Grunderwerbsteuer-Einnahmen sprudeln – Junge NEOS pochen auf Entlastung beim ersten Eigenheim
Die aktuellen Zahlen aus dem Budgetvollzug zeigen einen starken Anstieg der Einnahmen aus der Grunderwerbsteuer: 2025 nahm der Staat damit rund 1,3 Milliarden Euro ein – knapp 17 Prozent mehr als im Jahr davor. Von Jänner bis Juli 2026 flossen bereits rund 860 Millionen Euro in die Staatskasse. Das entspricht einem weiteren Anstieg von mehr als 20 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
„Der Staat profitiert davon, dass der Weg zum Eigenheim für junge Menschen immer teurer wird. Wer jahrelang arbeitet und konsequent spart, um sich den Traum von den eigenen vier Wänden zu erfüllen, darf nicht auch noch mit einer fünfstelligen Steuerrechnung belastet werden“, so JUNOS-Bundesvorsitzende Sophie Wotschke. „Mittelfristig brauchen wir eine klare Perspektive für die Abschaffung der Grunderwerbsteuer beim ersten selbst genutzten Eigenheim.“
Der reguläre Steuersatz beträgt 3,5 Prozent. Bei einer Wohnung um 500.000 Euro fallen damit allein 17.500 Euro Grunderwerbsteuer an. Dazu kommen weitere Gebühren sowie Finanzierungs- und Vertragserrichtungskosten. Gerade für junge Menschen und Familien werden diese hohen Nebenkosten zunehmend zur Hürde.
„Vor allem in den westlichen Bundesländern sind die Immobilienpreise mittlerweile so hoch, dass sich junge Menschen Eigentum trotz guter Ausbildung, Arbeit und jahrelangem Sparen kaum noch leisten können“, erklärt die stv. JUNOS-Bundesvorsitzende und Vorarlberger NEOS-Landtagsabgeordnete Fabienne Lackner. „Wenn beim Kauf zusätzlich Zehntausende Euro an Steuern und Gebühren fällig werden, rückt das Eigentum für viele endgültig außer Reichweite. Junge Menschen beim Eigentumsaufbau zu entlasten, muss deshalb ein gemeinsames Ziel von Bund und Ländern sein.“
Das Doppelbudget ist beschlossen und setzt den finanziellen Rahmen für die kommenden Jahre. Umso wichtiger ist es aus Sicht der JUNOS, bereits jetzt die nächsten strukturellen Entlastungsschritte vorzubereiten. Für 2026 rechnet der Bund mit Einnahmen von insgesamt 1,5 Milliarden Euro aus der Grunderwerbsteuer – nochmals 15 Prozent mehr als 2025.
„Eine Umsetzung von heute auf morgen ist angesichts der aktuellen Budgetlage nicht realistisch. Das darf aber nicht bedeuten, dass die Politik auf eine langfristige Perspektive verzichtet“, betont Wotschke.
„Die Befreiung von der Grunderwerbsteuer wäre eine gezielte Entlastung für junge Menschen und Familien. Sie würde dazu beitragen, dass Eigentumsaufbau nicht nur für Erbinnen und Erben möglich bleibt. Eigentum bedeutet Sicherheit. Wer sich aus eigener Kraft ein Eigenheim schaffen möchte, soll dabei unterstützt und nicht ausgebremst werden. Das Aufstiegsversprechen gehört erneuert!“, halten Wotschke und Lackner abschließend fest.
JUNOS
Fabienne Lackner
E-Mail: fabienne.lackner@junos.at
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