ARBÖ: Neue Spritpreisbremse erste wichtige Maßnahme

Zusätzlich zur Spritpreisbremse fordert ARBÖ-Präsident Dr. Peter Rezar zielgerichtete Maßnahmen zur Entlastung der Pendler.

Die aktuellen Treibstoffkosten bleiben – trotz ab 1. Oktober gültiger neuer Spritpreisbremse – eine extreme Belastung für Personen mit geringem Einkommen wie auch für Unternehmen und im Speziellen für Pendler. Dennoch sieht Dr. Peter Rezar, Präsident der ARBÖ-Bundesorganisation, einen ersten wichtigen Schritt: „Die Bundesregierung hat mit ihrem Beschluss das Kriseninstrument Spritpreisbremse reaktiviert und ein Zeichen gegen die massive Teuerung gesetzt, sie lässt die hohe Inflation wenigstens nicht voll durchrauschen. Die neue Spritpreisbremse ist eine erste wichtige Maßnahme.“

Die aktuellen Zahlen belegen, dass die Spritpreisbremse in der Höhe von zwölf Cent für Autofahrer, Unternehmen wie auch die Landwirtschaft dennoch nur ein Tropfen auf dem heißen Stein ist. Das Auffüllen eines 50-Liter-Tanks macht die Spritpreisbremse um gerademal sechs Euro billiger. Eurosuper hat am 16. Februar 2026 1,478 Euro gekostet, Diesel 1,518 Euro. Eurosuper und Diesel sind um 22 Prozent beziehungsweise um rund 39 Prozent teurer als im Februar im Vergleich mit den Preisen vom 23. September 2026 – trotz neuer Spritpreisbremse.

Aus Sicht des ARBÖ wäre eine wichtige Sofortmaßnahme zur Entlastung von Pendlern eine temporäre Erhöhung des Pendlerpauschales, um alle jene Arbeitnehmer zu unterstützen, die für den Arbeitsweg mangels gut nutzbarer Alternativen den eigenen Pkw nutzen müssen. Schon von Mai 2022 bis Juni 2023 wurde als Reaktion auf die extremen Treibstoffpreise das Pendlerpauschale um 50 Prozent erhöht, der Pendlereuro wurde auf acht Euro angehoben. „Eine solche Initiative wäre ein deutliches Zeichen an die Arbeitnehmer und eine wichtige Entlastung für alle, die für ihren Weg zum Arbeitsplatz nicht auf ihren Pkw verzichten können und auch die gestiegenen Preise für öffentliche Verkehrsmittel schultern müssen“, schließt Rezar ab.

ARBÖ-Presseabteilung
Sebastian Obrecht
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