WKO: Bernd Hinteregger wird Vizepräsident der Wirtschaftskammer Österreich. Hotelsanierer und Reformer übernimmt neue Führungsposition.

SWV-Präsident bringt 27 Jahre unternehmerische Erfahrung in die WKÖ-Spitze ein – Fokus auf Kammerreform, EPU und KMU

Der Präsident des Sozialdemokratischen Wirtschaftsverbandes (SWV), Bernd Hinteregger, wird Vizepräsident der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). Er folgt in dieser Funktion auf Christoph Matznetter, bei dem sich der SWV für seinen langjährigen Einsatz bedankt.

Der Kärntner Unternehmer, Hotelier, Investor und Sanierungsexperte wird künftig seine umfassende unternehmerische Erfahrung verstärkt in die Arbeit und den laufenden Reformprozess der Wirtschaftskammer einbringen.

Mit Hinteregger zieht ein Unternehmer in die WKÖ-Spitze ein, der seit 27 Jahren selbst unternehmerische Verantwortung trägt. Als Hotelier, Investor und Sanierungsexperte beschäftigt er sich seit Jahrzehnten mit Unternehmensentwicklung, wirtschaftlichen Veränderungsprozessen und der Frage, wie Betriebe auch unter schwierigen Rahmenbedingungen erfolgreich geführt und weiterentwickelt werden können. Einem breiteren Publikum wurde Hinteregger zudem als Investor der PULS-4-Start-up-Show „2 Minuten 2 Millionen“ bekannt.

Diese Erfahrung will er nun verstärkt in die Wirtschaftskammer einbringen.

„Ich weiß aus eigener Erfahrung, was es bedeutet, unternehmerische Verantwortung zu tragen, Entscheidungen unter wirtschaftlichem Druck zu treffen und Betriebe durch Veränderungsprozesse zu führen. Reformen funktionieren dann, wenn man Strukturen hinterfragt, klare Ziele definiert und am Ende auch bereit ist, Entscheidungen zu treffen. Genau diese Erfahrung möchte ich in meine neue Aufgabe einbringen“, so Hinteregger.

VOM UNTERNEHMER ZUM MITGESTALTER DER KAMMERREFORM

Als SWV-Präsident hat Hinteregger die Reform der Wirtschaftskammer zu einem Schwerpunkt seiner Arbeit gemacht. Als neuer Vizepräsident will er nun noch stärker Verantwortung für deren Umsetzung übernehmen.

„Wir haben lange genug darüber gesprochen, wo sich die Wirtschaftskammer verändern muss. Jetzt geht es darum, Reformen konsequent umzusetzen. Ich sehe meine neue Funktion deshalb nicht als Titel, sondern als Arbeitsauftrag. Ich will meine unternehmerische Erfahrung, meinen Blick auf notwendige Veränderungsprozesse und meine wirtschaftspolitische Arbeit dafür einsetzen, dass die Wirtschaftskammer moderner, effizienter und näher an ihren Mitgliedern wird“, erklärt Hinteregger.

Zu seinen Schwerpunkten zählen der Abbau von Bürokratie und Doppelgleisigkeiten, mehr Digitalisierung, verbindliche Servicestandards, mehr Transparenz sowie einfachere Möglichkeiten der Stimmabgabe bei Wirtschaftskammerwahlen.

Dabei setzt Hinteregger auf eine konstruktive Zusammenarbeit mit WKÖ-Präsidentin Martha Schultz:

„Martha Schultz hat in einer herausfordernden Phase Verantwortung für die Wirtschaftskammer übernommen. Ich möchte sie beim Erneuerungsprozess konstruktiv unterstützen und meine Erfahrung und Perspektive als Unternehmer und Vertreter von EPU und KMU einbringen. Die Mitglieder erwarten zu Recht, dass aus Reformankündigungen konkrete Verbesserungen werden. Daran müssen wir uns gemeinsam messen lassen.“

HINTEREGGER FORDERT STARKES PAKET FÜR EPU

Einen besonderen Schwerpunkt seiner Arbeit will Hinteregger auf Ein-Personen-Unternehmen legen. Rund 62 Prozent der aktiven Wirtschaftskammermitglieder sind EPU. Für sie fordert er ein umfassendes EPU-Paket mit weniger Bürokratie, einer fairen Beitragsbelastung, schnelleren und verbindlichen Services sowie einer besseren sozialen Absicherung für Selbstständige.

„Mehr als sechs von zehn Mitgliedern sind Ein-Personen-Unternehmen. Sie sind damit die mit Abstand größte Gruppe innerhalb der Wirtschaftskammer. Trotzdem orientieren sich viele Strukturen noch nicht ausreichend an ihrer Realität. Das möchte ich ändern“, so Hinteregger.

Gerade als langjähriger Unternehmer kenne er die Herausforderungen, mit denen kleine Betriebe täglich konfrontiert seien: „EPU und KMU brauchen eine Wirtschaftskammer, die ihnen Arbeit abnimmt und nicht zusätzliche Arbeit verursacht. Wer alleine ein Unternehmen führt, kann Bürokratie nicht an eine eigene Abteilung delegieren. Beratung muss schnell verfügbar sein, Services müssen funktionieren und die Interessenvertretung muss die tatsächlichen Probleme der Betriebe aufgreifen.“

Für Hinteregger verbindet sich damit seine unternehmerische Erfahrung mit einem klaren politischen Anspruch an seine neue Funktion:

„Ich habe in meinem Berufsleben Unternehmen aufgebaut, weiterentwickelt, in schwierigen Situationen Verantwortung übernommen und Veränderungsprozesse begleitet. Jetzt möchte ich diese Erfahrung für die Unternehmerinnen und Unternehmer in Österreich einsetzen. Mein Anspruch ist eine starke, moderne und effiziente Wirtschaftskammer, die sich daran messen lässt, was sie für ihre Mitglieder erreicht. Dafür werde ich mich mit ganzer Kraft einsetzen.“

Sozialdemokratischer Wirtschaftsverband Österreich
SWV Österreich
Telefon: +43 6769614311
E-Mail: office@wirtschaftsverband.at
Website: https://www.wirtschaftsverband.at

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