEN UND ORTE
WIENER HILFSWERK – NACHBARSCHAFTSZENTRUM 2 – LEOPOLDSTADT
David Weichselbaum – Wiener Hilfswerk
T: +43 1 512 36 61-1455, M: +43 664 618 93 13
E: presse@wiener.hilfswerk.at / www.wiener.hilfswerk.at
Eva Pilipp – Wiener Hilfswerk
T: +43 1 512 36 61-1454, M: +43 664 840 42 25
E: presse@wiener.hilfswerk.at / www.wiener.hilfswerk.at
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