Laurenz Pöttinger: FPÖ verunsichert, statt Lösungen für die Energiezukunft zu liefern
ÖVP-Energiesprecher: Heimischen Strom stärken, Speicher ausbauen, Versorgung sichern
„Wer aus einer einzelnen Monatsbilanz eine grundsätzliche Debatte über die Versorgungssicherheit Österreichs ableitet, macht es sich zu einfach. Stromflüsse unterliegen Schwankungen und finden in einem europäischen Strommarkt statt. Österreich verfügt über eine der verlässlichsten Stromversorgungen Europas. Entscheidend ist, dass wir diese Stärke weiter absichern – mit heimischer Erzeugung, leistungsfähigen Netzen, Speichern und ausreichend gesicherter Leistung“, erklärte heute, Mittwoch, ÖVP-Energiesprecher Laurenz Pöttinger zu den Aussagen der freiheitlichen Energiesprecher Axel Kassegger und Paul Hammerl.
„Stromimporte mit mangelnder Versorgungssicherheit gleichzusetzen, greift zu kurz und verkennt die Funktionsweise des europäischen Strommarkts. Wir sind Teil eines europäischen Stromverbunds. Gerade bei wetterbedingten Schwankungen sorgt dieser dafür, dass Strom dort verfügbar ist, wo er gebraucht wird. Gleichzeitig müssen wir unsere heimischen Potenziale noch besser nutzen.“
„Wir müssen unsere heimischen Erzeugungskapazitäten insgesamt stärken. Gerade der Sommer hat gezeigt, dass einzelne Technologien wetterbedingt starken Schwankungen unterliegen können. Deshalb brauchen wir einen breiten und resilienten Erzeugermix aus Photovoltaik, Windkraft, Wasserkraft oder anderen erneuerbaren Energieformen. Dazu kommen leistungsfähige Netze und ausreichend Speicher. Nur das Zusammenspiel aller Technologien schafft Versorgungssicherheit und macht uns weniger abhängig von Importen.“
„Auch bei der Photovoltaik muss stärker auf die Verfügbarkeit des Stroms geachtet werden. Der Hitzesommer hat gezeigt: Wir haben zu Mittag vielfach günstigen heimischen Sonnenstrom, während am Abend die Erzeugung zurückgeht und Nachfrage und Preise steigen. Dafür brauchen wir mehr Speicher, die richtig eingesetzt werden – vom Haushalt über große Batteriespeicher bis zu unseren Pumpspeichern. Genau darauf richten wir unsere Energiepolitik jetzt noch stärker aus.“ Pöttinger verweist dabei auf die von Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer angekündigte Neuausrichtung der PV-Förderung.
„Unser Ziel ist klar: Wir wollen mehr heimischen Strom erzeugen, ihn speichern und genau dann verfügbar machen, wenn er gebraucht wird. Was wir nicht brauchen, sind parteipolitische Panikmache und ein Zurück zu neuen einseitigen Abhängigkeiten“, so Pöttinger abschließend. (Schluss)
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