Gedenkabend „Wenn wir doch wieder Menschen wären“ kehrt in den Rabenhof zurück
Theaterabend zum Gedenken an die Reichspogromnacht am 8. November – Schicksale jüdischer und widerständischer Gemeindebau-Bewohner*innen auf der Bühne
Nach dem großen Erfolg im vergangenen Jahr ist der Gedenkabend „WENN WIR DOCH WIEDER MENSCHEN WÄREN“ erneut im Rabenhof Theater zu sehen. Am SONNTAG, 8. NOVEMBER 2026, UM 20 UHR werden dort die Schicksale jüdischer und widerständischer Bewohner*innen der Wiener Gemeindebauten während der NS-Zeit in einer eindringlichen künstlerischen Inszenierung auf die Bühne gebracht.
Grundlage des Theaterabends sind Akten, Originalzitate und Briefe, die vom DOKUMENTATIONSARCHIV DES ÖSTERREICHISCHEN WIDERSTANDS (DÖW) im Auftrag von Wiener Wohnen in jahrelanger Forschungsarbeit erschlossen wurden. Sie erzählen die individuellen Schicksale jüdischer und widerständischer Bewohner*innen der Wiener Gemeindebauten während der NS-Zeit.
„Tausende jüdische Gemeindebaumieterinnen und Mieter wurden mit Beschluss vom 14. Juni 1938 systematisch aus ihren Gemeindewohnungen vertrieben. Mit ‚Wenn wir doch wieder Menschen wären‘ gelingt es auf einzigartige Weise, diesen Prozess der Entrechtung und die Mechanismen der Entmenschlichung sichtbar zu machen“, so Wohnbaustadträtin Elke Hanel-Torsch.
„Wir freuen uns sehr, dass dieser besondere Theaterabend nach dem großen Erfolg im vergangenen Jahr wieder im Rabenhof zu sehen ist. Die persönlichen Schicksale der jüdischen und widerständischen Bewohner*innen unserer Gemeindebauten berühren und machen Geschichte auf eindringliche Weise erfahrbar“, sagt Katharina Klement, interimistische Direktorin von Wiener Wohnen.
PERSÖNLICHE SCHICKSALE WERDEN SICHTBAR
Neu geschriebene dramatische Szenen verbinden sich mit eigens komponierter Musik, Gesang, Gedichten, Video und Tanz. So werden die persönlichen Geschichten hinter den historischen Dokumenten sichtbar und greifbar gemacht. Der Abend erinnert damit an Menschen, die während der nationalsozialistischen Herrschaft verfolgt und entrechtet wurden, und setzt sich zugleich künstlerisch mit der Gefahr rechtsextremen Gedankenguts auseinander.
Die Wiederaufnahme knüpft an die historische Aufarbeitung der Geschichte des Wiener Gemeindebaus während der NS-Zeit durch Wiener Wohnen und das DÖW an. Nach der erfolgreichen Aufführung im vergangenen Jahr wird der Theaterabend nun erneut im Rabenhof gezeigt.
KÜNSTLERISCH MITWIRKENDE
Lea Kalisch, Katja Reichert, Verena Scheitz, Mercedes M. V. Iribar, Miriam M. V. Iribar, Markus Freistätter, Wolfram Rupperti und Georg Schubert
VIOLINE: Adrian Roman
Stefan Hayden
Mediensprecher Stadträtin für Wohnbau und Frauen Elke Hanel-Torsch
Tel.: 0676 8118 81265
E-Mail: stefan.hayden@wien.gv.at
Marianne Lackner
Unternehmenssprecherin
Stadt Wien – Wiener Wohnen
Telefon: 0664 8857 0965
E-Mail: marianne.lackner@wrwks.at
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