ALPSiX 2 – Auftaktveranstaltung feiert digitale Datendrehscheibe im Alpen-Adria-Raum
LR Schuschnig zu Technologiestandort Kärnten: Norditalien und Zagreb künftig in 4, Frankfurt in 11 Millisekunden erreichbar – Plan: digitaler Wirtschaftsraum mit Steiermark
„Wo Menschen und Waren unterwegs sind, fließen auch Daten. Ein moderner Standort braucht daher neben Straße und Schiene zwingend auch eine starke digitale Infrastruktur“, betonte der Landesrat. Deshalb habe Kärnten den Glasfaserausbau weitergedacht und knapp sechs Millionen Euro in ALPSiX investiert, um die Infrastruktur auf die nächste Ebene zu heben. „Wir positionieren Kärnten ganz bewusst als digitale Drehscheibe im Alpen-Adria-Raum und setzen damit ein starkes Zeichen auf der europäischen Landkarte der Datenverkehrswege. Gemeinsam zeigen wir heute, dass Kärnten in der digitalen Infrastruktur nicht am Rand liegt, sondern ein zentraler Akteur im Herzen Europas ist“, so der Landesrat.
In einer von Künstlicher Intelligenz geprägten Zeit würden künftig vor allem Sicherheit, Geschwindigkeit und Latenzzeiten im Mittelpunkt stehen. „Über Bandbreiten-Tarife oder den Nutzen von Glasfaser zu diskutieren, können wir uns als Wirtschaftsstandort nicht leisten. Latenzzeiten werden mitentscheiden, wo investiert wird, wo Forschung und Entwicklung wachsen und wo 5G-Anwendungen tatsächlich funktionieren“, betonte Schuschnig. Mit ALPSiX sollen Norditalien und Zagreb künftig in rund vier Millisekunden erreichbar sein, der für Kärnten besonders wichtige Knotenpunkt Frankfurt in rund elf. Zudem wurde mit dem steirischen Landesrat Willibald Ehrenhöfer bereits vereinbart, Kärnten und die Steiermark als Wirtschaftsraum mit über 1,8 Millionen Menschen auch digital zu verbinden.
Schuschnig verdeutlichte mit konkreten Beispielen, wie die hoch die Anforderungen am digitalen Sektor heute seien, so etwa im Bereich der Industrie, in der Medizin oder beim autonomen Fahren. „Wer kurze Latenzzeiten braucht, muss die digitale Infrastruktur auch abseits der Metropolen ausbauen. Daten orientieren sich nicht an Leitungen, sondern an Menschen und Anwendungen. Entscheidend ist daher nicht nur, wie viele Spuren eine Datenautobahn hat, sondern wo sich die nächste Auffahrt befindet“, so der Landesrat. Gerade für einen stark exportorientierten Standort wie Kärnten sei es daher entscheidend, den Datenverkehr näher an Wirtschaft, Forschung und die Bevölkerung zu bringen.
Neben der Geschwindigkeit hob Schuschnig ebenso die Bedeutung für die Versorgungssicherheit hervor: „Die Bedrohungslage hat sich in den vergangenen Jahren massiv verschärft. Wenn sich digitale Infrastruktur auf wenige Standorte konzentriert, kann ein Ausfall die ganze Republik treffen. Wir schaffen mit ALPSiX daher Alternativen und stärken die Ausfallsicherheit.“
Im Anschluss an Schuschnigs Rede hielten DE-CIX-CEO Ivo Ivanov und Anna Kopp, Director Microsoft Digital bei Microsoft Deutschland, Keynotes. Mit einer Podiumsdiskussion zum Thema „Digitale Infrastruktur als Innovationstreiber“, unter anderem mit Christoph Schlager (CEO Philips Austria) und David Mayer-Heinisch (CEO und Founder von Froots), wurde das Event abgeschlossen. (Schluss)
Landespressedienst/Landesregierung Kärnten
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