Mair: Erstmals unter 100.000 Lehrlinge in Österreich – nur über die Lehre zu sprechen, ist zu wenig
ÖVP-Lehrlingssprecher: Wir brauchen Perspektiven statt Umverteilung – Wer Fachkräfte will, muss Ausbildung fördern
Die aktuellen Lehrlingszahlen für September 2026 geben Anlass zur Sorge: Mit 95.057 Lehrlingen gibt es erstmals in Österreich weniger als 100.000 Lehrlinge. Das ist ein Minus von 4,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Gleichzeitig stieg die Zahl der Lehrlinge im ersten Jahr in überbetrieblichen Lehrwerkstätten von 2.881 auf 3.094 – Das ist hier ein Plus von 7,4 Prozent.
Für ÖVP-Lehrlingssprecher Abg. z. NR Klaus Mair ist das ein Weckruf. “Nur über die Lehrlingsausbildung schön zu sprechen, ist zu wenig. Wir müssen jetzt dafür sorgen, dass junge Menschen die Lehre als attraktive, moderne und zukunftssichere Ausbildung wahrnehmen und dass Betriebe auch die Möglichkeit haben, junge Menschen entsprechend auszubilden. Dass nun weniger Jugendliche eine Lehre absolvieren und gleichzeitig die Zahl jener, die dies in einer überbetrieblichen Einrichtung tun, steigt, ist alarmierend!”
“Eine Lehrausbildung ist gerade mit Blick auf die Transformation der Arbeitswelt eine perfekte Möglichkeit”, betont Mair. Die duale Ausbildung verbindet theoretisches Wissen mit praktischer Erfahrung und ermöglicht Jugendlichen einen direkten Einstieg in die Arbeitswelt. Gleichzeitig ist die Lehre längst kein Bildungsweg ohne weitere Aufstiegsmöglichkeiten: Es gibt die Lehre mit und ohne Matura. Mit der Berufsreifeprüfung kann nach beziehungsweise während der Lehrausbildung auch der Zugang zu Universitäten und Fachhochschulen erworben werden.
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