40 Jahre Derry Halloween: Irland feiert das Fest, das es vor 2000 Jahren erfunden hat
2026 feiert Europas größtes Halloween-Festival ein rundes Jubiläum – und die Insel gleich eine ganze Saison.
Kürbisse, Kostüme, Kinderstreiche: HALLOWEENgilt vielen als amerikanischer Import. Dabei liegt der Ursprung in Irland und das Fest ist eher eine Rückkehr als ein Import. Als irische Auswanderer im 19. Jahrhundert in die USA aufbrachen, nahmen sie ein Fest mit, das auf der grünen Insel schon rund 2.000 Jahre alt war: Samhain (gesprochen „sau-en“), der keltische Übergang vom Sommer in die dunkle Jahreszeit. „Samhain steht für das Ende der Ernte und den Beginn des Winters“, erklärt Kelly Fitzgerald vom University College Dublin. „Es ist eng mit der Natur verbunden, ein Moment des Wandels.“ In dieser Nacht, so glaubte man, werde die Grenze zwischen der Welt der Lebenden und der Toten durchlässig. Man legte Speisen für die Geister bereit und schnitzte Fratzen in Rüben – die Urform der Jack-o-Lantern. 2026 feiert ausgerechnet das größte Halloween-Festival Europas ein rundes Jubiläum: Derry Halloween wird 40.
VOM PUB-KOSTÜMFEST ZUM PUBLIKUMSMAGNET
1986 verkleideten sich ein paar Stammgäste in einem Pub in Derry~Londonderry. Vier Jahrzehnte später zieht DERRY HALLOWEEN weit über 100.000 Besucher in die Mauern der nordirischen Stadt. Vom 28. Oktober bis 1. November 2026 steht die Jubiläumsausgabe unter dem Motto „Its In Our Bones“: Der „Awakening the Walled City Trail“ führt mit Luftakrobatik, Feuerperformances und Lichtinstallationen über einen Abschnitt der historischen Stadtmauer, die Carnival Parade zieht am 31. Oktober durch die Innenstadt, das Feuerwerk über dem River Foyle beschließt die Nacht. Besonders gut lässt sich das direkt von der Peace Bridge beobachten, die die Stadteile beidseits des Flusses kunstvoll verbindet. Zum Jubiläum kommen ein eigens produziertes Spektakel („Samhain Sisters“) sowie zwei bleibende Neuerungen: ein permanentes Derry-Halloween-Wandbild und die „Derry Samhain Experience“, die das Thema künftig ganzjährig erlebbar macht.
FEUER AUF DEM HÜGEL: DAS PÚCA FESTIVAL
Rund 50 Kilometer nordwestlich von Dublin liegt die Landschaft, in der Samhain seinen Ursprung hat. Vom 29. Oktober bis 1. November 2026 bespielt das PÚCA FESTIVALdie Orte Trim und Athboy in der Grafschaft Meath – in diesem Jahr unter dem Titel „Between Worlds“. Auf dem Programm stehen Konzerte, Seanchaí-Erzählabende, ein Harvest Market und Feuerperformances; Herzstück ist das Entzünden des Samhain-Feuers am 31. Oktober auf dem Hügel von Tlachtga (Hill of Ward), dem historischen Zentrum der Samhain-Feiern. Zwischen beiden Orten pendelt stündlich ein kostenloser Shuttle.
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VIER ERLEBNISSE FÜR DIE DUNKLE JAHRESZEIT
_DARKLAND__, Dublin:_ Das National Leprechaun Museum ist tagsüber ein verspielter Ort der Folklore. Nach Einbruch der Dunkelheit wird daraus „Darkland“ – eine Stunde live erzählte, ungeskriptete irische Schauergeschichten, ausschließlich für Erwachsene. Kein Gruselkabinett, sondern Erzählkunst mit Kante.
_GHOSTBUS TOUR__, Dublin:_ Professionelle Erzähler führen durch die düstere Stadtgeschichte, unter anderem zum Glasnevin Cemetery, der im 18. Jahrhundert von bewaffneten Wächtern gegen Leichenräuber gesichert wurde, und zum Pub John Kavanaghs, auch „The Gravediggers“ genannt, das praktischerweise in die Friedhofsmauer gebaut ist.
_UNLOCKING THE GAOL__, Armagh:_ Vom 29. bis 31. Oktober 2026 führen Guides in rund 80 Minuten durch das nächtliche Armagh – mit exklusivem Zugang zum historischen Armagh Gaol, das als meistbesuchtes Spukgefängnis der Insel gilt. Geeignet ab 13 Jahren, Start an der Tower Hill.
_BRAM STOKER FESTIVAL__: _Wer es literarisch mag, kommt in Dublin ohnehin auf seine Kosten: Bram Stoker, geboren 1847 in Clontarf, verbrachte seine Kindheit mit den Schauergeschichten seiner Mutter und studierte später am Trinity College Landkarten Transsilvaniens, was ihn beides zu seinem Klassiker „Dracula“ inspirierte . Das nach ihm benannte Bram Stoker Festival verwandelt die Stadt alljährlich Ende Oktober in eine schauerliche Bühne.
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TIPP: „GHOST TURNIP“ IM NATIONAL MUSEUM OF IRELAND – COUNTRY LIFE
Wer den wahren Ursprung von Halloween in Irland entdecken möchte, sollte einen Abstecher ins National Museum of Ireland – Country Life in County Mayo machen. Dort ist die berühmte „Ghost Turnip“ ausgestellt – eine geschnitzte Rübe aus dem 19. Jahrhundert, die als Vorläufer der heutigen Jack-o-Lantern gilt.
Früher wurden solche Rübenlaternen an Samhain, dem keltischen Vorläufer von Halloween, verwendet, um böse Geister fernzuhalten. Die Ausstellung zeigt auch, wie die Menschen Masken trugen und Rüben schnitzten, um sich vor übernatürlichen Wesen wie dem Púca zu schützen.
Das Museum in Turlough Park, Castlebar, vermittelt so auf anschauliche Weise, wie alte Bräuche die heutigen Halloween-Traditionen geprägt haben. Besonders spannend ist ein Besuch zur Halloween-Zeit, wenn Sonderführungen und Workshops die Geschichte lebendig werden lassen.
Der Eintritt in das Museum ist kostenfrei.
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Dieses Video gibt einen Einblick in das Festival Derry Halloween.
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Rund um das THEMA HALLOWEEN gibt es noch weitere interessante Presseinformationen zu vielen weiteren Aspekten: Halloween – eine Übersicht
LINKS:
https://www.ireland.com/de-de/things-to-do/themes/culture/halloween-in-ireland/
https://derryhalloween.com/
https://pucafestival.com/
https://www.leprechaunmuseum.ie/
https://ghostbus.ie/
https://visitarmagh.com/halloween-ghost-tour-experience/
https://bramstokerfestival.com/
https://www.museum.ie/en-IE/Museums/Country-Life
https://ots.de/bfm221
(06.10.2026-kk/ot)
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