SPÖ-Sidl: Renaturierung darf kein Etikettenschwindel werden – Bestehende Maßnahmen allein reichen nicht aus
EU-Abgeordneter fordert mehr Ambition bei nationaler Umsetzung der europäischen Renaturierungsziele
Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig hat den Entwurf für Österreichs nationalen Wiederherstellungsplan zur Umsetzung der EU-Renaturierungsverordnung vorgelegt. Dabei soll vor allem auf bereits bestehende Programme und Fördermaßnahmen gesetzt werden. SPÖ-EU-Abgeordneter Günther Sidl fordert einen ambitionierten Plan, der den europäischen Renaturierungszielen auch auf nationaler Ebene gerecht wird: „Der heurige Hitzesommer müsste eigentlich bei allen die Alarmglocken schrillen lassen. Wir müssen alles daransetzen, die Klimakrise nicht weiter zu verschärfen und uns gleichzeitig besser vor ihren bereits spürbaren Folgen zu schützen. Genau deshalb haben wir die Renaturierungsverordnung auf europäischer Ebene beschlossen. Es reicht längst nicht mehr, nur jene Natur zu schützen, die noch intakt ist. Zu viel ist bereits verloren gegangen oder geschädigt. Der Beton muss endlich wieder aufbrechen und der Natur Platz machen. Mehr Grün schützt uns vor Hitze, speichert dringend benötigtes Wasser und sichert damit gerade für die Landwirtschaft eine ihrer wichtigsten Lebensgrundlagen.“ ****
Sidl weiter: „Der österreichische Wiederherstellungsplan muss deshalb ambitioniert genug sein, um den Renaturierungszielen, die wir auf europäischer Ebene beschlossen haben, auch tatsächlich gerecht zu werden. Er darf nicht zum Etikettenschwindel werden, bei dem bestehende Maßnahmen einfach neu verpackt werden. Die dramatischen Folgen der Dürre für unsere Landwirtschaft haben noch einmal deutlich gemacht, dass Klimaschutz keine Frage politischer Vorlieben ist, sondern notwendig, um unsere Lebensgrundlagen zu schützen. Dass nach jahrelangem Stillstand nun endlich die politischen Blockaden für ein neues Klimagesetz in Österreich überwunden werden konnten, ist deshalb ein wichtiger Schritt. Jetzt braucht es denselben Anspruch bei der Renaturierung. Wer unsere Böden, unsere Wasservorräte und damit auch die Zukunft unserer Landwirtschaft schützen will, muss den österreichischen Wiederherstellungsplan jetzt mit wirkungsvollen Maßnahmen füllen.“ (Schluss) ls
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der SPÖ-Delegation im
Europaparlament
Jasmin Wagner
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