„Ich hab’s gecheckt“ – Awareness-Kampagne der Kammer für Ärztinnen und Ärzte in Wien
Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen helfen, Gesundheitsrisiken frühzeitig zu erkennen und gesunde Lebensjahre zu erhalten
Die Kammer für Ärztinnen und Ärzte in Wien will mit der Kampagne „Ich hab’s gecheckt“ in der Wiener Bevölkerung das Bewusstsein für die Gesundheitsvorsorge stärken und dazu motivieren, die bestehenden Angebote regelmäßig in Anspruch zu nehmen. „Vorsorge ist kein neues Thema. Alle wissen, dass sie wichtig ist, gemacht wird sie trotzdem zu selten. Nicht, weil das Verständnis fehlt, sondern weil einfach kein Anlass gesehen wird, solange nichts wehtut“, sagt Johannes Steinhart, Präsident der Kammer für Ärztinnen und Ärzte in Wien.
Mit der Kampagne sollen vor allem Menschen angesprochen werden, die sich gesund fühlen und deshalb keinen unmittelbaren Grund für eine Untersuchung sehen. „Dabei sind Ärztinnen und Ärzte der zentrale Hebel: Sie sind nicht nur Expertinnen und Experten, sondern vor allem auch Menschen, die sich kümmern“, so Steinhart.
Mit bewusst nahbarer Wiener Tonalität schafft die Kampagne Awareness für das Thema Vorsorge und stellt Ärztinnen und Ärzte als Partnerinnen und Partner auf Augenhöhe. Der Kampagnenclaim „Ich hab’s gecheckt“ steht dabei für beide Seiten:
* Patientinnen und Patienten haben gecheckt, dass Prävention wichtig ist.
* Ärztinnen und Ärzte haben den gesundheitlichen Zustand gecheckt.
Passend zum Claim wird ein Teil des Logos der Kammer für Ärztinnen und Ärzte in Wien als visuelle Klammer der Kampagne eingesetzt.
Gebrandete Straßenbahnen ebenso wie Plakate, City Lights und digitale Werbeflächen wie Infoscreens und Premium-Screens schaffen Sichtbarkeit im öffentlichen Raum. Thematisiert werden vier zentrale Themengebiete – die jährliche Vorsorgeuntersuchung, die Untersuchungen im Eltern-Kind-Pass, Brustkrebs- und Prostatakrebs-Früherkennung – in acht verschiedenen Sujets.
REGELMÄSSIGE VORSORGEUNTERSUCHUNGEN SIND WICHTIG
Österreich verfügt über ein breites Spektrum an medizinischen Präventionsangeboten. „Viele Erkrankungen entwickeln sich über Jahre hinweg, ohne Beschwerden zu verursachen. Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen helfen dabei, Gesundheitsrisiken frühzeitig zu erkennen und Erkrankungen bereits in einem Stadium zu entdecken, in dem sie oft noch gut behandelbar sind“, erklärt Eduardo Maldonado-González, Vizepräsident und Obmann der Kurie angestellte Ärzte der Kammer für Ärztinnen und Ärzte in Wien. „2022 verzeichnete Österreich 163 vermeidbare Todesfälle pro 100 000 Einwohnerinnen und Einwohner. Diese hohen Zahlen in Österreich sind vor allem auf Krankheiten zurückzuführen, die durch Vorsorge und einer damit einhergehenden Umstellung der Lebensgestaltung vermeidbar oder gut behandelbar wären. Umso wichtiger ist daher, rechtzeitig auf die eigene Gesundheit zu schauen und regelmäßig zur Vorsorge zu gehen.“
„Neben der jährlichen Vorsorgeuntersuchung sollten Frauen ab 45 Jahren alle zwei Jahre zur Brustkrebsfrüherkennung und Männern ab 50 Jahren empfehlen wir eine Untersuchung zur Früherkennung von Prostatakrebs,“ sagt Naghme Kamaleyan-Schmied, Vizepräsidentin und Obfrau der Kurie niedergelassene Ärzte der Kammer für Ärztinnen und Ärzte in Wien. „Für Prostatakrebs gibt es aktuell kein organisiertes Screening. Eine individuelle Früherkennung kann im Rahmen einer ärztlichen Beratung, etwa bei einer Urologin oder einem Urologen, erfolgen.“
Seit mehr als 50 Jahren steht die allgemeine Gesundenuntersuchung allen Personen ab dem vollendeten 18. Lebensjahr mit Wohnsitz in Österreich einmal jährlich kostenlos zur Verfügung. „Die Teilnahmequoten könnten aber deutlich besser sein, denn nur rund 20 Prozent der Wienerinnen und Wiener nehmen daran teil“, sagt Benjamin Glaser, Präsidialreferent der Kammer für Ärztinnen und Ärzte in Wien und Initiator der Kampagne. „Deshalb wollen wir als Kammer mit der Kampagne nicht nur Bewusstsein schaffen, sondern die Wiener Bevölkerung auch aufrufen, aktiv zu werden und die eigene Gesundheit in die Hand zu nehmen.“
Zu einer der wichtigsten präventiven Maßnahmen zählt zudem der Eltern-Kind-Pass. „Dank der im EKP verankerten Untersuchungen gelingt es Schwangerschaftskomplikationen ebenso wie Risiken, Krankheiten und Entwicklungsstörungen der Kinder früh zu erkennen“, sagt Steinhart. Aktuell ist der Bezug des Kinderbetreuungsgeldes an die Inanspruchnahme der ersten zehn Eltern-Kind-Pass-Untersuchungen gekoppelt. „Im Sinne einer konsequenten Vorsorge appellieren wir, die Untersuchungen bis zum fünften Lebensjahr wahrzunehmen.“
Kammer für Ärztinnen und Ärzte in Wien
Mag. Katharina Hemmelmair
Telefon: 06649697506
E-Mail: hemmelmair@aekwien.at
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