FPÖ – Hauser: „Die EU hat mit ihrer COVID-19-Politik eine verlorene Generation geschaffen“

„Millionen junge Menschen stehen weder in Ausbildung noch im Beruf – Hauser fordert Antworten von der EU-Kommission“

Der freiheitliche EU-Abgeordnete Gerald Hauser schlägt angesichts der wachsenden Zahl junger Menschen, die weder in Ausbildung noch in Beschäftigung stehen, Alarm. „Rund 15 Prozent der jungen Menschen in Europa zählen zur Gruppe der sogenannten NEETs – sie besuchen weder eine Schule oder Universität noch arbeiten sie oder absolvieren eine Berufsausbildung. Das ist eine gesellschaftspolitische Zeitbombe, die von Brüssel seit Jahren ignoriert wird“, erklärte Hauser.

Besonders scharf kritisierte Hauser die Folgen der EU-weiten COVID-19-Politik: „Die Lockdowns und Schulschließungen haben die Situation junger Menschen dramatisch verschärft. Der Zugang zu Bildung wurde massiv beeinträchtigt, Berufseinstieg und Jobchancen wurden erschwert. Bereits 2021 sprach die Weltbank aufgrund der enormen Lernverluste und des Wegfalls sozialer Kontakte von einer ,lost generation‘. Die Generation Z ist der Hauptverlierer dieser völlig verfehlten Politik der Einheitspartei aus Konservativen, Sozialisten, Grünen und Liberalen.“

Die Folgen seien längst sichtbar. „Stress, psychische Erkrankungen und Burnout haben bei jungen Menschen massiv zugenommen. Die Initiative ,Gesund aus der Krise‘ der österreichischen Bundesregierung zeigt ein erschreckendes Bild: Mehr als die Hälfte der jungen Menschen leidet unter depressiven Symptomen, knapp jeder Zweite unter Schlafstörungen, rund ein Drittel unter Angstsymptomen und 16 Prozent berichten von wiederkehrenden Suizidgedanken. Das ist die Bankrotterklärung der europäischen COVID-19-Politik. Eine ganze Generation wurde ihrer Chancen beraubt – die Folgen werden Europa noch über Jahrzehnte belasten“, so Hauser.

Auch wirtschaftlich seien die Auswirkungen enorm. „NEETs leisten keinen Beitrag zum Steueraufkommen und sind häufig auf Sozialleistungen angewiesen. Die dadurch verursachten Kosten werden für die EU auf rund 153 Milliarden Euro jährlich beziehungsweise rund 1,2 Prozent des Bruttoinlandsprodukts geschätzt. Gleichzeitig verschärfen der demografische Wandel, die anhaltende Wirtschaftsschwäche sowie Digitalisierung und künstliche Intelligenz die Lage zusätzlich“, warnte Hauser.

Der freiheitliche EU-Abgeordnete hat daher eine parlamentarische Anfrage an die EU-Kommission eingebracht. „Ich will wissen, welche konkreten Maßnahmen die Kommission endlich ergreifen wird, um dieses bislang verschleppte Problem zu lösen. Wie sollen Millionen junger Menschen wieder in Ausbildung und Beschäftigung integriert werden? Außerdem fordere ich Transparenz darüber, wie hoch der Anteil von Jugendlichen mit Migrationshintergrund unter den NEETs in der Europäischen Union ist. Europa kann es sich nicht leisten, eine ganze Generation zu verlieren“, betonte Hauser.

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