Neues „Universum“ präsentiert „Connemara – Irlands wilde Schönheit“

Am 6. Oktober um 20.15 Uhr in ORF 2 und auf ORF ON

Kristallklares Wasser, Blau in allen Schattierungen. Unerwartet ziehen dunkle Schatten ins Bild. Riesenhaie, aufgetaucht aus den Tiefen des Atlantiks. Bis zu zehn Meter lang und mehrere Tonnen schwer, gleiten die zweitgrößten Fische der Erde lautlos an Irlands Westküste entlang. Es ist Frühling auf der Insel.

Die neue „Universum“-Produktion „Connemara – Irlands wilde Schönheit“ des vielfach ausgezeichneten irischen Naturfilmers John Murray führt am Dienstag, dem 6. Oktober 2026, um 20.15 Uhr in ORF 2 und auf ORF ON in eine der entlegensten Landschaften Europas. Wind, Regen und der Atlantik haben hier eine raue Welt geschaffen, in der Natur und menschliches Leben seit Jahrhunderten eng miteinander verbunden sind. Oscar Wilde nannte Connemara eine „wilde, grausame Schönheit“. Übersetzt bedeutet Connemara „Stamm des Meeres“, was die besondere Beziehung dieser Region zum Ozean untermalt.

Über den weiten Ebenen spannt sich ein Himmel, der bis zum Horizont reicht. Dazwischen liegen dunkle Berge, offene Moore, schmale Flüsse und zahllose Inseln. Auf den ersten Blick wirkt das Land leer. Doch im Lauf der Jahreszeiten wird sichtbar, wie vielfältig das Leben in dieser kargen Weite ist. Vermeintliche Geister beziehen verlassene Klosterzellen, Fischotter finden im Killary Harbour eine letzte Hochburg und Kühe müssen schwimmen, um die vorgelagerten Inseln zu erreichen. Dort werden sie zu den „Gärtnern der Machair“ und halten die offenen, artenreichen Küstenwiesen in Form. Für den Kiebitz, Irlands Nationalvogel, ist dieser seltene Lebensraum eines der letzten Rückzugsgebiete Europas.

Im Landesinneren erstrecken sich die jahrtausendealten Deckenmoore, Connemaras eigentlicher Naturschatz. Kalt, nass und nährstoffarm, ziehen sie sich über große Teile des Landes und gehören zu den ältesten lebenden Landschaften Europas. Sie speichern enorme Mengen Kohlenstoff und bewahren eine Abgeschiedenheit, die einst auch Ludwig Wittgenstein suchte. Für ihn war Connemara eines der letzten Refugien der Dunkelheit in Europa.

John Murray und seinem Team gelangen eindrucksvolle Aufnahmen über und unter Wasser. Sie machen eine Region sichtbar, deren scheinbare Leere einen außergewöhnlichen Reichtum verbirgt. „Connemara – Irlands wilde Schönheit“ erzählt von Tieren, die große Distanzen überwinden, verlorene Lebensräume zurückerobern und sich immer wieder an extreme Bedingungen anpassen.

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