Klinik Hietzing modernisiert Notfallmedizin und Labor
Neue sanierte Räumlichkeiten und gebündelte diagnostische Angebote verkürzen Wege und verbessern die Versorgung von Notfallpatient*innen
In der Klinik Hietzing wurden die neu adaptierten Räumlichkeiten für die Abteilung für Notfallmedizin und das Institut für Labormedizin in einem sanierten historischen Pavillon eröffnet. Die Zusammenführung der beiden Bereiche unter einem Dach stellt optimale Voraussetzungen für eine noch raschere Versorgung sicher. Die neue Notfallmedizin verfügt nun über zwei Schockräume und einen Überwachungsraum mit Platz für drei Patient*innen, wo lebensbedrohliche Zustände engmaschig beobachtet und behandelt werden sowie ein eigenes CT-Gerät. Dadurch kann die bildgebende Diagnostik direkt vor Ort erfolgen, und zusätzliche Transportwege für Patient*innen entfallen. Das digitalisierte Labor ermöglicht effizientere diagnostische Abläufe. Die Sanierung ist Teil des umfassenden Modernisierungsprozesses der Klinik Hietzing, die bis 2039 zu einer modernen Zentralklinik umgebaut wird.
„Wir modernisieren die Gesundheitsversorgung in Wien laufend und warten damit nicht auf die Fertigstellung der neuen Zentralklinik. Durch die Sanierung eines bestehenden Pavillons wurden am Standort Hietzing zusätzliche Übergangsbauten vermieden und gleichzeitig modernste Anforderungen erfüllt. Damit schaffen wir bereits jetzt, im laufenden Bauprojekt, beste Bedingungen für Patient*innen und Mitarbeiter*innen“, betont Peter Hacker, Stadtrat für Soziales, Gesundheit und Sport.
MEHR ALS 27.000 PATIENT*INNEN-KONTAKTE
Die Abteilung für Notfallmedizin der Klinik Hietzing verzeichnete 2025 mehr als 27.100 Patient*innen-Kontakte und nahm täglich bis zu 100 Rettungsanfahrten entgegen. Rund 4.500 Patient*innen wurden im selben Zeitraum stationär aufgenommen. Das entspricht 23 Prozent aller stationären Aufnahmen in den Notfallabteilungen des Wiener Gesundheitsverbundes. Zu den am häufigsten behandelten Krankheitsbildern zählen lebensbedrohliche Notfälle wie Herzinfarkte, Herzrhythmusstörungen sowie akute Beschwerden bei COPD, Nieren- und Stoffwechselerkrankungen, Schmerzen und Atemnot.
„Der neue Zentralbau der Klinik Hietzing ist ein großes Zukunftsprojekt. Mit den neuen Räumen für Notfallmedizin und Labor sorgen wir auch während der Bauphase dafür, dass Patient*innen bestens behandelt werden und Mitarbeiter*innen gute Rahmenbedingungen vorfinden. Mein Dank gilt allen Beteiligten, die diese anspruchsvolle Modernisierung mit großem Einsatz vorantreiben“, so Evelyn Kölldorfer-Leitgeb, Generaldirektorin des Wiener Gesundheitsverbundes.
RUND 3,3 MILLIONEN LABORANALYSEN PRO JAHR
Auch das Institut für Labormedizin ist ein zentraler Bestandteil der Versorgung am Standort. 2025 wurden rund 3,3 Millionen Analysen ausgewertet. Die Digitalisierung der Laborprozesse beschleunigt die Verarbeitung und Verfügbarkeit von Befunden. Eigene Validierungsräume und lärmgeschützte Arbeitsbereiche schaffen zudem gute Bedingungen für die konzentrierte fachliche Beurteilung. Durch die unmittelbare Nähe von Notfallmedizin, Labordiagnostik und radiologischer Bildgebung können die beteiligten Fachbereiche enger zusammenarbeiten.
„Was Patient*innen nicht sehen, ist für ihre Behandlung oft entscheidend. Jede Minute, die in der Diagnostik gewonnen wird, ist eine zusätzliche Minute für die optimierte Therapie“, erklärt Wolfgang Huf, Ärztlicher Direktor der Klinik Hietzing.
SANIERTER PAVILLON ALS TEIL DES GESAMTPROJEKTS
Die Modernisierung der Klinik Hietzing erfolgt bei laufendem Betrieb. Damit die Versorgung während der Bauphase uneingeschränkt aufrechterhalten werden kann, werden bestehende Pavillons saniert und vorübergehend für medizinische Bereiche genutzt. Der Pavillon 13, in dem nun die Abteilung für Notfallmedizin und das Institut für Labormedizin untergebracht sind, ist Teil dieser strategisch geplanten Interimslösungen.
„Die Sanierung des Pavillons 13 zeigt, wie bestehende Bausubstanz gezielt weiterentwickelt und an die Anforderungen einer modernen Medizin angepasst werden kann. Entscheidend dafür ist das enge Zusammenspiel von Klinik und Bauprojekt, von der Planung über die Umsetzung bis hin zur Inbetriebnahme“, sagt Marie-Thérèse Vierke, Geschäftsführerin Wiener Gesundheitsverbund Projektentwicklungs- und Baumanagement (PBG).
MODERNE ARBEITSBEDINGUNGEN UNTERSTÜTZEN VERSORGUNG
Bei der Planung der neuen Bereiche waren zahlreiche Mitarbeiter*innen aus Medizin, Pflege, medizinisch-therapeutisch-diagnostischen Gesundheitsberufen sowie weiteren Berufsgruppen eingebunden. Erfahrungen aus dem klinischen Alltag flossen in die Planung von Räumen, Ausstattung und Abläufen ein. Gleichzeitig liefern die Interimslösungen wichtige Erkenntnisse für die weitere Entwicklung des Standorts.
„Eine gute Gesundheitsversorgung baut auf dem klugen Einsatz vorhandener Ressourcen auf. Das betrifft die räumliche Infrastruktur und medizinische Geräte genauso wie das Know-how der Mitarbeiter*innen, die jeden Tag für die Patient*innen da sind“, betont Jing Hu, Sprecherin für Gesundheit, Sport und Bäder der NEOS Wien.
AUF DEM WEG ZUR NEUEN ZENTRALKLINIK
Die neuen Räumlichkeiten sind Teil einer langfristigen Entwicklung des Standorts. Bis 2039 entsteht an der Klinik Hietzing eine neue Zentralklinik, in der alle medizinischen Leistungen künftig unter einem Dach gebündelt werden. Die nun eröffnete Interimslösung sorgt bereits während der langfristigen Modernisierung für konkrete Verbesserungen und liefert zugleich Erfahrungen für die künftige Organisation der Klinik.
Generaldirektion Unternehmenskommunikation Kommunikation Bauprojekte
Mag.a Berith Hagvaag
Telefon: +43 664 428 37 97
E-Mail: berith.hagvaag@extern.gesundheitsverbund.at
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