FPÖ – Hammerl: „Hattmannsdorfers Billigstrom-Show wird zur Kostenfalle“

„Heute Strompreisspitzen über 50 Cent – rund 60.000 Haushalte mit dynamischen Tarifen tragen das Preisrisiko“

„Hattmannsdorfer hat bis zu 300 Euro Ersparnis beworben. Heute erreicht der Großhandelspreis zwischen 19.45 und 20.15 Uhr mehr als 50 Cent je Kilowattstunde. Wer seiner Empfehlung vertraut hat, bekommt das Risiko dynamischer Tarife jetzt unmittelbar zu spüren. Der ÖVP-Minister hat sich für sein Billigstrom-Versprechen feiern lassen, die betroffenen Bürger bezahlen die hohen Rechnungen. Für diese verantwortungslose Showpolitik trägt Hattmannsdorfer die politische Verantwortung“, kritisierte heute der freiheitliche Nationalratsabgeordnete NAbg. Paul Hammerl.

Rund 60.000 Haushalte hätten bereits einen dynamischen Stromtarif, Tendenz stark steigend. Hattmannsdorfer habe diese Verträge nicht nur beworben, sondern mit dem neuen Elektrizitätswirtschaftsgesetz auch eine gesetzliche Angebotspflicht verankert. „Er hat die Verbreitung solcher Tarife gezielt vorangetrieben. Die möglichen Einsparungen wurden groß verkauft, das volle Börsenpreisrisiko bleibt bei den Kunden. Unsere Warnungen wurden in den Wind geschlagen. Wer dem Minister vertraut hat und jetzt hohe Mehrkosten trägt, hat von seinen schönen Schlagzeilen keinen einzigen Euro“, so Hammerl.

„Auch die Bundeswettbewerbsbehörde und die E-Control haben auf die Risiken dynamischer Stromtarife hingewiesen. Hattmannsdorfer hat dennoch mit bis zu 300 Euro Ersparnis geworben und die Menschen zum Umstieg ermuntert. Wer trotz solcher Warnungen mögliche Einsparungen groß vermarktet, kann sich bei steigenden Rechnungen nicht aus der Verantwortung stehlen. Für jene, die seiner Empfehlung vertraut haben und jetzt hohe Mehrkosten tragen, ist seine Billigstrom-Show zur Kostenfalle geworden. Die Warnungen lagen auf dem Tisch – Hattmannsdorfer schuldet den Betroffenen eine Erklärung“, erklärte Hammerl.

Hammerl warnte vor weiteren Belastungen: „Gerade am Abend, wenn Familien kochen und Strom brauchen, schlagen die Preisspitzen durch. Zu den heutigen Börsenpreisen von über 50 Cent kommen Netzkosten, Steuern und weitere Entgeltbestandteile hinzu. Und die teuren Wintermonate stehen erst bevor. Hattmannsdorfer muss endlich öffentlich über die Risiken seiner beworbenen Tarife aufklären, statt die Menschen mit den Folgen allein zu lassen!“

„Hattmannsdorfers Sparversprechen hat damals breite mediale Aufmerksamkeit erhalten. Die hohen Kosten und Risiken für die betroffenen Haushalte verdienen heute dieselbe Aufmerksamkeit. Gerade jetzt kann eine objektive Berichterstattung viel bewirken: Sie macht sichtbar, was aus politischen Versprechen geworden ist, und hilft den Menschen, sich vor weiteren finanziellen Belastungen zu schützen. Hattmannsdorfer schuldet den Bürgern jedenfalls eine Erklärung“, betonte Hammerl.

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